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Bayern gehört mit dem Bayerischen Kinderbildungs- und –betreuungsgesetz (BayKiBiG) und dem Bayerischen Bildungs- und Erziehungsplan für Kinder in Tageseinrichtungen bis zur Einschulung (BEP) bundesweit zu den Vorreitern der Qualitäts- und Bildungsoffensive im Bereich Kindertageseinrichtungen. Der BEP gibt pädagogischen Fachkräften einen klaren Bezugsrahmen für die Arbeit in Kindertageseinrichtungen, für die Vernetzung der unterschiedlichen Lernorte sowie Institutionen und die Entwicklung einer Bildungs- und Erziehungspartnerschaft mit den Eltern. Allerdings können langfristige Effekte nur durch die förderliche Umsetzung des BEP in den Kindertageseinrichtungen erzielt werden. Diese ist in erheblichem Maße vom Verständnis der bildungstheoretischen Position des Plans und seiner Grundsätze sowie von hohen pädagogisch-didaktischen Kompetenzen des pädagogischen Fachpersonals abhängig.
Die weiterführende Qualifizierung der pädagogischen Fachkräfte zur Umsetzung des BEP unterstützt der Freistaat Bayern durch die Förderung von Regelfortbildungen und Fortbildungskampagnen. Der Freistaat Bayern gewährt Förderungen für Fortbildungsmaßnahmen für das pädagogische Personal in Tageseinrichtungen für Kinder nach Maßgabe der entsprechenden Richtlinien. Hierfür hält der Freistaat Bayern jährlich insgesamt rund 1,7 Millionen Euro bereit.
Regelfortbildung
Eine Förderung im Rahmen der Regelfortbildung können die Spitzenverbände der freien Wohlfahrtspflege und die Bayerische Verwaltungsschule als Anbieter der öffentlichen Wohlfahrtspflege beantragen. Anspruchsberechtigt sind darüber hinaus Fortbildungsträger, die ein vergleichbares Fortbildungsangebot wie die genannten Antragsberechtigten nachweisen. Ein wesentliches Mittel der Qualitätssicherung ist u.a. eine dauerhafte Beteiligung und Zusammenarbeit im Forum Fortbildung am IFP.
Alle staatlich geförderten Fortbildungen in Bayern, die sich an pädagogische Fachkräfte in Kindertageseinrichtungen wenden, sind in der trägerübergreifenden Fortbildungsdatenbank zu finden.
Fortbildungskampagnen
In Kooperation mit Kreisverwaltungsbehörden und den freigemeinnützigen Fortbildungsträgern bietet das Bayerische Familienministerium (StMAS) landesweite Qualifizierungsmaßnahmen für pädagogische Fachkräfte zur Umsetzung des Plans. Die inhaltliche Gestaltung der Fortbildungsveranstaltungen zu den Kampagnen erfolgt gemeinschaftlich durch das StMAS und die Fortbildungsträger. Die Veranstaltungen sind für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer kostenlos.
Aktuelle Kampagnen
Kampagne "Dialog Bildung"
Die vierjährige (2008 - 2011) Fortbildungsinitiative "Dialog Bildung" knüpft inhaltlich an die landesweite Fortbildungskampagne "Startchance Bildung" für Leiterinnen und Leiter von Tageseinrichtungen für Kinder bis zur Einschulung an, die von 2004 - 2006 durchgeführt wurde. Zielgruppe der Kampagne „Dialog Bildung“ sind Einrichtungsteams. Die Inhouseschulungen bieten den Teams die Möglichkeit, sich vertiefend mit zentralen Aspekten des Bayerischen Bildungs- und Erziehungsplans auseinanderzusetzen und tragen dazu bei, die Grundprinzipien und Ziele des Plans in der Praxis nachhaltig zu verankern.
Weitere Informationen zur Kampagne "Dialog Bildung"
Kampagne "Vorkurs Deutsch 240"
Vorkurse leisten einen wichtigen Beitrag, dass Kinder mit nichtdeutscher Muttersprache in die Regelklasse eingeschult werden können und von Anfang an dem Unterricht in deutscher Sprache folgen können. Um die Durchführung der Vorkurse „Deutsch 240“ effektiv gestalten zu können führt das Bayerische Staatsministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familie und Frauen gemeinsam mit dem Bayerischen Staatsministerium für Unterricht und Kultus die Fortbildungskampagne für Referententandems - bestehend aus einer Referentin für die Kindertageseinrichtungsseite und einer Referentin für die Schulseite – durch.
Weitere Informationen zur Fortbildungskampagne "Vorkurs Deutsch 240"
„Quaka" –Qualifizierungskampagne für Fachkräfte in Kindertageseinrichtungen mit Kindern unter drei Jahren
„Quaka III Folgeprojekt 2012/2013“
Die Qualifizierungskampagne für Fachkräfte in Kindertageseinrichtungen mit Kindern unter 3 Jahren soll zu einer höheren Qualität der Bildungs- und Betreuungsarbeit in den bayerischen Kinderkrippen und altersgeöffneten Einrichtungen beitragen. Die große Nachfrage und der Erfolg der Quaka I in den Jahren 2008/2009 und der Quaka II in 2010/2011 zeigt die Wichtigkeit dieser Qualifizierungsinitiative. Das Bayerische Staatsministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familie und Frauen stellt deshalb erneut Mittel zur Weiterführung der Qualifizierungskampagne zur Verfügung und konnte in konsequenter Fortführung der erfolgreichen Zusammenarbeit das Pädagogische Institut der Landeshauptstadt München wieder als Vertragspartner gewinnen.
Weitere Informationen zur Kampagne "Quaka"
Projekt "Sprachberatung in Kindertageseinrichtungen"
Das Projekt "Sprachberatung in Kindertageseinrichtungen“ ist ein Beratungs- und Fortbildungsangebot für das pädagogische Team einer Einrichtung. Es unterstützt das pädagogische Personal dabei, die Qualität ihrer Bildungspraxis im Bereich "Sprache und Literacy" als durchgängiges Prinzip anhand neuester wissenschaftlicher Erkenntnisse und im Sinne der Grundprinzipien des Bayerischen Bildungs- und Erziehungsplans weiterzuentwickeln.
Weitere Informationen zum Projekt "Sprachberatung in Kindertageseinrichtungen"
Abgeschlossene Kampagnen
„Startchance Bildung“
Die dreijährige (2004-2006) Fortbildungskampagne zum Bayerischen Bildungs- und Erziehungsplan war die erste der landesweiten Qualifizierungsmaßnahmen für pädagogische Fachkräfte zur Umsetzung des Plans. Erreicht wurden fast 6.660 von rund 7.000 Leiterinnen und Leiter von bayerischen Kindertageseinrichtungen (Kinderkrippen, Kindergärten, Netz für Kinder- Einrichtungen, Häuser für Kinder).
Weitere Informationen zur Kampagne "Startchance Bildung"
Kampagne "Übergang als Chance"
Die dreijährige (2006-2008) Kampagne richtete sich gleichermaßen an pädagogische Fachkräfte in Tageseinrichtungen für Kinder bis zur Einschulung und an Grundschullehrkräfte der 1./2. Jahrgangsstufe. Hauptziel der Fortbildungsveranstaltungen war es, Impulse für eine nachhaltige Kooperation der beiden Bildungssysteme Kindertageseinrichtung und Grundschule zu geben und die gegenseitige Öffnung beider Institutionen im Sinne einer gleichwertigen Partnerschaft zu stärken.