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Renten
Noch immer sind die Altersrenten von Frauen durchschnittliche erheblich niedriger als die von Männern. Die Ursachen dafür sind insbesondere Folgende:
- Frauen unterbrechen aus familiären Gründen häufiger ihre Erwerbstätigkeit für längere Zeit oder geben diese - wegen der Kinderbetreuung oder zur Pflege von Angehörigen - ganz auf.
- Obwohl Frauen inzwischen mindestens ebenso qualifiziert sind wie Männer, erhalten vollzeitbeschäftigte Frauen für eine vergleichbare Tätigkeit im Durchschnitt immer noch rund ein Viertel niedrigeres Gehalt als vollzeitbeschäftigte Männer.
- Sie nehmen öfter - aufgrund familiärer Verpflichtungen - eine Teilzeitbeschäftigung an.
"Schluss mit dem Unsinn"
Das Bayerische Sozialministerium startete 2008 die Kampagne "Schluss mit dem Unsinn" mit dem Ziel, das Problem der Gehaltsdifferenz zwischen Frauen und Männern bekannt zu machen, die Öffentlichkeit und Verantwortliche zu sensibilisieren und positive Maßnahme-Beispiele zu verbreiten.
Situation in Bayern
Eine Beschreibung der gesamten Situation der sozialen Sicherung von Frauen in Bayern erhalten Sie unter "Frauenpolitik" .
Die Gleichstellungs- und Frauenministerinnenkonferenz (GFMK) hat sich 2005 schwerpunktmäßig mit dem Thema "soziale Sicherung" befasst.
Gesundheit
Unterschiede zwischen Frauen und Männern im Bereich Gesundheit
äußern sich beispielsweise durch:
- frauen- beziehungsweseise männerspezifische Gesundheitsprobleme
- verschiedene Symptome bei gleicher Krankheit
- unterschiedliche Reaktionen auf gleiche Medikamente
Auch im Bereich Gesundheit ist deshalb eine geschlechtersensible Sichtweise erforderlich.
Ziele
Die Ziele einer geschlechtersensiblen Sichtweise im Bereich Gesundheit sind:
- Eine breite, nach Geschlechtern differenzierende medizinische Forschung, denn die Medizinforschung bedient sich bislang fast ausschließlich männlicher Probanden.
- Eine verlässliche Gesundheitsberichterstattung als Basis für gesundheitspolitische Strategien.
- Eine bedürfnisgerechte, geschlechtsspezifische Gesundheitsversorgung und Prävention. Diese beinhaltet die Sensibilisierung der Ärzte hinsichtlich Diagnostik (Symptome) und Therapie, sowie die Prävention in Bezug auf eine Änderung des Lebensstils, um Risikofaktoren (z. B. Bluthochdruck, Übergewicht, Rauchen, Diabetes und Stress) zu vermeiden.
"Gesund.Leben.Bayern."
Die Gesundheitsinitiative des Staatsministeriums für Umwelt und Gesundheit steht unter dem Motto: "Gesund.Leben.Bayern." Sie will Vorsorge (Prävention) und Gesundheitsförderung noch effektiver als bisher gestalten und in den Mittelpunkt der Aktion stellen.
Pflege von Angehörigen
Frauen als Pflegende
Wer im Falle einer Pflegebedürftigkeit seine Angehörigen versorgt (in der Regel sind es Frauen), übernimmt diese Aufgabe nicht nur Wochen und Monate sondern oft über Jahre hinweg rund um die Uhr. Durch diese lang andauernde Pflege sind sie häufig körperlich und seelisch erschöpft, gesundheitlich gefährdet und - auf Grund des hohen Zeitaufwands für die Pflege - sozial isoliert.
Unterstützende Angebote
Neben der finanziellen Anerkennung ihrer Tätigkeit durch die Pflegeversicherung gibt es Beratungs- und Hilfsangebote für pflegende Angehörige, um sie bei ihrer Aufgabe zu unterstützen.
"ganz jung. ganz alt. ganz ohr."
Das Projekt "ganz jung. ganz alt. ganz ohr." des Bayerischen Sozialministeriums schlägt eine Brücke zwischen jung und alt. Wir wollen Ohren öffnen für die Wünsche und Bedürfnisse von alten, pflegebedürftigen Menschen und dazu motivieren, auf alte Menschen zuzugehen - mit einem starken, ungewöhnlichen Projekt.