Solidarität zwischen den Generationen ist der Kitt, der Familien und die Gesellschaft zusammenhält. Eine Gesellschaft ohne generationenübergreifenden Zusammenhalt ist nicht zukunftsfähig. Denn gute generationenübergreifende Beziehungen und Bindungen schaffen gegenseitige Toleranz und Verständnis. Sie befördern den gegenseitigen Austausch von Erfahrung und Wissen und die solidarische Unterstützung.
Alle Generationen unserer Gesellschaft verdienen Wertschätzung und Anerkennung und haben einen Platz in unserer Mitte. Ältere Menschen verfügen über einen enormen Erfahrungsschatz, den sie an die jüngeren Generationen weitergeben sollten. Wissen und Erfahrung geben die nötige Motivation, damit sich jüngere Generationen weiterentwickeln und die Zukunft unserer Gesellschaft gestalten können. Jüngere Menschen sind meistens innovativ, kreativ und dynamisch.
Für eine zukunftsfähige Gesellschaft brauchen wir nicht nur intakte innerfamiliäre Beziehungen, sondern auch außerfamiliäre generationenübergreifende Bindungen. Durch die sich ändernden Familienstrukturen kommt dem außerfamiliären Zusammenhalt eine immer größere Bedeutung zu. Ein intensiver Generationendialog ist notwendig, um alle Altersgruppen für die gegenseitigen Belange zu sensibilisieren.
In Bayern stärkt eine gute Infrastruktur den Generationenzusammenhalt und fördert den Dialog der Generationen. Hierzu gehören beispielsweise Generationenzentren, Bürger- und Stadtteilzentren, Dorfgemeinschaftshäuser und eine Vielzahl von Einrichtungen, mit deren Hilfe und in denen sich Bürgerinnen und Bürger auch generationenübergreifend ehrenamtlich engagieren können. In den letzten Jahren sind in diesem Zusammenhang in vielen Landkreisen und kreisfreien Städten zudem Mehrgenerationenhäuser entstanden, die sich in besonderer Weise dem generationenübergreifenden Gedanken verschrieben haben.
Nähere Informationen zum Konzept der Mehrgenerationenhäuser und zu den einzelnen Häusern finden Sie auf der Internetseite www.mehrgenerationenhaeuser.de.