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Familie ist unersetzbar
Familie ist der Ort für Zukunft und Lebenschancen von Kindern. In der Familie werden die Weichen gestellt für persönliche Kompetenzen, soziale Bindungsfähigkeit, für Bildungserfolge und Generationenzusammenhalt. Aus der Familie wächst der Gemeinsinn, das Miteinander in der Gesellschaft, die Eigenverantwortung und Solidarität, auf die unsere Gesellschaft angewiesen ist. Ebenso bauen unsere soziale Sicherung und die wirtschaftliche Entwicklung auf Familien mit Kindern. Familien sind unersetzbar - für die Volkswirtschaft, die Gesellschaft, den Staat und den Einzelnen.
Familie ist vielfältig - Gestaltungsfreiheit der Eltern sichern
Je nach Kinderzahl, Partnerschafts- und Erwerbskonstellation haben Familien ganz unterschiedliche Bedürfnisse. Es gibt daher nicht ein "Rezept", um allen Familien gerecht zu werden. Das familienpolitische Konzept der Bayerischen Staatsregierung bietet deshalb eine Vielzahl aufeinander abgestimmter Maßnahmen an und versucht so der Vielfalt moderner Familienstrukturen und Lebensbedingungen zu entsprechen.
Familie soll so gelebt werden, wie es den Vorstellungen und Möglichkeiten der Partner entspricht. Junge Mütter und Väter sollen sich frei entscheiden können, auf welche Weise sie Familie und Erwerbstätigkeit miteinander vereinbaren. Um ihren Aufgaben nachkommen zu können, brauchen Familien zeitlichen und finanziellen Raum, aber auch passende Rahmenbedingungen. Die Rahmenbedingungen müssen sich den vielfältigen Lebensentwürfen von Familien anpassen - nicht umgekehrt.
Kinder- und familiengerechte Gesellschaft
Eltern haben die zentrale Schlüsselposition für die Lebenschancen ihrer Kinder. Eine kinder- und familiengerechte Gesellschaft
- schätzt die Familienarbeit, Kindererziehung und Pflege in der Familie wert.
- lebt das Generationenmiteinander und Generationengerechtigkeit.
- bietet jedem Kind die Chance, sein Potential auszuschöpfen.
- gestaltet eine Arbeitswelt, in der Familienarbeit ihren Raum erhält und nicht zur Abwertung sondern zur Aufwertung führt, damit Familie und Erwerbstätigkeit für Männer und Frauen möglichst nach dem Zeittakt ihrer familiären Bedürfnissen möglich wird.
- organisiert einen Staat, der Familien als selbstbestimmte Verantwortungsebene achtet und im Vertrauen auf die Potentiale aller Familienmitglieder orientiert an Lebenslagen und Bedarf Unterstützung und Hilfe bietet.
- sorgt dafür, dass Lebensentwürfe von Eltern ermöglicht und nicht - auch nicht nachträglich - durch politische Entscheidungen entwertet werden.
Familienpolitik als Querschnittsaufgabe
Familienpolitik umfasst mehr als finanzielle Leistungen, Kinderbetreuung und staatlicher Intervention, wenn das Kindeswohl gefährdet ist. Familienpolitik ist eine Querschnittsaufgabe, die in viele Politik- und Lebensbereiche hineinwirkt. Beispiele sind familiengerechter Wohnraum, eine Raumplanung, die Bedürfnisse von Kindern und Eltern aufgreift (zum Beispiel Spielplätze, wohnortnahe Kinderbetreuung), eine Schulpolitik, die Veränderungen der familiären Lebenssituationen berücksichtigt, sowie Unternehmen, die die Vereinbarkeit mit familiären Belangen unterstützen. Familienpolitik ist daher nicht nur eine staatliche Aufgabe. Wie familienfreundlich Bayern ist, wird durch eine Vielzahl an Akteuren beeinflusst. In Bayern bestehen daher vielfältige Kooperationsstrukturen, um diesen Querschnittsauftrag umzusetzen.
Kinder und Eltern erleben Familienfreundlichkeit vor allem im Alltag, in der Kommune. Wie auf kommunaler Ebene unter Mitwirkung der Familien die Lebenssituationen von Eltern und Kindern verbessert werden kann, zeigt das Projekt "Kommunaler Familientisch".