Auf dieser Seite
Transnationale und interregionale Kooperation
Transnationale Ansätze können im Rahmen aller Prioritätsachsen des ESF-Programms umgesetzt werden.
| Themen | Mögliche Unterthemen |
|---|---|
| Anpassungsfähigkeit | Lebenslanges Lernen, Unternehmergeist, Vernetzung, von insbesondere KMU |
| Verbesserung des Humankapitals | Jugendausbildung, Austausch, Internationalisierung der Berufsausbildung, Transfer von Forschungsergebnissen in Unternehmenssektor |
| Verbesserung des Zugangs zu Beschäftigung und der sozialen Eingliederung | Integration von Benachteiligten, Älteren, Behinderten und Migranten in den Arbeitsmarkt, Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit |
| Innovation | |
| Gender Mainstreaming | Chancengerechtigkeit |
| Capacity Building, Erfahrungsaustausch | ESF-Programm- und Projektmanagement |
Für transnationale Kooperation kommen alle Themen der Prioritätsachsen des Programms in Frage. Hierbei ist insbesondere auf gegenseitiges Lernen der Teilnehmer, den Erfahrungsaustausch und die Bedeutung der Themen im europäischen Zusammenhang abzustellen. Die Themen werden im Laufe der mehrjährigen Förderperiode der Entwicklung und der Aktualität angepasst.
Chancengerechtigkeit und Gender Mainstreaming
Das Programm zielt darauf, die tatsächliche Durchsetzung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern in allen Bereichen zu fördern. Bestehende Ungleichheiten zwischen Frauen und Männern sollen stärker wahrgenommen und beseitigt werden. Bereits bei der Planung und bei der Durchführung von Projekten und Maßnahmen sind deren Auswirkungen auf Frauen und Männer genau und systematisch zu untersuchen.
In der Anwendung des operationellen Programms ist vorgesehen, Gender Mainstreaming sowohl auf Programm- - in allen Prioritätsachsen A bis C - wie auf Projektebene zu berücksichtigen. In der Programmumsetzung geschieht dies dadurch, dass die Maßnahmen Frauen wie Männern gleich offen stehen und deren Belange bei der Auswahl, Gestaltung und Durchführung der Projekte ausgewogen berücksichtigt werden.
Nachhaltige Entwicklung
Der ESF leistet seinen Beitrag zur Nachhaltigen Entwicklung in der Verknüpfung von Beschäftigung mit der Erhaltung der natürlichen Lebensgrundlagen und der Vermittlung umweltrelevanter Qualifikationen im Arbeitsleben. Umweltziele werden bei der Durchführung durchgängig auf allen Programmebenen beachtet. Die Umsetzung erfolgt zum Beispiel durch den Erwerb von umweltrelevanten Qualifikationen (wie z. B. Qualifikation zum Energieberater), für Anwendungen in umweltrelevanten Bereichen oder durch die Unterstützung der Humanressourcen, die im Umweltsektor tätig sind. Die Nachhaltigkeitsstrategie wird zudem durch die Ausweisung einer speziellen Finanzlinie für direkten Naturschutz in der Prioritätsachse B verknüpft.
Regionale Potenziale
Es sollen zudem regionalpolitische Anliegen des Arbeitsmarkts der Grenzregionen berücksichtigt werden. Das ist die erste Landkreisreihe entlang der bayerischen-tschechischen Grenze bis einschließlich Landkreis Freyung-Grafenau. Dort stehen der Erhalt von Arbeitsplätzen, die Verbesserung der Qualifikation und die Reintegration von Arbeitslosen und Langzeitarbeitslosen in den ersten Arbeitsmarkt aufgrund der im Landesvergleich hohen Arbeitslosenquoten im Vordergrund.
Die Projekte sollen zum Abbau regionaler Disparitäten auf dem Arbeitsmarkt und zum Ausbau spezifischer regionaler Potenziale durch nachhaltige Regionalentwicklung beitragen. Gemeint sind Beschäftigungs- und Qualifizierungsmaßnahmen, die unmittelbar öffentlichen Zwecken zu Gute kommen und zu einem regionalen Mehrwert in Bereichen der lokalen, regionalen Infrastruktur, sozialen, ökologischen oder kulturellen Bereichen führen.