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Gewaltprävention

Kinder und Jugendliche sind von Gewalt in besonderem Maße betroffen – als Täter aber auch als Opfer. Oberstes Ziel bayerischer Kinder- und Jugendhilfepolitik ist die Verhinderung der Entstehung von Kinder- und Jugendgewalt. Neben konsequenten Antworten von Staat und Gesellschaft sind immer auch die Entstehungsbedingungen der Gewalt und Ansatzpunkte für erfolgreiche Prozesse des sozialen Lernens zu berücksichtigen. Persönliche und soziale Probleme wie erlebte Gewalt, Vernachlässigung, Werteverlust, negative Vorbilder in der Familie, Suchtgefährdung, Einflüsse der Medien, gehäuftes Schulschwänzen, erfolglose Suche nach einer Ausbildungs- oder Arbeitsstelle sowie mangelnde Integration erfordern zunehmend professionelle Unterstützung, Beratung und Begleitung.

Vor allem die Schaffung von Chancengerechtigkeit und positive Lebensperspektiven sind zentrale Elemente einer wirksamen Gewaltpräventionsstrategie. Das bayerische Handlungskonzept, um Kinder- und Jugendgewalt wirksam zu begegnen und die in den letzten Jahren geschaffenen Rahmenbedingungen, um insbesondere Risikogruppen frühzeitig zu erreichen oder sie bei der Entwicklung von gelingenden Lebensperspektiven unterstützen zu können, haben sich insgesamt gut bewährt.

Angebote der Jugendsozialarbeit, aber auch der Ausbau der Frühen Hilfen und einzelne Angebote des erzieherischen Jugendschutzes haben dabei bundesweiten Vorbildcharakter. Mit der Ergänzung der breiten Palette von Einrichtungen der stationären Jugendhilfe durch inzwischen vier besondere Clearingstellen für außergewöhnlich stark auffällige gewaltbereite Kinder und Jugendliche sowie einer bayernweiten therapeutischen Gruppe für Kinder, die wegen sexueller Übergriffe auffällig geworden sind, wird eine Lücke in den Reaktionsmöglichkeiten der Kinder- und Jugendhilfe geschlossen.

Gerade im Bereich der Gewaltprävention, in der Frage frühzeitiger Weichenstellungen zur Verhinderung negativer Entwicklungsverläufe und der Frage nachhaltiger Interventionen, die geeignet sind, positive Entwicklungsverläufe einzuleiten, kommt der gelingenden Zusammenarbeit von Jugendhilfe, Schule, Polizei und Justiz eine wichtige Funktion zu. Je besser deren Handeln abgestimmt ist und für die Kinder und Jugendlichen sowie deren Eltern erkennbar der Eindruck einer einheitlichen Leitlinie entsteht, desto erfolgreicher ist die Orientierung, die von wirksamen Unterstützungsangeboten und Interventionen ausgeht. Als ein best-practice Beispiel für gelingende Zusammenarbeit zwischen Polizei, Jugendhilfe und Schule kann das inzwischen verstetigte Modellprojekt Kooperation Polizei-Jugendhilfe-Sozialarbeit-Schule (PJS) in Nürnberg genannt werden.

Eine verbreitete Form von Gewalt unter Kindern und Jugendlichen ist das Mobbing bzw. Bullying. Dieses ist ein Gruppenphänomen, das oft im schulischen Umfeld beobachtet werden kann, wo sich die Betroffenen einer Gruppe nur schwer entziehen können. Verschärft wird die Problematik, wenn die Neuen Medien als Mittel der Schikane eingesetzt werden (Cyber-Mobbing bzw. Cyber-Bullying). Auch das Problem sexualisierter Gewalt unter Kindern und Jugendlichen rückt zunehmend in das öffentliche Bewusstsein. Dementsprechend wurden bei der Prävention Schwerpunkte gesetzt.

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