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Internationaler Tag der Migranten am 18. Dezember

Integrationsministerin Müller: „Integration ist gesamtgesellschaftliche Aufgabe“

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In der Hochphase des Flüchtlingszustroms hat Bayern weltweit eine Visitenkarte der Humanität abgegeben. Das ganze Land hat zusammengeholfen, damit alle Ankommenden human untergebracht und versorgt werden konnten. Rund zwei Jahre später liegt der Schwerpunkt nun auf der Integration der Bleibeberechtigten. Anlässlich des Internationalen Tags der Migranten erklärte Bayerns Integrationsministerin Emilia Müller: „Bayern ist ein weltoffenes Land, in dem Integration gelingt. Hier halten die Menschen zusammen. Überall gibt es unzählige Ehrenamtliche, die sich im Asyl- und Integrationsbereich engagieren und großartige Arbeit leisten. Dafür gilt es am Internationalen Tag der Migranten erneut Danke zu sagen. Denn vom Gelingen der Integration hängt der soziale Frieden nicht nur unserer, sondern auch künftiger Generationen ab. Mit unserer bayerischen Politik des Förderns und Forderns sind wir hier auf einem guten Weg.“

Bei Integration denken die Meisten vor allem an die vielen Bleibeberechtigten, die in den letzten beiden Jahren nach Bayern gekommen sind. Bei uns leben aber auch sehr viele Menschen mit Migrationshintergrund, die schon viel länger und aus den unterschiedlichsten Gründen hier bei uns sind. Auch sie müssen wir im Blick haben. „Integration ist kein Selbstzweck. Wer unsere Sprache spricht, unsere Werte achtet und selbst für seinen Lebensunterhalt sorgt, der trägt seinen Teil zur Gemeinschaft bei. Menschen mit Migrationshintergrund leben so mit uns, nicht neben uns und nicht gegen uns“, so die Ministerin. In Bayern leben aktuell rund drei Millionen Menschen mit Migrationshintergrund.

Bayern steht beim Thema Integration gut da: Menschen mit Migrationshintergrund haben in Bayern die niedrigste Armutsgefährdungsquote, 19,1 Prozent gegenüber bundesweit 27,7 Prozent. Auch die Erwerbstätigenquote von Menschen mit Migrationshintergrund liegt mit 71,5 Prozent deutlich über dem Bundesdurchschnitt von 64,5 Prozent. „Bayern ist das Land der gelingenden Integration. Hierzu leisten alle ihren Beitrag: die Migrantinnen und Migranten selbst, die heimische Bevölkerung wie auch die bayerische Staatsregierung. Doch die Integration der Bleibeberechtigten ist kein Sprint, sondern ein Marathon. Dafür werden wir alle einen langen Atem und viel Geduld brauchen“, so Müller abschließend.