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Landeserziehungsgeld

Das Landeserziehungsgeld ist eine Leistung des Freistaats Bayern, die unmittelbar im Anschluss an den Bezug des Elterngeldes gewährt wird.

Landeserziehungsgeld erhalten Mütter oder Väter,

  • die Hauptwohnung oder den gewöhnlichen Aufenthalt seit mindestens zwölf Monaten in Bayern haben,
  • mit dem Kind, für das der Mutter/dem Vater die Personensorge zusteht, in einem Haushalt leben,
  • dieses Kind selbst betreuen und erziehen,
  • den Nachweis der Durchführung der Früherkennungsuntersuchung für Kinder U 6 bzw. U 7 für dieses Kind erbringen und
  • keine oder keine volle Erwerbstätigkeit ausüben (d.h. Erwerbstätigkeit von nicht mehr als 30 Wochenstunden).

Für ausländische Eltern gilt seit dem 30. August 2012 Folgendes:

Staatsangehörige von Mitgliedstaaten der EU, des EWR und der Schweiz haben ebenso wie Deutsche nach dem Recht der EU in der Regel dann einen Anspruch auf Landeserziehungsgeld, wenn sie in Deutschland erwerbstätig sind oder in Deutschland wohnen. Andere Ausländerinnen und Ausländer haben einen Anspruch, wenn ihr Aufenthalt in Deutschland nach der Art ihres Aufenthaltstitels und ihres Zugangs zum Arbeitsmarkt voraussichtlich dauerhaft ist.

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Anspruchsberechtigt sind auch Stiefeltern, die ein Kind in ihren Haushalt aufgenommen haben. Pflegeeltern, die ein Kind mit dem Ziel der Annahme als Kind in ihre Obhut nehmen, können unter bestimmten Voraussetzungen Landeserziehungsgeld erhalten, sofern das Kind bei Inobhutnahme das neunte Lebensjahr noch nicht vollendet hat.

Das Landeserziehungsgeld beträgt monatlich für das erste Kind bis zu 150 Euro und für das zweite Kind bis zu 200 Euro. Für dritte Kinder und weitere Kinder beträgt es bis zu 300 Euro. Es wird für jedes Kind gezahlt. Das Landeserziehungsgeld wird für das erste Kind für bis zu sechs und ab dem zweiten Kind für bis zu zwölf Monate gezahlt.

Das Landeserziehungsgeld wird einkommensabhängig gewährt. Die Einkommensgrenze beläuft sich auf ein pauschaliertes Nettojahreseinkommen von 25.000 Euro bei Paaren und 22.000 Euro bei Alleinerziehenden mit jeweils einem Kind. Die Einkommensgrenzen erhöhen sich um 3.140 Euro für jedes weitere Kind.
Bei Überschreiten dieser Grenzen wird die Leistung gekürzt oder entfällt ganz.

Als eigenständige Familienleistung wird das Bayerische Landeserziehungsgeld bei Personen, die Arbeitslosengeld II, Sozialhilfe oder den Kinderzuschlag erhalten, auf diese Leistungen nicht angerechnet.

Der Antrag kann frühestens ab dem neunten Lebensmonat des Kindes gestellt werden. Ein nach dem Ende der Auszahlung des Elterngeldes gestellter Antrag wirkt höchstens drei Monate zurück.

Zuständig für das Landeserziehungsgeld ist das Zentrum Bayern Familie und Soziales. Der Antrag ist bei der zuständigen Regionalstelle zu stellen, die auch weitergehende Information erteilt und berät.

Die Gewährung des Landeserziehungsgeldes bleibt in der Regel ohne Einfluss auf andere Sozialleistungen (z.B. Leistungen der Grundsicherung für Arbeitsuchende, Sozialhilfe, Wohngeld) und zivilrechtliche Unterhaltsverpflichtungen.

Die Mitgliedschaft in der gesetzlichen Krankenversicherung bleibt während des Bezuges von Landeserziehungsgeld und der Elternzeit erhalten. Vom Landeserziehungsgeld müssen keine Beiträge bezahlt werden.
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