Die Einreichfrist für den Ideenwettbewerb Arbeit.innovativ endete am 30.09.2010. Es erreichten uns 96 innovative Projektideen. Aus den vielen Einsendungen wählte ein Ausschuss in einem mehrstufigen Verfahren acht Projekte aus, die am besten den Kriterien der ESF Förderung entsprachen. Folgende Projekte mit einer Fördersumme von insgesamt 4,9 Millionen Euro überzeugten:
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- "Quali-Werk" des BBZ Augsburg
- "RegIN+ - Regeneratives Energienetzwerk Region Ingolstadt" der Hochschule Ingolstadt
- "Innovationsregion Bayerischer Wald" der Volkshochschule für den Landkreis Regen
- "Mecki – Qualifizierung in Mensch-Computer-Interaktion" der Hochschule Deggendorf
- "Begeistern durch Machen – Kinder & Technik" – Nachwuchsförderung im
- Zertifizierte Qualifizierung zum App-Master des Amt für Wirtschaft der Stadt Nürnberg
- "Bilde deine Zukunft" der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland e.V.
- "PRO Hochfranken – Stärken nutzen!" der Beruflichen Fortbildungszentren der Bayerischen Wirtschaft (bfz) gemeinnützige GmbH am Standort Hof
"Quali-Werk" des BBZ Augsburg
Beim Projekt „Quali-Werk“ des Berufsbildungszentrum Augsburg der Lehmbaugruppe gGmbH handelt es sich um einen innovativen Ansatz zur berufsfachlichen Qualifizierung von gering qualifizierten Beschäftigten und Langzeitarbeitslosen. Beiden Zielgruppen gelingt die Aufnahme einer Beschäftigung zumeist nur kurzfristig. Hier setzt das Projekt an, indem es Firmen wie gering qualifizierte Personen mit und ohne Beschäftigung zur (be-rufsbegleitenden) Weiterbildung motiviert und die konkreten Firmen- bzw. Qualifizierungsbedarfe erfasst. Im Quali-Werk werden die Teilnehmer nach individuellen Qualifizierungsplänen entsprechend der erhobenen Bedarfe in verschiedenen gewerblich-technischen Fachbereichen in Kleingruppen geschult, wobei das mögliche Spektrum von der Qualifizierung mittels arbeitsplatzbezogenen Modulen (Cluster) bis zur Absolvierung von Qualifizierungsbausteinen reicht. Durch das Projekt wird ein wichtiger Beitrag zur Erhöhung des Qualifikationsniveaus der Zielgruppen und damit zur Sicherung von Arbeitsplätzen und zum Abbau von Arbeitslosigkeit geleistet. Zudem profitieren die Unternehmen durch die verbesserte Qualifikationsstruktur von Mitarbeitern und Bewerbern.
"RegIN+ - Regeneratives Energienetzwerk Region Ingolstadt" der Hochschule Ingolstadt
Regenerative Energien sind gekennzeichnet durch eine äußerst hohe Entwicklungsdynamik, sowohl auf der Technologieseite als auch auf der Anwendungsseite. Dies führt zu einem hohen Druck zur Weiterbildung und Kompetenzerweiterung für die Beschäftigten in den betroffenen Branchen. Gleichzeitig wird fortlaufend umfangreiches Wissen an Hochschulen und Forschungseinrichtungen generiert. Vor diesem Hintergrund wird im Projekt RegIN+ - Regionales Energienetzwerk Region Ingolstadt der Hochschule Ingolstadt ein regionales Netzwerk für die beiden technologisch-inhaltlichen Schwerpunkte „Landwirtschaftliche Bioenergietechnik“ und „Regenerative Gebäudeenergietechnik“ entwickelt. Neben der regionalen Stärkung der Cluster-Aktivitäten des Freistaat Bayern sind die Hauptziele der Netzwerkarbeit dabei der zeitnahe Wissenstransfer zu den relevanten, mittelständisch geprägten Branchen sowie die verbesserte Vernetzung der Stufen der jeweiligen Wertschöpfungskette.
"Innovationsregion Bayerischer Wald" der Volkshochschule für den Landkreis Regen
Das ESF –Projekt unterstützt die Entwicklung der ländlichen Region im Bayerischen Wald und knüpft an die Netzwerk –und Clusteroffensive der Bayerischen Staatsregierung an. Damit werden die Grundlagen für einen erfolgreichen Strukturwandel gelegt, so dass sich der Bayerische Wald neben dem Tourismus auch als Technologieregion mit innovativen Ansätzen nachhaltig entwickeln kann. Arbeitsmarktpolitische Zielsetzung dieses Projektes ist es, u.a. durch Anpassungsqualifizierungen einen strukturierten Know-How-Transfer zwischen Wissenschaft und Praxis neue Beschäftigungsfelder in den Cluster-betrieben und damit wohnortnahe Arbeitsplätze zu schaffen. Weitere Projektaktivitäten beziehen sich auf die Etablierung einer Unternehmerschule und die Verbesserung der Ausbildungsreife von Jugendlichen für die Berufliche Ausbildung entsprechend den aktuellen Herausforderungen.
"Mecki – Qualifizierung in Mensch-Computer-Interaktion" der Hochschule Deggendorf
In einer hoch technisierten und vernetzten Welt wird die Gebrauchstauglichkeit und Benutzbarkeit (Usability) von Produkten und Diensten der "Selbstbedienungsgesellschaft" zu einem immer wichtigeren Wettbewerbsvorteil und auch in Deutschland haben sich in den letzten Jahren neue Berufsbilder des "Usability Professional" herausgebildet, die die traditionellen Tätigkeitsfelder von z. B. Arbeitsmedizinern und Arbeitswissenschaftlern, Ergonomen und Industriedesignern ergänzen und weiterentwickeln. Usability Professionals sind "Quereinsteiger", sie haben Design, Informatik, Ingenieurwissenschaften, Marketing oder Psychologie studiert und ihre Qualifikationen autodidaktisch im Beruf erweitert und vertieft. In Deutschland gibt es nur wenige Fortbildungskurse, aber vor allem kein systematisches, wissenschaftlich fundiertes und breit angelegtes Weiterbildungsangebot für dieses Berufsfeld.
Im Vorhaben wird die Hochschule für Angewandte Wissenschaften Deggendorf das Angebot und den Bedarf nach Weiterbildungsmöglichkeiten für Usability Professionals untersuchen, ein Curriculum entwerfen, ausgewählte Module des Curriculums erproben und evaluieren. Die Ergebnisse des Projekts "Qualifizierung in MEnsch-Computer-interaKtIon" (MECKI) sollen interessierten Bildungsträgern und der Industrie zur Verfügung gestellt werden.
"Begeistern durch Machen – Kinder & Technik" – Nachwuchsförderung im Bereich Technik
Das Projekt "Begeistern durch Machen – Kinder & Technik" zielt darauf ab, Schülern in kindgerechten Workshops näher zu bringen wie einfach, spannend und faszinierend Technik sein kann. Mit rund 1,6 Millionen Euro unterstützt der Europäische Sozialfonds dieses Vorhaben. Drei verschiedene Programmkomponenten des Projektes tragen zur Nachwuchsförderung im technologischen Bereich bei.
SET – Schüler entdecken Technik
Bereits ab der 3. Klasse werden freiwillige Kurse angeboten, die an sechs Nachmittagen im Halbjahr in den Räumen der Schule stattfinden. Ingenieurstudenten der Hochschule und Auszubildende im Technikbereich von Unternehmen stehen den "jungen Technikern" zur Seite. Die Kinder können frei experimentieren, indem sie ausrangierte PCs, alte Haarföne und funktionsunfähige Rasierapparate in Einzelteile zerlegen und deren Innenleben erforschen. Die Kinder bauen zudem Taschenlampen und Wechselblinker.
Dabei wird der Bezug zur eigenen Lebenswelt hergestellt und somit auch das Feuer für die spätere Berufsausrichtung gezündet. Ein besonderes Augenmerk gilt den Mädchen. Gerade auch sie sollen für technische Themen begeistert werden.

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- Jugendliche zwischen 13 und 18 Jahren können unter Anleitung an Robotern basteln (Foto: TfK - Technik für Kinder e.V.))
JECC – Junge-Elite-Computer-Club
Dieses Programm richtet sich an junge Technikinteressierte von 13 bis 18 Jahren. Eine Gruppe von Kindern und Jugendlichen wird an professionelle Technik und Elektronik herangeführt. Interessierte und Aktive haben die Möglichkeit, gemeinsam an Computer-Projekten (Hard- und Software) zu arbeiten und sich auszutauschen. Im JECC – Junge-Elite-Computer-Club Deggendorf treffen sich ein Mal wöchentlich computer- und elektronikbegeisterte Jugendliche, die sich hauptsächlich dem Bauen und Programmieren von Robotern widmen. Die kompetente Betreuung wird durch einen erfahrenen Diplom-Ingenieur gewährleistet. Die entwickelten Roboter nehmen an internationalen Wettbewerben, wie der Robotchallenge 2011 in Wien, teil.

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- Nach Absolvieren des Kurses zeigen die Kinder und Jugendlichen stolz ihre Urkunden (Foto: TfK - Technik für Kinder e.V.))
Technikferien
Die Technikferien sind ein Ferienprogramm für Kinder und Jugendliche von 7 bis 17 Jahren, in dem technische Themen interessant und spielerisch aufbereitet werden. Die Kinder und Jugendlichen werden durch Ingenieurstudenten, Ingenieure und Handwerker betreut. Im Rahmen des Programms werden z.B. Roboter gebaut und programmiert, eine Sternwarte besucht und ein Sternbild gelötet, Seifenkisten und Taschenlampen gebaut.
Zertifizierte Qualifizierung zum App-Master des Amt für Wirtschaft der Stadt Nürnberg
Fast jeder Mobiltelefonbesitzer weiß heutzutage, was ein App ist. Mit diesen kleinen Zusatzprogrammen für mobile Endgeräte erreichen Unternehmen und Werbetreibende erstmals ihre Zielgruppe auch mobil. Auch Unternehmen außerhalb der Non-Entertainment-Kategorien können sich hier mit eigenen, innovativen Services profilieren. Die Qualifizierung zum App-Master bietet den Teilnehmenden eine solide Einführung, geht im Verlauf der Schulung auf technische Fragen ein und zeigt mögliche Anwendungsbeispiele für Unternehmen auf.
"Bilde deine Zukunft" der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland e.V.
Das Projekt der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland e.V. soll junge Menschen gezielt auf den schulischen Abschluss aber auch auf den beruflichen Einstieg vorbereiten. Hierzu sollen Abgänger der Hauptschulen die Möglichkeit erhalten, ihre Kenntnisse durch einen QA-Vorbereitungskurs aufzufrischen und zu vertiefen. Durch qualifiziertes Personal sollen die Schüler mit Migrationshintergrund das Rüstzeug für eine bessere Aussicht auf einen Ausbildungsplatz und damit auch zur erfolgreichen Integration in die Gesellschaft bekommen. Formale Bildung ist aber nur die eine Seite einer erfolgreichen beruflichen und gesellschaftlichen Integration. Deswegen sollen die Jugendlichen mit Migrationshintergrund eine vertiefte Schulung in Sozialkompetenz erhalten. Diese sollte auf drei Aspekte abzielen: kulturelles Training im Bezug auf die deutsche Gesellschaft, Umgangsformen am Arbeitsplatz und im Alltag. Hierdurch soll auch ein sicheres selbstbewusstes Auftreten vermittelt werden, damit ein leichterer Einstieg in das Berufsleben möglich ist.
"PRO Hochfranken – Stärken nutzen!" der Beruflichen Fortbildungszentren der Bayerischen Wirtschaft (bfz) gemeinnützige GmbH am Standort Hof
Das Projekt „PRO Hochfranken – Stärken nutzen!“ hat die Aufgabe, dem zunehmenden Fachkräftemangel entgegenzuwirken. Mit der Verzahnung der verschiedenen Akteure (Agentur, ARGEN, Kammern, Verbände, Arbeitssuchende, Unternehmen, Ausbilder) unter einem gemeinsamen Projektmanager des bfz Hof wird eine einzigartige, passgenaue und zielgerichtete Methode geschaffen. Diese bezieht vor allem die schwierigen Zielgruppen der Arbeitssuchenden (wie Ältere, Frauen, Langzeitarbeitslose) ein und entspricht den Wünschen und Bedarfen der Unternehmen in der Region Hochfranken.
Es gibt keine vorgefertigten Lehrgänge, sondern nur anerkannte Schulungsmodule, die einzeln oder in Kombination als Lehrgänge stattfinden. Der Inhalt der einzelnen Lehrgänge ergibt sich aus dem Fachkräftebedarf der Unternehmen und dem daraus abgeleiteten persönlichen Schulungsbedarf der Teilnehmenden. Ziel ist eine Praxisnähe und eine ständig zunehmende betriebliche Bindung. Hierzu trägt die gemeinsame Qualifizierung im bfz Hof und im Betrieb (Spezialkenntnisse/-fertigkeiten) bei. Durch diese starke Vernetzung von bfz Hof und den regionalen Unternehmen wird die Integration der Teilnehmer in den ersten Arbeitsmarkt nachhaltig verbessert.