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Arbeitsweltbezogene Jugendsozialarbeit

Ziele der Arbeitsweltbezogenen Jugendsozialarbeit

Alle jungen Menschen mittels Ausbildung und Beschäftigung in "Lohn und Brot" zu bringen, ist das erklärte Ziel der Bayerischen Staatsregierung. Dies gilt auch für diejenigen, bei denen die berufliche und soziale Integration nicht auf Anhieb klappt.

Zur Zielerreichung sind Anstrengungen
aller beteiligten Akteure erforderlich:

  • Gemeinsame Verantwortung aller Akteure vor Ort (insbesondere von Schule, Agentur für Arbeit bzw. Träger der Grundsicherung, Jugendhilfe, Arbeitgeber) im jeweiligen Kompetenz- und Zuständigkeitsbereich
  • Gut gestaltete Übergänge und passgenaue, aufeinander abgestimmte Maßnahmenkonzepte (Vermeidung von "Verschiebebahnhöfen")
  • Vorrangige Zuständigkeit für die berufliche Integration bei Agentur für Arbeit bzw. Träger der Grundsicherung unter Nutzung der Instrumente des SGB III und des SGB II . Um Chancen einer nachhaltigen Integration zu erhöhen, bedarf es in der Regel zusätzlicher Anstrengungen seitens der Jugendhilfe unter Nutzung der Unterstützungsleistungen des SGB VIII
  • Erhalt und Weiterentwicklung der bewährten Angebote und Struktur zur Förderung sozial benachteiligter junger Menschen: Optimierung von Schnittstellen und der Übergänge zwischen einzelnen Zuständigkeitsbereichen, Schaffung aufeinander abgestimmter Finanzierungsmöglichkeiten von passgenauen Maßnahmekonzepten, Verwaltungsvereinfachung durch einheitliche Verfahrensabläufe und Fördergrundlagen.

Aktuelle Aktivitäten auf Landesebene

  • Kooperationsvereinbarung vom 26.08.2008 auf Landesebene zur Zusammenarbeit bei der beruflichen Eingliederung und Förderung sozial benachteiligter junger Menschen im Sinne des § 13 SGB VIII (PDF, 122 KB)

    Die Kooperationsvereinbarung wurde geschlossen zwischen Bayerischer Staatsregierung, Bundesagentur für Arbeit (vertreten durch die Regionaldirektion Bayern), Bayerischen Kommunalen Spitzenverbänden, Landesarbeitsgemeinschaft Jugendsozialarbeit Bayern und Landesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege in Bayern. Dadurch soll eine Hilfestellung für die gemeinsame Verantwortungsübernahme der Akteure vor Ort ("Übergänge ohne Brüche") gegeben und die Bündelung der vorhandenen Mittel aus SGB II, SGB III und SGB VIII zur möglichst effektiven und nachhaltigen Unterstützung der gemeinsamen Zielgruppe erreicht werden.
  • Die Harmonisierung der Förderstruktur für den Europäischen Sozialfonds und die Landesmittelförderung im Bereich der Arbeitsweltbezogenen Jugendsozialarbeit ist erfolgt.

    Die staatliche Förderung erfolgt seit 01.01.2009 auf folgender Grundlage: Richtlinie zur Förderung von Projekten der Arbeitsweltbezogenen Jugendsozialarbeit (Bekanntmachung des Bayerischen Staatsministeriums für Arbeit und Sozialordnung, Familie und Frauen vom 8. Dezember 2008)

    Die neue Richtlinie schafft für ESF- und Landesmittelförderung einheitliche, transparente und kompatible Fördergrundlagen und Verfahrensabläufe. Künftig gibt es insbesondere nur noch eine Bewilligungsbehörde (ZBFS) und ein Antragsverfahren. Die Zusammenlegung zweier Förderbereiche bei einer Verwaltungsbehörde ist ein beispielhafter Akt der Verwaltungsvereinfachung und Entbürokratisierung.

Aktuelle Aktivitäten auf Bundesebene

  • Es muss fortwährend sichergestellt werden, dass den Bedarfen sozial benachteiligter junger Menschen auch auf Bundesebene hinreichend Rechnung getragen wird.
  • Tendenzen einer zunehmend restriktiven Auslegung der Instrumentarien des SGB III und des SGB II sind kritisch zu sehen.
  • Deshalb hat die Jugend- und Familienministerkonferenz auf Initiative von Frau Staatsministerin Stewens am 29./30.05.2008 Maßnahmen zur Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit (PDF, 21 KB) beschlossen. Darüber hinaus sprach sich die Jugend- und Familienministerkonferenz am 08.10.2008 dafür aus, dass gerade auch im Rahmen der Qualifizierungsinitiative für Deutschland "Aufstieg durch Bildung" (PDF, 21 KB) ein besonderes Augenmerk auf die zielgerichtete Förderung sozial benachteiligter junger Menschen gerichtet werden muss.
    In diesen Beschlüssen fordern die Länderminister zielgerichtete und passgenaue Hilfen für sozial benachteiligte junge Menschen und appellieren an alle relevanten Akteure, die Zielgruppe der sozial benachteiligten jungen Menschen besonders in den Blick zu nehmen und gemeinsam Verantwortung für sie zu übernehmen. Zudem werden das Bundesministerium für Arbeit und Soziales und die Bundesanstalt für Arbeit aufgefordert, Spielräume für flexible und zielgerichtete Lösungen vor Ort zuzulassen und zu nutzen. Auch die Bundesregierung wurde seitens der Jugend- und Familienministerkonferenz angehalten, flexible Instrumente für die passgenaue Förderung sozial benachteiligter junger Menschen zu erhalten bzw. zu schaffen.
  • In der Vereinbarung der Regierungschefs von Bund und Ländern zur Qualifizierungsinitiative vom 22.10.2008 wurde die Forderung aufgenommen, dass sozial benachteiligte junge Menschen von der Bundesagentur für Arbeit verstärkt gefördert werden sollen.
  • Im Rahmen des Bundesratsverfahrens zum Gesetzentwurf zur Neuausrichtung der arbeitsmarktpolitischen Instrumente hat Bayern wichtige Änderungsanträge eingebracht, mit dem Ziel, weiterhin eine ausreichende Gesamtfinanzierung der Projekte in der Arbeitsweltbezogenen Jugendsozialarbeit sicherzustellen. Leider wurden die bayerischen Änderungsvorschläge nicht aufgenommen. Der von Bayern gestellte Antrag auf Anrufung des Vermittlungsausschusses (PDF, 20 KB) fand in der abschließenden Bundesratsbehandlung am 19.12.2008 keine Mehrheit.

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An wen wendet sich das Angebot

Zielgruppe sind junge Menschen, die zum Ausgleich sozialer Benachteiligungen und/ oder zur Überwindung individueller Beeinträchtigungen in erhöhtem Maße auf Unterstützung bei der beruflichen Eingliederung angewiesen sind. Ihnen mangelt es oftmals an den Grundvoraussetzungen für eine Arbeitsfähigkeit. Folglich müssen sie zunächst an einen festen Tagesablauf gewöhnt werden. Sie benötigen die Chance, Schlüsselqualifikationen und soziale Umgangsformen zu erlernen sowie schulische Rückstände aufzuholen, um überhaupt eine Chance auf dem Ausbildungs- und Arbeitsmarkt zu erhalten. Besonderes Augenmerk ist auf die Altersgruppe der 15- bis unter 25-Jährigen zu richten.

Ziel ist, sozial benachteiligte und/oder individuell beeinträchtigte junge Menschen durch abgestimmte Konzepte und exakt auf ihre Unterstützungsbedarfe zugeschnittene Maßnahmen nachhaltig in den ersten Arbeits- und Ausbildungsmarkt zu integrieren.

Im Einzelnen siehe hierzu den Inhalt der Kooperationsvereinbarung vom 26.08.2008 und die AJS-Richtlinie.

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Wieviel zahlt Bayern dafür?

Die Bayerische Staatsregierung nimmt die gesamtgesellschaftliche Verantwortung für die Zielgruppe der sozial benachteiligten jungen Menschen sehr ernst. Die Jugendsozialarbeit stellt seit Jahren einen Schwerpunkt der Bayerischen Jugendpolitik dar. So besteht seit 1984 das bundesweit einzigartige Förderprogramm in der Arbeitsweltbezogenen Jugendsozialarbeit. Die vorhandenen Strukturen werden kontinuierlich weiterentwickelt.

Der Freistaat fördert Projekte der Arbeitsweltbezogenen Jugendsozialarbeit in bedeutendem Umfang. Auf der Grundlage der Landesmittelförderrichtlinie werden jährlich rund 4,4 Millionen Euro zur Förderung von Projekten der AJS aus Landesmitteln des Freistaates Bayern zur Verfügung gestellt. Hinzu kommen jährlich rund 0,7 Millionen Euro Landesmittel aus dem Arbeitsmarktfonds . Auf Landesebene kommen rund 45 Millionen Euro zur Förderung von Projekten der AJS (Zielgruppe: besonders benachteiligte junge Menschen unter 25 Jahren) aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) im Förderzeitraum 2007-2013 hinzu

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Dokumentationen

Dokumentation der Informationsveranstaltung am 30.07.2008 im Sophiensaal München

Dokumentation der Informationsveranstaltung am 27.09.2007 im Sophiensaal München

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Weitere Informationen

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Zusätzliche Informationen

audit berufundfamilie

Berufundfamilie Logo

Zertifikat zur Vereinbarkeit von Job und Familie

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Koordinierende Kinderschutzstellen

Optimale Unterstützung und Förderung junger Familien durch interdisziplinäre Kooperation.

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Erziehungs­beratung in Bayern

Logo EB - Erziehungsberatung in Bayern

Rat und Hilfe für Mütter und Väter in allen Fragen der Erziehung.

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Jugendsozialarbeit an Schulen

Logo JaS - Jugendsozialarbeit an Schulen

Jugend­sozial­arbeit an Schu­len ist eine be­son­ders in­ten­sive Form der Zu­sam­men­ar­beit von Ju­gend­hilfe und Schu­le. Sie soll junge Men­schen in ihrer Per­sön­lich­keits­ent­wick­lung unter­stützen und för­dern.

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Arbeitsweltbezogene Jugendsozialarbeit

Ajs Final

Soziale und berufliche Integration für benachteiligte junge Menschen

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Eltern im Netz

Kindererziehung ist eine vielseitige, verantwortungsvolle Aufgabe. Antworten auf viele Ihrer Fragen finden Sie bei Eltern im Netz.

elternimnetz.de

Stiftung „Bündnis für Kinder“

Logo Bündnis für Kinder

Die Stiftung unterstützt und fördert ausgesuchte Projekte zu Gewaltprävention und Kinderschutz.

Buendnis-fuer-Kinder.de

Sozial-Fibel

Ein Lexikon über soziale Hilfen, Leistungen und Rechte.

Alle Stichworte von A bis Z