
Ein Thema wird verdrängt
Wer von uns vermutet, dass etwa jede vierte Frau in ihrem Erwachsenenleben mindestens einmal körperliche und/oder sexuelle Übergriffe durch einen Beziehungspartner erlebt? Häusliche Gewalt kommt tatsächlich quer durch alle Bevölkerungsschichten und viel häufiger vor, als wir glauben. Vertuschung, falsche Scham, Wegsehen und Verharmlosung sind nur einige Gründe, die das Verdrängen dieses heiklen Themas begünstigen.
Die Mauer des Schweigens durchbrechen ...
Mit der Ausstellung „Blick dahinter – Häusliche Gewalt gegen Frauen“ möchten wir die Mauer des Schweigens durchbrechen, die Besucher für das Thema sensibilisieren und Mut machen. All denen, die selbst von Gewalt betroffen sind und all jenen, die durch ihr Eingreifen wichtige Hilfe leisten können. Oft mag es schwer erscheinen, den entlarvenden Blick hinter die Kulissen der heilen Familienwelt zu werfen, doch Wegsehen ist die schlechteste aller Möglichkeiten.
... und möglichst frühzeitig eingreifen
Deshalb ist es sowohl der Ausstellung ein besonderes Anliegen viele Informationen über regionale Hilfsangebote und die rechtliche Situation zu bieten. Denn wer Unterstützungsangebote kennt, wird viel eher aktiv. Und wie wichtig es ist, bei häuslicher Gewalt möglichst frühzeitig einzugreifen, zeigt der „Blick dahinter“ sehr eindrücklich.
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