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Maßnahmen

Bund-Länder-Programm "Initiative Inklusion"

Das Bund-Länder-Programm "Initiative Inklusion" verfolgt einen ganzheitlichen Ansatz. Inhalt des neuen Programms ist die Förderung der beruflichen Orientierung von schwerbehinderten Schülerinnen und Schülern, insbesondere mit sonderpädagogischem Förderbedarf (in Bayern "Berufsorientierung Individuell") sowie die Förderung neuer Ausbildungsplätze für schwerbehinderte Jugendliche und neuer Arbeitsplätze für ältere Menschen mit Behinderung. Auch die bayerischen Kammern können vom Bund Geld zur Steigerung ihrer Inklusionskompetenz bei der Teilhabe von schwerbehinderten Menschen am Arbeitsleben erhalten. Für Bayern stehen im Rahmen der "Initiative Inklusion" insgesamt circa 15 Millionen Euro aus Mitteln des Bundesausgleichsfonds zur Verfügung.

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"Berufsorientierung Individuell"

Die Maßnahme "Berufsorientierung individuell" wurde zusammen mit dem Bayerischen Kultusministerium und der Regionaldirektion Bayern der Bundesagentur für Arbeit konzipiert, um Handlungsfeld 1 (Berufsorientierung) des Bund-Länder-Programms "Initiative Inklusion" in Bayern durchzuführen. Im Rahmen von "Berufsorientierung Individuell" werden ab 2012 schwerbehinderte Schülerinnen und Schüler aller allgemeinbildenden Schulen bei der Berufsfindung unterstützt. Die Maßnahme hat ein Gesamtvolumen von über 6 Millionen Euro aus Mitteln des Bundesausgleichsfonds und wird von bayerischer Seite aus Mitteln der Ausgleichsabgabe ergänzt.

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Jugendliche und ältere Menschen mit Behinderung

Im Rahmen der Handlungsfelder 2 und 3 der "Initiative Inklusion" sollen schwerbehinderte Jugendliche sowie ältere (d. h. über 50-jährige) schwerbehinderte Menschen in den allgemeinen Arbeitsmarkt integriert werden. Hierfür stehen Mittel in Höhe von rund 8,25 Millionen Euro aus dem Ausgleichsfonds zur Verfügung. So sollen 195 zusätzliche Ausbildungsplätze für schwerbehinderte und gleichgestellte Jugendliche und 601 zusätzliche Arbeitsplätze für ältere schwerbehinderte Menschen geschaffen werden. Die Maßnahme wird zudem durch zusätzliche bayerische Mittel aus der Ausgleichsabgabe sinnvoll ergänzt. So sollen beispielsweise die Integrationsfachdienste junge Menschen mit Handicap während der Ausbildung im Betrieb begleiten und dabei insbesondere auch die Ausbildungsbetriebe im Umgang mit schwerbehinderten Menschen beraten.

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"Chancen Schaffen"

Das erfolgreiche bayerische Sonderprogramm "Chancen Schaffen II" zur Schaffung neuer Arbeitsplätze für schwerbehinderte Menschen und zur Sicherung ihrer beruflichen Teilhabe wird in verbesserter Form als "Chancen Schaffen  III" bis 31. Dezember 2016 fortgeführt. Insgesamt werden in Bayern Mittel aus der Ausgleichsabgabe in Höhe von 15 Millionen Euro zur Verfügung gestellt für

  • die Schaffung und laufende Förderung von 130 zusätzlichen Arbeitsplätzen in Integrationsprojekten für besonders betroffene schwerbehinderte Menschen,
  • die Schaffung neuer Arbeitsplätze für schwerbehinderte - insbesondere für ältere schwerbehinderte - Menschen auf dem 1. Arbeitsmarkt und
  • die verstärkte Beteiligung der Integrationsfachdienste zur Sicherung der Teilhabe schwerbehinderter Menschen am Arbeitsleben.

Anträge auf Förderung können beim Integrationsamt Bayern gestellt werden.

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"JobErfolg - Menschen mit Behinderung am Arbeitsplatz"

Seit dem Jahr 2005 wird jeweils am Welttag der Menschen mit Behinderung, dem 3. Dezember, gemeinsam vom Bayerischen Landtag, der Behindertenbeauftragten der Bayerischen Staatsregierung und dem Sozialministerium der Preis "Job Erfolg - Menschen mit Behinderung am Arbeitsplatz" verliehen.

Mit der Auszeichnung soll öffentlichkeitswirksam das beispielhafte und herausragende Engagement von Betrieben und Dienststellen für Menschen mit Behinderung im Arbeitsleben gewürdigt werden. Arbeitgeber sollen hierdurch ermutigt und motiviert werden, Menschen mit Behinderung zu beschäftigen. Weiterhin soll auch die Leistungsfähigkeit von Menschen mit Behinderung durch öffentliche Würdigung betont werden.
Der Preis "JobErfolg" wird jeweils getrennt für Privatwirtschaft und den Öffentlichen Dienst vergeben; weiterhin kann ein Ehrenpreis vergeben werden.

Die Preisträger werden nach festgelegten Kriterien von einer Jury bestimmt, die sich aus Vertretern des Landtags, der Behindertenbeauftragten, des Sozialministeriums, der Arbeitgeber- und der Arbeitnehmervereinigungen (jeweils sowohl des öffentlichen Dienstes als auch der Privatwirtschaft) und der kommunalen Spitzenverbände zusammensetzt.

Bewerbungen für den Preis "JobErfolg" können beim Integrationsamt Bayern  eingereicht werden.

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"Werkstatt - inklusiv"

Mit dem Sonderprogramm "Werkstatt - inklusiv" zur Schaffung von neuen Außenarbeitsplätzen in Werkstätten für behinderte Menschen (WfbM) fördert das Sozialministerium im Zeitraum vom 01.03.2010 bis zum 31.12.2015 die Einrichtung von bis zu 600 neuen Einzelaußenarbeitsplätzen für schwerbehinderte Menschen bei Arbeitgebern des ersten Arbeitsmarktes.

Das Sozialministerium reicht über die zuständigen Regionalstellen des Integrationsamts Bayern Prämien in Höhe von bis zu 3.000 Euro pro Platz an Werkstätten aus, die einen neuen dauerhaften Außenarbeitsplatz auf dem ersten Arbeitsmarkt schaffen. Neue Außenarbeitsplätze bei Integrationsprojekten und anderen rechtlich oder tatsächlich zurechenbaren Wirtschaftsbetrieben desselben Trägers einer WfbM sollen für die Förderung nicht in Betracht kommen.

Für die Förderung ist ein vorheriger Antrag bei der Regionalstelle des Integrationsamts Bayern notwendig, die für die Gewährung der Leistung zuständig sind.

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"Übergang Förderschule - Beruf"

2007 wurde das Modellprojekt "Übergang Förderschule - Beruf" vom Bayerischen Staatsministerium für Arbeit und Soziales, Familie und Integration, dem Bayerischen Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst und der Regionaldirektion Bayern der Bundesagentur für Arbeit ins Leben gerufen. Ziel war es, Schülerinnen und Schülern der Förderschulen mit dem Förderschwerpunkt "geistige Entwicklung" Wege in den allgemeinen Arbeitsmarkt zu eröffnen. Das Modellprojekt wurde durch den Lehrstuhl für Sonderpädagogik und Geistigbehindertenpädagogik an der Universität Würzburg wissenschaftlich evaluiert und 2009 als Gesamtmaßnahme "Übergang Förderschule - Beruf" auf ganz Bayern ausgeweitet und mittlerweile zum dritten Mal bis August 2018 verlängert. Zielgruppe der Gesamtmaßnahme "Übergang Förderschule - Beruf" sind diejenigen Förderschülerinnen und Förderschüler, die bisher in eine Werkstatt für behinderte Menschen eingetreten wären, sich mit entsprechender Unterstützung jedoch voraussichtlich auch auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt behaupten können. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erhalten bis zu drei Jahre lang intensive individuelle Betreuung in Praktika und bei der Vorbereitung auf einen Arbeitsplatz. Beginnend in der Berufsschulstufe werden gemeinsam mit allen Beteiligten berufliche Perspektiven entwickelt; durch den Integrationsfachdienst wird die kontinuierliche Begleitung über die Schwelle Schule - Beruf sichergestellt.

Nähere Informationen zum Programm erhalten Sie beim Zentrum Bayern Familie und Soziales.

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"Langzeitarbeitslose Schwerbehinderte Schnell Eingliedern" (LASSE)

Die Situation von Langzeitarbeitslosen mit Behinderung am allgemeinen Arbeitsmarkt erfordert besondere Unterstützungsmaßnahmen. Daher haben die Regionaldirektion Bayern der Bundesagentur für Arbeit, das Bayerische Sozialministerium und das Integrationsamt beim Zentrum Bayern Familie und Soziales die gemeinsame Maßnahme „LAngzeitarbeitslose Schwerbehinderte Schnell Eingliedern“ (LASSE) ins Leben gerufen (Laufzeit: 1. Dezember 2014 bis 31. März 2017).

Ziel der Maßnahme ist der Abbau der Langzeitarbeitslosigkeit von Menschen mit Behinderung in Bayern. Dieses Ziel soll durch individuelles Coaching/Begleitung durch die bayerischen Integrationsfachdienste erreicht werden. Darüber hinaus sind praxisorientierte Erprobungsaufenthalte („Praktika“) in Betrieben Teil der Maßnahme. Bayernweit sollen jährlich 230 Teilnehmerinnen und Teilnehmer unterstützt werden.
Die Integrationsfachdienste sorgen für eine schnittstellenfreie nachhaltige Betreuung aus einer Hand. Sie sind als trägerübergreifende Dienste mit langjähriger Erfahrung besonders geeignet, die Maßnahme durchzuführen.

Nähere Informationen erhalten Sie bei den Agenturen für Arbeit sowie beim Zentrum Bayern Familie und Soziales/Integrationsamt Bayern.

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"Begleiteter Übergang Werkstatt - allgemeiner Arbeitsmarkt" (BÜWA)

In Bayern haben die Belange von Menschen mit Behinderung seit jeher einen hohen Stellenwert. In Bayern gibt es derzeit rund 34.000 Werkstattbeschäftigte. Gemäß dem Auftrag der UN-Behindertenrechtskonvention, die Inklusion von Menschen mit Behinderung voranzubringen, will das Bayerische Sozialministerium zusammen mit dem Bayerischen Bezirketag, den sieben bayerischen Bezirken, der Regionaldirektion Bayern der Bundesagentur für Arbeit sowie den Landesarbeitsgemeinschaften der Werkstätten und der Integrationsfachdienste mit dem neuen Modellprojekt „Begleiteter Übergang Werkstatt – allgemeiner Arbeitsmarkt“ (Laufzeit: Dezember 2014 bis November 2017) den Übertritt von Werkstattbeschäftigten auf den allgemeinen Arbeitsmarkt stärker unterstützen.

Ziele des bayerischen Modellvorhabens sind vor allem, mehr Menschen mit Behinderung zu motivieren, den Weg aus einer Werkstatt für behinderte Menschen auf den Arbeitsmarkt zu gehen, und mehr Arbeitgeber dazu zu bewegen, Werkstattbeschäftigte einzustellen.

Durch das Modellprojekt erhalten 345 Teilnehmer durch intensive Betreuung und Vorbereitung die Chance auf eine Beschäftigung am allgemeinen Arbeitsmarkt.

Nähere Informationen erhalten Sie bei den Agenturen für Arbeit, den bayerischen Bezirken sowie beim Zentrum Bayern Familie und Soziales/Integrationsamt Bayern.

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Weitere Informationen

über die bayerischen Maßnahmen sowie der anderen Länder zur Förderung der Inklusion von Menschen mit Behinderung ins Arbeitsleben finden Sie bei
Redahat - Talentplus.

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Zusätzliche Informationen

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Häufig gestellte Fragen von Arbeitgebern und ihren Beauftragten

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Miteinander - Zukunft Inklusion

Miteinander-zukunft-inklusion

Inklusion in Bayern: Alle sind dabei - mit und ohne Behinderung!

Broschüre (DIN lang), 12 Seiten, September 2015