Menschen mit Behinderung wollen über ihr Leben selbst bestimmen und es selbst gestalten. Diesem Wunsch behinderter Menschen kommt bei allen Unterstützungsangeboten der Behindertenhilfe große Bedeutung zu.
Zukunft der Behindertenhilfe in Bayern
Vor diesem Hintergrund hat das Sozialministerium bereits im Jahr 2003 die Einrichtung eines „Runden Tisches – Zukunft der Behindertenhilfe in Bayern“ initiiert. Es gilt, die Weichen für die Zukunft der Behindertenhilfe richtig zu stellen. Dies kann aber nur gemeinsam mit den behinderten Menschen und mit allen in diesem Bereich Verantwortung tragenden Verbänden, Behörden und Organisationen gelingen. Neben dem Sozialministerium, der Obersten Baubehörde und den Regierungen arbeiten auch die Landesarbeitsgemeinschaft Selbsthilfe in Bayern, die Spitzenverbände der freien Wohlfahrtspflege, die Lebenshilfe, der Landesverband Bayern für körper- und mehrfachbehinderte Menschen, der Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste, die bayerischen Bezirke und die Pflegekassen sowie die Behindertenbeauftragte der bayerischen Staatsregierung am Runden Tisch mit.
Eckpunkte zur Umsetzung dezentraler Wohnstrukturen
Das Gremium hat „Eckpunkte zur Umsetzung dezentraler Wohnstrukturen für Menschen mit körperlicher Behinderung, Sinnesbehinderung und/ oder geistiger Behinderung unter dem Aspekt der Inklusion“ erarbeitet. Diese Eckpunkte gilt es in den kommenden Jahren gemeinsam umzusetzen und weiterzuentwickeln. Zur Fortentwicklung der Eckpunkte hat der Runde Tisch anlässlich seiner Sitzung am 22. Juli 2011 eine Arbeitsgruppe gebildet, die bereits im Herbst 2011 ihre Arbeit aufnehmen wird.