Der Bayerische Landesfrauenrat ist ein Zusammenschluss von 48 Frauenverbänden und Frauengruppen gemischter Landesverbände und vertritt mehr als 3 Millionen Frauen in Bayern. Er ist überkonfessionell, überparteilich und unabhängig.
Um dies auch nach außen noch stärker deutlich zu machen, wird der Bayerische Landesfrauenrat demnächst über eine eigene Homepage verfügen, die Sie unter der bisherigen Adresse www.lfr.bayern.de erreichen können.
Aktuell
Ein zentraler Indikator für die weiterhin bestehende gesellschaftliche Ungleichbehandlung von Frauen und Männern ist der Einkommensunterschied zwischen den Geschlechtern, die sogenannte Lohnlücke. Diese Lücke läßt sich nur zum Teil durch objektive Unterschiede begründen. Es bleibt ein nicht unerheblicher Teil, der auf mittelbare Diskriminierung zurückgeführt werden muss.
Die schlechtere Bewertung von Frauenarbeit bzw. der sogenannten "typischen Frauenberufe" ist immer noch nicht überwunden. Diese Form der mittelbaren Diskriminierung ist (neben "Fehlern" von Frauen bei der Berufswahl, dem geringeren Zugang zu höheren Positionen und familienbedingten Erwerbsunterbrechungen) eine der wesentlichen Ursachen für den Einkommensunterschied zwischen Frauen und Männern von derzeit immer noch 23 Prozent.
Der BayLFR ist Partner des Aktionsbündnisses zum Equal Pay Day 2013. Informationen erhalten Sie im Flyer.
Frauen und Mädchen mit Behinderung haben in Deutschland bei weitem noch nicht dasselbe Angebot, dieselbe Qualität und vor allem denselben Standard an regulärer, kostenfreier oder bezahlbarer Gesundheitsversorgung zur Verfügung, wie dies für nicht behinderte Menschen der Fall ist. Zu diesem Ergebnis kommt die jüngste Stellungnahme des Fachausschusses Gesundheitspolitik im Bayerischen Landesfrauenrat.
Der Bayerische Landesfrauenrat hat 2013 den Vorsitz der Konferenz der Landesfrauenräte (KLFR) inne, die vom 7. bis 9. Juni 2013 unter dem Motto „Veränderte Rollenbilder – traditionelle Wirklichkeiten“ in München stattfinden wird.
Die Konferenz der Landesfrauenräte ist ein Zusammenschluss aller Landesfrauenräte in Deutschland. In dieser Konferenz haben alle Landesfrauenräte Sitz und Stimme. Sie hat ihren Sitz bei dem jeweiligen Landesfrauenrat, der den Vorsitz innehat.
Die KLFR arbeitet unabhängig, überparteilich und überkonfessionell.
Weitere Informationen zu Zielen und Arbeitsweisen der KLFR finden Sie in der Geschäftsordnung.
Neben dem internen Teil (Antragsberatung durch die Landesfrauenräte) werden am 8. Juni 2013 von 10.00 – 16.30 Uhr in einer öffentlichen Fachtagung renommierte Referentinnen ihre Standpunkte zu oben genanntem Thema erläutern und mit dem Publikum diskutieren.
Im Rahmen der Konferenz feiert der Bayerische Landesfrauenrat am 7. Juni 2013 auch sein 40-jähriges Gründungsjubiläum mit einem Festakt im Kuppelsaal der Bayerischen Staatskanzlei.
Wir werden Sie auf dieser Homepage unter „Aktuelles“ weiter darüber informieren.
Der demografische Wandel ist eine politische und gesellschaftliche Herausforderung, insbesondere betrifft diese auch die Gruppe der älteren Frauen. Daher muss die Politik die gesellschaftlich notwendigen Veränderungen so lenken, dass ein menschenwürdiges und gerechtes Dasein für alle Bürgerinnen und Bürger erreicht wird. Technische Erfindungen und moderne Medien sind Hilfsmittel, Visionen von einer aktiven, menschenfreundlichen Zukunft verwirklichen zu können.


Bereits 1997 hat sich der Bayerische Landesfrauenrat (BayLFR) mit der Anerkennung und Nutzung von Familienkompetenzen für das Berufsleben befasst und Vorschläge zur Messbarkeit gemacht, jedoch ist eine allgemeine Umsetzung nicht erfolgt.
Das Präsidium des Bayerischen Landesfrauenrates überreichte Herrn Marcel Huber, Bayerischer Staatsminister für Umwelt und Gesundheit, die von seinem Fachausschuss Gesundheitspolitik erarbeitete Stellungnahme "Gesundheit von Frauen im Alter". In dieser wird u. a. festgestellt, dass ein gewichtiger Einflussfaktor auf die Gesundheit das Geschlecht ist.
Eine familienund frauenfreundliche Steuerpolitik sollte in erster Linie Familien mit Kindern zugutekommen und einen Beitrag dazu leisten, dass Frauen sich eine eigenständige Existenzsicherung aufbauen können und nicht benachteiligt werden.
In den Kommunalparlamenten, in den Bezirkstagen, im Landtag und im Bundestag sind Frauen immer noch unterrepräsentiert. Dies verstößt gegen Artikel 3 Absatz 2 Grundgesetz, welcher klarstellt, dass Frauen und Männer gleichberechtigt sind und dem Staat den Auftrag erteilt, die tatsächliche Durchsetzung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern zu fördern und auf die Beseitigung bestehender Nachteile hinzuwirken.
Frauen leisten einen Großteil der Erziehungsarbeit und schränken dafür oft die eigene Berufstätigkeit ein. Als negative Konsequenz auf die Brüche in den Erwerbsbiografien droht ihnen die Armut im Alter.
Ziele des Bayerischen Landesfrauenrats
Der Bayerische Landesfrauenrat (BayLFR) trägt zur Verwirklichung von Gleichberechtigung und Chancengleichheit sowie zur Verbesserung der Situation der Frauen in Staat, Wirtschaft und Gesellschaft bei und fördert die Zusammenarbeit der in Bayern tätigen Frauenverbände und Frauengruppen gemischter Verbände.
Der BayLFR trägt zur öffentlichen Meinungsbildung bei. Er gibt Stellungnahmen und Empfehlungen an Organe der Legislative und Executive in allen Fragen, die die gesellschaftliche Situation der Frau betreffen, ab und berät insbesondere diesbezüglich die Frauenbeauftragte der Bayerischen Staatsregierung.
Der Bayerische Landesfrauenrat engagiert sich in verschiedenen Gremien, um diese Ziele zu verwirklichen.
Kooperationen
Der Bayerische Landesfrauenrat engagiert sich durch Mitarbeit:
- im Bayerischen Landesplanungsbeirat,
- im Begleitrat zur Durchführung des Förderprogramms aus den Strukturfonds der Europäischen Union in den Ziel 2-Gebieten einschließlich der Phasing-Out-Gebiete des Freistaates Bayern,
- im Deutschen Frauenrat,
- in der Europäischen Bewegung Bayern und
- im Europäischen Sozialfonds.
Der Bayerische Landesfrauenrat führt außerdem regelmäßige Spitzengespräche mit:
- seinen Mitgliedsverbänden,
- der Frauenbeauftragten der Bayerischen Staatsregierung,
- der Leiterin der Leitstelle für die Gleichstellung von Frauen und Männern,
- den weiblichen Abgeordneten im Bayerischen Landtag,
- den weiblichen Abgeordneten im Deutschen Bundestag,
- den Landesfrauenräten anderer Bundesländer,
- der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft,
- der Behindertenbeauftragten der Bayerischen Staatsregierung,
- der Landesarbeitsgemeinschaft der Bayerischen Gleichstellungsstellen sowie
- diversen gesellschaftlichen Gruppierungen und Bürgern und Bürgerinnen.