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Anonyme / vertrauliche Geburt und
Babyklappen

Schwanger Anonym 1

Seit Jahren wird in Deutschland kontrovers über Babyklappe und anonyme Geburt diskutiert, zuletzt angestoßen durch die Stellungnahme des Deutschen Ethikrats vom 26. November 2009 sowie durch die Ergebnisse des Abschlussberichts „Anonyme Geburt und Babyklappen in Deutschland – Fallzahlen, Angebote, Kontexte“ des Deutschen Jugendinstituts, der im Januar 2012 veröffentlicht wurde. Trotz der ungeklärten Rechtslage gibt es bundesweit rund 90 Babyklappen (Stand Mai 2010), etwa 130 Kliniken bieten sogenannte anonyme Geburten an. Diese Angebote wenden sich an Frauen in extrem belasteten, subjektiv ausweglos erscheinenden Situationen und sollen Verzweiflungstaten wie die Aussetzung oder die Tötung des Kindes verhindern.

Der Deutsche Verein für öffentliche und private Fürsorge e.V. hat Empfehlungen zu den Mindeststandards von Babyklappen erarbeitet.

Informationen zu den Angeboten in Bayern sind bei den Beratungsstellen für Schwangerschaftsfragen verfügbar.

Ihr Standpunkt:

  • Bei der vorzunehmenden Abwägung überwiegt der Lebensschutz das Recht des Kindes auf Kenntnis seiner Abstammung.
  • Manche Mütter in Notlagen werden von anderen Angeboten nicht erreicht.
  • Angebote der anonymen/vertraulichen Geburt sollen nicht länger in rechtlicher Grauzone arbeiten müssen.

Am 1. Mai 2014 trat das „Gesetz zum Ausbau der Hilfen für Schwangere und zur Regelung der vertraulichen Geburt“ in Kraft.
Das Gesetz soll Frauen schützen, die ihre Schwangerschaft verdrängen oder verheimlichen. Auch die Schwangeren, die bisher nicht den Weg in eine Beratungsstelle gefunden haben, sollen für die Annahme von Hilfen gewonnen werden. Ziel des Gesetzes ist es, heimliche Geburten außerhalb von medizinischen Einrichtungen so unnötig wie möglich zu machen und Fälle zu verhindern, in denen Neugeborene ausgesetzt oder getötet werden.

Durch das Gesetz wird das Beratungs- und Hilfesystem für Schwangere weiter ausgebaut, ein bundeseinheitliches rechtssicheres und legales Angebot der vertraulichen Geburt geschaffen und der Anspruch auf anonyme Beratung weiter bekannt gemacht. Außerdem wird ein bundesweiter zentraler Notruf für Schwangere in Notlagen eingerichtet, der ab Inkrafttreten des Gesetzes rund um die Uhr erreichbar sein wird.

Die Kernpunkte des „Gesetzes zum Ausbau der Hilfen für Schwangere und zur Regelung der vertraulichen Geburt“ sind auf der Homepage des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend übersichtlich dargestellt.

Das kostenlose Hilfetelefon des Bundes erreichen Sie unter der Telefonnummer: 0800 40 40 020. Weitere Informationen erhalten Sie unter www.geburt-vertraulich.de

Im Freistaat Bayern stehen derzeit an 133 Beratungsstellen für Schwangerschaftsfragen geschulte Fachkräfte zur Verfügung. Einen entsprechenden Hinweis finden Sie bei der jeweiligen Beratungsstelle.

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Wertvolle Erziehungstipps von der Geburt bis zur Volljährigkeit eines Kindes bieten die neuen Elternbriefe, die ab sofort auch online abrufbar sind.

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