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- Podiumsdiskussion mit Herrn Staatssekretär Markus Sackmann, der Schauspielerin Uschi Glas, Frau Dr. Birgit Weihrauch und Herrn Dr. Erich Rösch, Geschäftsführer des Bayerischen Hospiz- und Palliativverbandes
„Die Hospizbewegung ist eine Idee aus der Gesellschaft für die Gesellschaft“
„Hospizarbeit wird in Bayern in hohem Maße durch ehrenamtliches Engagement geleistet. Daher ist es eines unserer Hauptziele, noch mehr Bürgerinnen und Bürger für diese ganz besondere ehrenamtliche Aufgabe zu gewinnen. Deshalb schafft Bayern unterstützende Rahmenbedingungen, um eine flächen- und bedarfsdeckende sowie leistungsfähige Hospiz- und Palliativversorgung auf hohem Niveau sicherzustellen“ so Staatssekretär Sackmann in seinem Grußwort. Der gemeinsame Expertenkreis Palliativmedizin und Hospizarbeit von Sozial- und Gesundheitsministerium hat ein bundesweit einmaliges Rahmenkonzept zur Hospiz- und Palliativarbeit erarbeitet.
Das Ehrenamt in der Hospizbewegung im europäischen Vergleich wurde in seiner großen Vielfalt aus Anlass des Europäischen Jahres der Freiwilligentätigkeit 2011 beim Fachtag am 21. November 2011 in der Hanns-Seidel-Stiftung in München beleuchtet. Zahlreiche Engagierte aus ganz Bayern waren der Einladung des Bayerischen Sozialministeriums in Kooperation mit dem Bayerischen Hospizv- und Palliativverband und der Hanns-Seidel-Stiftung gefolgt. Frau Dr. Birgit Weihrauch, 1. Vorsitzende des Deutschen Hospiz- und Palliativverbandes e.V., stellte die Bedeutung der Hospizbewegung in Deutschland von den Anfängen bis zu künftigen Entwicklungen im europäischen Vergleich sehr anschaulich dar.
Herr Prof. Dr. Dr. Reimer Gronemeyer von der Justus-Liebig-Universität Gießen berichtete über seine Forschungstätigkeiten im Bereich Hospiz. Er hinterfragte die Entwicklungen im Bereich Palliativ und Hospiz mit den daraus folgenden Veränderungen in unserer Gesellschaft. Für ihn ist die ehrenamtliche Hospizarbeit „die Seele in der Hospizbewegung“.
Gespannt wurde den Ausführungen von Christof Eisl, dem Bildungsbeauftragten des Dachverbandes Hospiz, über die Entwicklungen in Österreich gefolgt, sowie Frau Flurina Naef vom Bundesamt für Gesundheit aus Bern, die über unterschiedliche Entwicklungen der Hospizarbeit in den über 20 Kantonen der Schweiz berichtete.
Frau Dr. Ruthmarijke Smeding, die Mitautorin der Charta zur Betreuung schwerstkranker und sterbender Menschen, erläuterte sehr engagiert die Schwierigkeiten im Rahmen des Projektes OPCARE 9 eine gemeinsame Sprache und Begrifflichkeit zur Sterbebegleitung zu finden. Jedes Land und jede Kultur hat ihre eigene Tradition im Umgang mit Sterbenden, die es zu berücksichtigen gilt. Klar wurde, die bayerische Hospizarbeit ist im internationalen Vergleich sehr gut aufgestellt. Mit dem Rahmenkonzept zur Hospiz- und Palliativversorgung ist Bayern einen wichtigen Schritt gegangen.
Bei der sich anschließenden Podiumsdiskussion mit Herrn Staatssekretär Markus Sackmann, der Schauspielerin Uschi Glas, Frau Dr. Birgit Weihrauch und Herrn Dr. Erich Rösch, Geschäftsführer des Bayerischen Hospiz- und Palliativverbandes, entwickelte sich eine lebhafte Diskussion. Zwei wesentliche Gesichtspunkte wurden deutlich: Professionelle Strukturen sind keine Lösungen, weil sie auf Dauer nicht bezahlbar sind und ehrenamtlich Engagierte sind die „nicht-professionellen Experten“ in der Hospizbewegung.