Springe direkt zu: Inhalt Hauptmenü

Anwendungen in der Medizin

Röntgenaufnahme  

2 Fotos: Röntgenaufnahme eines menschlichen Gelenks, Röntgengerät in einer PraxisIn der Medizin gibt es neben der "klassischen Röntgenaufnahme" zur Diagnose von z. B. Knochenbrüchen inzwischen zahlreiche Aufnahmetechniken, die nach Injektion eines iod- oder bariumhaltigen Kontrastmittels die Darstellung verschiedenster Organe wie beispielsweise der Nieren und Harnwege oder der Speiseröhre ermöglichen.

Bei der Röntgenaufnahme werden Röntgenstrahlen für die sehr kurze Zeit von einigen Millisekunden auf den zu untersuchenden Körperteil des Patienten gerichtet und die den Körper durchdringende und durch verschiedenes Gewebe unterschiedlich abgeschwächte Strahlung mit einem Film-Folien-System oder einem digitalen Speichermedium sichtbar gemacht. Die Mehrzahl der Untersuchungsverfahren ist dabei mit einer relativ niedrigen Strahlenexposition verbunden. Teilweise kommen spezielle Röntgengeräte zum Einsatz, so bei der Mammographie, bei der die weibliche Brust bei niedriger Röhrenspannung und einem besonders hochauflösenden Film aufgenommen wird.

 

nach oben

Röntgendurchleuchtung  

2 Fotos: Röntgenbild von Blutgefäßen, Durchchleuchtgerät in einer KlinikMit einer Röntgendurchleuchtung können Bewegungsvorgänge untersucht oder sich überlagernde Strukturen genauer beurteilt werden. Dabei durchdringt schwache Röntgenstrahlung den Körper des Patienten und erzeugt ein Bild, das mittels elektronischem Bildverstärker auf einen Fernsehmonitor übertragen und dort betrachtet wird.

Anwendungsbeispiel ist die interventionelle Radiologie, die Heilmaßnahmen unter Durchleuchtungskontrolle ermöglicht, oder die Digitale-Subtraktions-Angiografie (DSA) zur Darstellung von Blutgefäßen wie Arterien oder Schlagadern. Verwendet werden auch hier Kontrastmittel. Röntgenbilder in sequenziellen Stadien ermöglichen dabei die Entdeckung verschiedenster Gefäßerkrankungen.

 

nach oben

Computertomographie (CT) 

Bei der Computertomographie (CT), welche u. a. im Fall von Kopfverletzungen zur Anwendung kommen kann, entstehen mittels Röntgenstrahlen und Computer zahlreiche Schicht- oder Querschnittsbilder, die eine Betrachtung eines Organs in verschiedenen Ebenen auf dem Monitor zulassen. Auch bei CT-Untersuchungen kommen dabei zur besseren Darstellbarkeit häufig Kontrastmittel zum Einsatz. Auch wenn CT-Untersuchungen dosisintensiv sind, da mit der Zahl der dargestellten Schichten i. d. R. die Dosis steigt, so bieten sie bei strenger klinischer Indikationsstellung eine große diagnostische Aussagekraft.

 

nach oben

Statistik  

In Deutschland verzeichnet die Anzahl der Röntgenuntersuchungen pro Kopf in den letzten Jahren eine leicht abnehmende Tendenz und wurde für 2005 mit 1,6 Untersuchungen pro Einwohner ermittelt. Die Häufigkeit der verschiedenen Untersuchungsverfahren variiert dabei nur wenig. Gut ein Drittel der Gesamtzahl der Röntgenuntersuchungen entfällt auf die zahnmedizinische Röntgendiagnostik.

Teilweise werden inzwischen konventionelle Untersuchungen mit Röntgenstrahlen durch Untersuchungsarten ohne die Anwendung von ionisierender Strahlung wie Ultraschall, Endoskopie oder Magnetresonanztomographie ersetzt. Die Anzahl der CT-Untersuchungen nimmt hingegen zu. Neben der Betrachtung der Häufigkeit der einzelnen Untersuchungsarten lohnt sich aber auch ein Blick auf ihren jeweiligen Anteil an der kollektiven effektiven Dosis. Die nachfolgenden Grafiken zeigen die prozentuale Anzahl der Röntgenuntersuchungen bezogen auf die Untersuchungsarten (im Jahr 2005). Die exakten Zahlenwerte sind in nachfolgender Tabelle aufgeführt.

Häufigkeit
Diagramm Häufigkeit: Angiographie / Intervention = 2%, CT = 7%, Mammographie (einseitig) = 4%, Skelett = 34%, Sonstiges = 0,7%, Thorax = 13%, Verdauungs-, Urogenital- u. Gallentrakt = 3%, Zahnmedizin = 36%

Kollektive effektive Dosis
Diagramm Kollektive effektive Dosis: Angiographie / Intervention = 20%, CT = 56%, Mammographie (einseitig) = 1%, Skelett = 9%, Sonstiges = 1%, Thorax = 4%, Verdauungs-, Urogenital- u. Gallentrakt = 9%, Zahnmedizin = 0,2%

Quelle: Parlamentsbericht 2007 zu Umweltradioaktivität und Strahlenbelastung

Verschiedene Untersuchungsarten Anteil der verschiedenen Untersuchungsarten an der Gesamthäufigkeit
in Prozent
Anteil an der effektiven Kollektivdosis
in Prozent
Zahnmedizin 36 0,2
Thorax 13 4
Skelett 34 9
Verdauungs-, Urogenital- und Gallentrakt 3 9
Mammographie (einseitig) 4 1
Angiographie / Intervention 2 20
Computertomographie (CT) 7 56
Sonstiges 0,7 1

Prozentualer Anteil der verschiedenen Untersuchungsarten an der Gesamthäufigkeit und an der kollektiven effektiven Dosis in Deutschland für das Jahr 2005 (Quelle: Parlamentsbericht 2007 Umweltradioaktivität und Strahlenbelastung, BMU)

Die Bereiche der mittleren Werte der effektiven Dosis für häufige Röntgenuntersuchungen am Standardpatienten sind in nachfolgender Tabelle dargestellt.

Untersuchungsart Effektive Dosis E [mSv]
Untersuchungen mit Röntgenaufnahmen
Zahnaufnahme < 0,01
Extremitäten (Gliedmaßen) < 0,01 bis 0,1
Schädelaufnahme 0,03 bis 0,1
Halswirbelsäule in 2 Ebenen 0,1 bis 0,3
Brustkorb (Thorax), 1 Aufnahme 0,02 bis 0,08
Mammographie beidseits in je 2 Ebenen 0,2 bis 0,6
Brustwirbelsäule in 2 Ebenen 0,5 bis 0,8
Lendenwirbelsäule in 2 Ebenen 0,8 bis 1,8
Beckenübersicht 0,5 bis 1,0
Bauchraum (Abdomenübersicht) 0,6 bis 1,2
Röntgenuntersuchungen mit Aufnahmen und Durchleuchtung
Magen 6 bis 12
Darm (Dünndarm bzw. Kolonkontrasteinlauf) 10 bis 18
Galle 1 bis 8
Harntrakt 2 bis 5
Bein-Becken-Phlebographie 0,5 bis 2
Arteriographie und Interventionen 10 bis 30
CT¹-Untersuchungen
Kopf 2 bis 4
Wirbelsäule 2 bis 11
Brustkorb 6 bis 10
Bauchraum 10 bis 25

1) typische CT (Computertomographie)-Untersuchung, ggf. nativ und nach Kontrastmittelgabe (Quelle: Parlamentsbericht 2007 Umweltradioaktivität und Strahlenbelastung, BMU)

 

nach oben

Behandlung  

In den meisten Fällen dienen Röntgenstrahlen zur Untersuchung, aber sie werden auch zur Behandlung eingesetzt. Bei der Röntgenbehandlung muss - zusätzlich zu den angegebenen Vorgaben der Röntgenverordnung zur Untersuchung mit Röntgenstrahlen - ein Arzt mit der erforderlichen Fachkunde und z. T. ein Medizinphysik-Experte einen auf den Patienten bezogenen Bestrahlungsplan einschließlich detaillierter Bestrahlungsbedingungen festlegen und überprüfen sowie ein Bestrahlungsprotokoll erstellen.

 

nach oben

Medizinische Forschung

Erfolgt die Anwendung von Röntgenstrahlung zum Zweck der medizinischen Forschung, bestehen gegenüber dem Probanden zusätzlich besondere Schutz-, Aufklärungs- und Aufzeichnungspflichten. Bestimmte Personengruppen (Schwangere, u. U. frühere Probanden und Patienten, bei denen Röntgenstrahlung zu Behandlungszwecken angewendet worden ist, sowie Personen, die gewisse Altersgrenzen unter- oder überschreiten) unterliegen einem Anwendungsverbot oder einer Anwendungsbeschränkung; an ihnen darf Röntgenstrahlung in der medizinischen Forschung nicht oder nur unter gewissen Einschränkungen oder Voraussetzungen angewendet werden.

nach oben

Zusätzliche Informationen

Zukunftsministerium - Die Broschüre

Broschuere Deckblatt

Weitere Informationen zum Bayerischen Zukunftsministerium

Broschüre herunterladen (PDF, 5,22 MB)

Das Zukunftsministerium auf Ihrem Handy

Stmas App Banner

Testen Sie selbst: Wie gut kennen Sie sich mit den Zukunftsthemen unserer Gesellschaft aus?

Mehr Informationen

audit berufundfamilie

Berufundfamilie Logo

Zertifikat zur Vereinbarkeit von Job und Familie

Mehr Informationen

Kontakt zu den Bayerischen Gewerbe­aufsichtsämtern

Finden Sie Ihr zuständiges Ge­wer­be­auf­sichts­amt.

Bayerische Gewerbeaufsicht

Neue Gefahren­kennzeichen

Schutzschild

Wanderausstellung Schutzschild

Die Bayerische Gewerbeaufsicht

Deckblatt Broschüre

Faltblatt im Broschüren­portal, DIN lang, 8 Seiten, Stand Juli 2010

Broschürenportal

Europäische Agentur für Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz

Logo Osha

Seite der OSHA