
„Sie sind wichtig, weil Sie eben Sie sind. Sie sind bis zum letzten Augenblick Ihres Lebens wichtig! Wir werden alles tun, damit Sie nicht nur in Frieden sterben, sondern auch bis zuletzt leben können.“
Cicely Saunders, Begründerin der heutigen Hospizbewegung
Aktuell
Sterben gehört zum Leben
Ein Satz, der so einfach klingt, und doch so schwer zu akzeptieren ist. Denn ans Sterben wird man nicht gerne erinnert. Tatsächlich ist es uns gelungen, den Tod aus unserem Alltag und damit auch aus unserem Bewusstsein weitgehend zu verdrängen. Gestorben wird heute meist im Krankenhaus oder in stationären Pflegeeinrichtungen und leider zu häufig alleine, denn viel zu selten sind dabei Familienangehörige oder Freunde anwesend. Das Fatale: Fast alle Menschen wünschen sich, zu Hause in vertrauter Umgebung und im Kreise ihrer Familie zu sterben! Aber Wunsch und Wirklichkeit sind bedauerlicherweise immer noch weit voneinander entfernt.
Mensch bleiben. Bis zum Tod.
Genau an diesem Punkt setzt der Hospizgedanke ein. Dessen Grundidee ist es, Menschen auf ihrem Weg in den Tod nicht alleine zu lassen, sondern sie zu begleiten, so weit wie möglich von Schmerzen zu befreien und ihnen dadurch einen Abschied in Würde zu ermöglichen. Bis zuletzt erfahren Schwerstkranke und Sterbende durch ehrenamtliche Hospizhelferinnen und -helfer eine individuelle und liebevolle Zuwendung und können sich so ihr Menschsein und ihre Persönlichkeit bewahren.
Bayern unterstützt die Hospizarbeit
Die Unterstützung der Hospizarbeit und der vielen ehrenamtlichen Hospizhelferinnen und -helfer ist notwendiger denn je. Die Bayerische Staatsregierung setzt sich deshalb seit langem ganz nachhaltig für die Hospizidee und eine humane Kultur der Sterbebegleitung ein. Gelingt es uns, die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen entsprechend zu gestalten und deutlich zu machen, dass ein Altern in Würde und ein „Leben bis zuletzt“ möglich sind, dann haben wir alle etwas gewonnen.