Die Begleitung und Betreuung Schwerstkranker und Sterbender ist eine der schwersten ehrenamtlichen Aufgaben. Den ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern, die ihre Freizeit opfern für diesen Dienst am Nächsten, gilt unser Respekt, unsere Hochachtung und Anerkennung.
Sterben zu Hause
Rund 90 Prozent der Menschen wünschen sich, ihren Lebensweg in der vertrauten häuslichen Umgebung beenden zu können. Ziel muss es daher sein, den Menschen am Lebensende ein Sterben im vertrauten "zu Hause" auch zu ermöglichen.
In der schweren Zeit des Sterbens stehen die geschulten ehrenamtlichen Hospizhelferinnen und -helfer aus den Hospizvereinen den Kranken und ihren Familien bei, sie entlasten, kümmern sich und helfen, sie organisieren und unterstützen. Und manchmal sind sie einfach nur da, hören zu oder halten die Hand. Die Hospizvereine kennen sich auch in ihrer Region bestens aus und arbeiten eng mit Pflegediensten, Ärzten und Seelsorgern zusammen. Viele verfügen sogar selbst über hauptamtliche Fachkräfte.
Verdienst der Hospizbewegung
Die Hospizbewegung hat es geschafft, innerhalb von wenigen Jahren knapp 6.000 ehrenamtliche Hospizhelferinnen und Helfer zu gewinnen, 15.000 Mitglieder zu mobilisieren und 140 Hospizvereine und Initiativen zu gründen. Letztlich hat auch die Hospizbewegung dazu beigetragen, dass wir heute in Bayern über 13 stationäre Hospize mit 132 Plätzen verfügen.
Förderung einer Fachkraft
Ambulante Hospizdienste haben die Möglichkeit, die Förderung einer Fachkraft bei der Krankenkasse nach § 39a Abs. 2 SGB V zu beantragen. Aufgabe des geförderten ambulanten Hospizdienstes ist es, dass er palliativ-pflegerische Beratung durch entsprechend ausgebildete Fachkräfte erbringt und die Gewinnung, Schulung, Koordination und Unterstützung der ehrenamtlich tätigen Personen, die für die Sterbebegleitung zur Verfügung stehen, sicherstellt. Auskünfte erteilt das Bayerische Hospiz- und Palliativbündnis, die Spitzenverbände der freien Wohlfahrtspflege und die AOK Bayern.