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Politik für ältere Menschen mit Behinderung

Hilfe und Unterstützung auch im Alter

Menschen mit Behinderung, die über längere Zeiten ihres Lebens hinweg in Heimen lebten, eine pädagogische Begleitung oder eine Hilfe bei der Tagesgestaltung in Anspruch nehmen mussten, bedürfen auch im Alter entsprechender Angebote der Behindertenhilfe. Politisches Ziel der Bayerischen Staatsregierung ist es daher, älteren Menschen mit Behinderung diese Angebote der Behindertenhilfe auch nach ihrem Ausscheiden aus einer Werkstatt für Behinderte oder einer Förderstätte zur Verfügung zu stellen.

Verbleiben in vertrauter Umgebung

Sie sollen auch im Alter in ihrem bisherigen Wohnumfeld verbleiben können. Sie haben dort die Möglichkeit, in vertrauter Umgebung unter Beibehaltung gewachsener sozialer Beziehungen zu leben. Sie erhalten Hilfen bei der Tagesgestaltung und auch der Freizeitgestaltung, um so am Leben in der Gemeinschaft teilhaben zu können. Dies ist auch für die Erhaltung ihrer Orientierung und ihrer im Lebenslauf entwickelten Fähigkeiten und Fertigkeiten von größter Wichtigkeit. Gerade Menschen mit geistiger Behinderung bauen im Alter erfahrungsgemäß schneller ab als andere Menschen. Damit besteht die Gefahr, dass sie noch hilfebedürftiger werden, wenn keine fachlich gute und ausreichende Anregung mehr erfolgt.

Auch ältere Menschen mit Behinderung, die in Einrichtungen leben, sollen im Krankheits- oder Pflegefall von vertrauten Mitmenschen, ihren Betreuern und Mitbewohnern, unterstützt und begleitet werden können. Wie Menschen ohne Behinderung sollen sie im Krankheits- oder Pflegefall auch die gesetzlichen Leistungen der Kranken- und Pflegeversicherung in Anspruch nehmen können.
 

Vernetzung der Behindertenhilfe und der Altenhilfe

Es gibt aber auch Menschen mit Behinderung, die trotz ihrer Behinderung erst im Alter immer hilfebedürftiger werden. Es handelt sich dabei um Menschen, die in Einzelwohnungen oder Wohngemeinschaften mit entsprechender Betreuung (und nicht im Heim) wohnen, wie dies zum Beispiel häufig bei Menschen mit einer Sinnes- oder einer Körperbehinderung der Fall ist. Solche Personen sollen im Alter deshalb auch die Angebote der Altenhilfe in Anspruch nehmen können. Dies wäre ein Beispiel der Vernetzung von Alten- und Behindertenhilfe.

Eine solche Vernetzung ist generell bei allen konkreten Planungen vor Ort zur Versorgung von älteren Menschen mit und ohne Behinderung mit zu überlegen. Die örtlichen Verhältnisse, die sehr unterschiedlich sein können, spielen hierbei eine maßgebliche Rolle. Es muss allerdings sichergestellt sein, dass die spezifischen Bedürfnisse behinderter Menschen auch im Rahmen einer vernetzenden Planung bedarfsgerecht berücksichtigt werden.
 

Menschen mit geistiger bzw. geistig-mehrfacher Behinderung

Um die Versorgung alt werdender und alt gewordener Menschen mit geistiger bzw. geistig-mehrfacher Behinderung auch in Zukunft sicherzustellen, war es notwendig, den entsprechenden Bedarf zu erheben. Da die regionalen Verhältnisse und Angebote höchst unterschiedlich sind, war dieser Versorgungsbedarf regional zu ermitteln. Die entsprechenden Erhebungen wurden in allen bayerischen Regierungsbezirken vorgenommen. Auf der Basis dieser Erhebungen und fachlicher Leitlinien (siehe Eckpunkte zur Betreuung älterer Menschen mit Behinderung in Bayern) sind unter der Federführung der bayerischen Bezirke regionale Rahmenkonzepte entwickelt worden. Diese Rahmenkonzepte werden nun von den Trägern der Behindertenhilfe vor Ort durch einzelne Projekte umgesetzt. 

Angebote zur Tagesbetreuung

Auch das vom „Runden Tisch – Zukunft der Behindertenhilfe in Bayern“ erarbeitete Papier „Orientierungshilfe zur Erstellung von Konzepten für Angebote zur Tagesbetreuung von älteren Menschen mit Behinderung“ kann den Trägern dabei helfen, ein solches Vorhaben zu entwickeln. Die leistungsrechtlichen Grundlagen sind im Bayerischen Rahmenvertragswerk gemäß § 79 SGB XII vereinbart, hier unter anderem der Leistungstyp „Teilstationäre Angebote zur Tagesbetreuung für Erwachsene nach dem Erwerbsleben, Leistungstyp T-ENE“. Ansprechpartner sind die einzelnen Bezirke.
Das Sozialministerium unterstützt die Schaffung von Plätzen zur Tagesbetreuung älterer, insbesondere aus der Werkstatt für behinderte Menschen oder aus der Förderstätte ausgeschiedener Personen mit finanziellen Mitteln.

Zusätzliche Wohnplätze

Eine finanzielle Unterstützung des Freistaats wird auch für die Schaffung zusätzlicher Wohnplätze für ältere Menschen mit Behinderung gewährt, deren Eltern aufgrund hohen Alters oder zunehmender gesundheitlicher Einschränkungen die notwendige Betreuung zu Hause nicht mehr leisten können.

Zusätzliche Informationen

audit berufundfamilie

Berufundfamilie Logo

Zertifikat zur Vereinbarkeit von Job und Familie

Mehr Informationen

Inklusion in Bayern

Miteinander-Preis 2014 - Zukunft Inklusion

Miteinander-Preis 2014 - Auszeichnung für besonders gelungene Projekte der Inklusion von Menschen mit Behinderung

miteinanderpreis.de

Behindertenbeauf­tragte Bayern

Portrait Behindertenbeauftragte Irmgard Badura

behindertenbeauf­tragte.bayern.de

UN-Behinderten­rechtskonvention

Logo United Nations - UN

United Nations

Umsetzung der UN-Konvention in Bayern

Schwerpunkte der baye­risch­en Po­li­tik für Men­schen mit Be­hin­der­ung im Lich­te der UN-Be­hin­der­ten­rechtss­konvention

Der Aktionsplans zum Herunterladen

Nationaler Aktionsplan der Bundes­re­gier­ung

Logo Bundesministerium für Arbeit und Soziales

Bundeministerium für Arbeit und Soziales

Wegweiser für Menschen mit Behinderung

Logo Zentrum Bayern Familie und Soziales

zbfs.bayern.de

Miteinander - Zukunft Inklusion

Miteinander-zukunft-inklusion

Inklusion in Bayern: Alle sind dabei - mit und ohne Behinderung!

Broschüre (DIN lang), 12 Seiten, September 2015