Die Möglichkeiten des Wohnens außerhalb von Heimen (ambulantes Wohnen) müssen ausgebaut werden. Dies zeigen auch Untersuchungen des Deutschen Vereins für öffentliche und private Fürsorge. Der Grund dafür ist, dass immer mehr Menschen mit Behinderung selbstbestimmt leben wollen und die Zahlen von Menschen mit schweren Behinderungen steigen. Dies hängt erstens mit der gegenüber früher besseren medizinischen Versorgung zusammen. Zweitens gibt es auch immer mehr ältere Menschen insbesondere mit geistiger und geistig-mehrfacher Behinderung.
Es nimmt aber auch die Zahl derjenigen behinderten Menschen zu, die so viel Betreuung brauchen, dass sie nicht ambulant versorgt werden können. Diese Menschen benötigen dann stationäre Betreuung. Im Jahr 2010 gab es nach der Erhebung des Statistischen Landesamtes in Bayern 659 Einrichtungen mit nahezu 32.000 stationären Plätzen für erwachsene Menschen mit Behinderung. So zum Beispiel für Menschen, die in einer Behindertenwerkstatt arbeiten oder für Menschen, die tagsüber in einer (Tages-) Förderstätte gehen.
Für ältere Menschen mit Behinderung, die im Heim oder außerhalb eines Heims leben, kann die Tagesbetreuung in verfügbaren Räumen der Werkstatt bzw. der Förderstätte oder in einer separaten Tagesstätte erfolgen (Orientierungshilfe zur Erstellung von Konzepten für Angebote zur Tagesbetreuung von älteren Menschen mit Behinderung).