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Presse

Mai 2008

München, 7. Mai 2008

229.08

Sprachförderung

Familienministerin Stewens: Sprache ist Schlüsselqualifikation - Sprachberaterprogramm mit 44 Millionen Euro ausgestattet - 15.155 Kinder nehmen 2007/2008 an Vorkursen Deutsch teil - Aktion Lesestart fördert Lesen im Elternhaus

"Sprache ist eine Schlüsselqualifikation. Sie ist Grundlage der Bildung und der Integration in die Gesellschaft. Durch eine facettenreiche, qualifizierte Sprachförderung möchten wir allen Kindern gute Startchancen auf ihren weiteren schulischen Weg mitgeben. Hierzu werden wir ein flächendeckendes Netz an 200 Sprachberaterinnen und Sprachberatern aufbauen. Durch deren Einsatz in Kindertageseinrichtungen bieten wir pädagogischen Fachkräften die Möglichkeit, sich selbst auf den aktuellsten Stand der Sprachförderung zu bringen und ihr einrichtungsbezogenes Sprachförderkonzept weiterzuentwickeln", erläuterte Bayerns Familienministerin Christa Stewens heute in München und ergänzte: "Bereits im kommenden Kindergartenjahr werden die ersten Sprachberater ihre Tätigkeit aufnehmen. Erfahrene Erzieher und Sozialpädagogen werden auf diese Beratungstätigkeit durch eine spezielle Fortbildung vorbereitet." Der Freistaat stellt für das Sprachberaterprogramm in den Jahren 2008 bis 2011 rund 44 Millionen Euro zur Verfügung.

Stewens: "Das Sprachberaterprojekt ist eingebettet in eine Reihe aufeinander aufbauender Maßnahmen der Sprachförderung. Die Basis bietet der Bayerische Bildungs- und Erziehungsplan. Dessen Implementierung unterstützt der Freistaat durch einen massiven Ausbau der Fortbildung, allein im Jahr 2008 mit rund 1,7 Millionen Euro. Sehr gute Erfahrungen machen wir seit mehreren Jahren mit den 'Vorkursen Deutsch'. Allein im Schuljahr 2007/2008 werden 1.878 Vorkurse für 15.155 Kinder angeboten. Damit erreichen wir flächendeckend Kinder mit Migrationshintergrund, deren Deutschkenntnisse im letzten Jahr vor der Einschulung unzureichend sind. Durch die Ausweitung der Vorkurse um weitere 80 Stunden ab dem kommenden Kindergartenjahr - auf dann 240 Stunden - werden wir den Übergang in die Grundschule weiter erleichtern." Eine differenzierte und effiziente Sprachförderung setze auch eine systematische und regelmäßige Sprachstandsdiagnose voraus. Alle Kindertageseinrichtungen seien daher mit Sprachentwicklungs- und Beobachtungsbögen ausgestattet worden.

Sprachförderung in Kindertageseinrichtungen sei umso fruchtbarer, je stärker auf das im Elternhaus Geleistete aufgebaut werden könne. "Bei etwa zwei Drittel der Eltern mit Kindern bis zu zehn Jahren spielt das Vorlesen in der Familie keine Rolle. Um hier gegenzusteuern, unterstützen wir die Aktion 'Lesestart' der Stiftung Lesen mit 350.000 Euro. Ziel dieser Aktion ist, das Vorlesen und die Sprachförderung in den Familien wirklich von Anfang an zu fördern", erklärte die Ministerin. Eltern erhalten beim Besuch der U 6 vom Kinderarzt das sogenannte Lesestartset mit einem Bilderbuch, einem Vorleseratgeber für Eltern und einer Buchempfehlungsbroschüre.

7. Mai 2008

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