In Abstimmung mit ihren jeweiligen Hebammen - Landesverbänden haben sich die Länder Bayern und Rheinland-Pfalz dafür eingesetzt, den Regelzeitraum für die insgesamt 26 Leistungseinheiten bei der Hebammennachsorge von derzeit acht Wochen auf insgesamt sechs Monate zu erweitern. Beiden Ländern ist es gelungen, ihre AOKs für einen Modellversuch zu gewinnen, um die Wirkungen einer zeitlichen Ausweitung der Hebammenhilfe über die 8. Woche hinaus auszuloten. In beiden Ländern wurden Hebammen zur freiwilligen Mitarbeit an dem Projekt beworben. Das Modellprojekt wird in Bayern in den Regierungsbezirken Unter- und Mittelfranken und im gesamten Bundesland Rheinland-Pfalz durchgeführt.
Die zeitliche Ausweitung der Wochenbettbetreuung durch Hebammen dient der Förderung der Gesundheit der jungen Mütter und ihrer Kinder, um die gedeihliche Entwicklung des Säuglings über einen längeren Zeitraum zu begleiten und die Mütter vor Überforderung zu schützen. Die wissenschaftliche Evaluierung des Projekts erfolgt durch die Universitäten Osnabrück und Marburg.
Weitere Informationen
Auf der Homepage zur Ausweitung der Hebammenbetreuung
Universität Osnabrück
Professor Dr. Beate Schücking & Melita Grieshop
Albrechtstr. 28, 49076 Osnabrück
beate.schuecking@uos.de
mgriesho@uni-osnabrueck.de
Professor Dr. Bernd Röhrle & Dr. Hanna Christiansen
Gutenbergstraße 18, 35032 Marburg
heimburger-roehrle@t-online.de
christih@staff.uni-marburg.de