Springe direkt zu: Inhalt Hauptmenü

Kampagne Bildungs- und Erziehungspartnerschaft mit Eltern in Kindertageseinrichtung und Schule

Bildungs- und Erziehungspartnerschaft mit Eltern

Es wurden die „Bayerischen Leitlinien für die Bildung und Erziehung von Kindern bis zum Ende der Grundschulzeit" implementiert. Bildungs- und Erziehungspartnerschaft mit Eltern wird im Sinne dieser Leitlinien als gemeinsame Aufgabe von allen Beteiligten verstanden – von Familien, pädagogischen Fachkräften in Kindertageseinrichtungen und Lehrkräften an Grundschulen.

Eltern werden mit Blick auf die Bedeutung des „Bildungsortes Familie“ als erste und prägendste Bildungspartner für ihr Kind wertgeschätzt. Ihre Hinweise und Impulse sind wertvolle Beiträge für die pädagogische Arbeit in den Einrichtungen.

Die Bildungsorte Familie, Kindertageseinrichtung und Grundschule zu vernetzen und jedem Kind eine bestmögliche Nutzung seiner Lernumgebung zu ermöglichen, kann nur gelingen, wenn die jeweils involvierten Erwachsenen partnerschaftlich zusammenarbeiten.

Das pädagogische Personal in den Tageseinrichtungen und die Lehrkräfte an den Schulen machen sich ihre eigenen Erwartungen an die Eltern bewusst und überdenken diese. Ein professioneller Blick für die unterschiedlichen Lebenswelten und damit die unterschiedlichen Bedürfnisse und vor allem für die Ressourcen von Familien erfordert Offenheit und Sensibilität für die individuellen Erfahrungen von Eltern mit Schule und Lernen. Im konstruktiven Umgang mit den Anliegen von Eltern wurden diese Erfahrungen für die bestmögliche, gemeinsame Gestaltung der Lernbedingungen des Kindes genutzt.

Diese Zusammenarbeit vor Ort im Sinne einer gleichwertigen Partnerschaft und eine Anerkennung der Fähigkeiten der Eltern sollten durch die Kampagne weiter gestärkt werden.

nach oben

Zielgruppe der Kampagne

Die Veranstaltung richtete sich an Leitungen und pädagogische Fachkräfte in Kindertageseinrichtungen für Kinder bis zum Ende der Grundschulzeit und Lehrkräfte an Grundschulen der Jahrgangsstufen 1 bis 4. Gewinnbringend war, wenn Kooperationsteams von benachbarten Kindertageseinrichtungen und Grundschulen gemeinsam an den Fortbildungen teilnahmen. Es waren aber auch Einzelmeldungen von Interessierten der einzelnen Berufsgruppen möglich.

Einsatz von 20 Referentinnen-Tandems

Die Fortbildungen wurden von insgesamt 20 Referentinnen-Tandems bayernweit durchgeführt. Diese bestehen jeweils aus

  • einer Referentin der Kindertageseinrichtungsseite und
  • einer Referentin der Schulseite

Aufteilung der Tandems:

  • Oberbayern 7 Tandems
  • Niederbayern 1 Tandem
  • Oberpfalz 1 Tandem
  • Oberfranken 1 Tandem
  • Mittelfranken 4 Tandems
  • Unterfranken 2 Tandems
  • Schwaben 4 Tandems

nach oben

Dauer der Fortbildung und Anmeldung

Die Veranstaltung umfasste zwei Tage. Ein Fortbildungstag umfasste 8 Unterrichtseinheiten à 45 Minuten. Der Abstand zwischen den beiden Tagen betrug zwei bis vier Wochen. Eine Teilnahmebestätigung wurde nur bei Teilnahme an beiden Fortbildungstagen erteilt.

Die Anmeldung erfolgte per Anmeldeformular, das vom zuständigen Jugend- und Schulamt ausgegeben wurde.

nach oben

Inhalte der Fortbildungstage

Im Rahmen der Kampagne hatten pädagogische Fachkräfte und Lehrkräfte gemeinsam Gelegenheit, sich an zwei Fortbildungstagen mit dem Thema „Bildungs- und Erziehungspartnerschaft mit Eltern“ zu befassen.

  • Herstellen einer gemeinsamen Sprache: erweitertes Bildungs- und Erziehungsverständnis – erweiterter Blick auf die Familie – von der Elternarbeit zur Bildungs- und Erziehungspartnerschaft,
  • Auseinandersetzung mit der Bedeutsamkeit der Bildungs- und Erziehungspartnerschaft für alle Beteiligten,
  • Inblicknahme der Vielfalt von Familien und Eltern,
  • Klärung und Reflexion der eigenen Erwartungen an Eltern und an eine gute Kooperation mit Eltern,
  • Sammlung von Gelingensfaktoren für die Zusammenarbeit mit Eltern – Schätze bergen,
  • passgenaue Gestaltung einer Bildungs- und Erziehungspartnerschaft mit Eltern,
  • Transfer des Gelernten in die eigene Praxis und Planung der ersten Schritte, die nach der Fortbildung angegangen werden.

Anzahl der Teilnehmerinnen und Teilnehmer pro Fortbildungsveranstaltung

20 – 24 Personen pro Fortbildung. Im Idealfall nahmen an einer Veranstaltung je zur Hälfte pädagogische Fachkräfte in Kindertageseinrichtungen sowie Grundschullehrkräfte teil.

Laufzeit der Kampagne

Die Kampagne dauerte insgesamt 3 Jahre - von Oktober 2012 bis Juli 2015. Die Anzahl der Veranstaltungen wurde von Jahr zu Jahr neu festgesetzt.

nach oben

Verantwortung für die Konzeption der Kampagne

Die Konzeption wurde in Abstimmung mit den Elternverbänden erarbeitet durch Vertreterinnen und Vertreter

  • der Spitzenverbände der freien Wohlfahrtspflege in Bayern,
  • des Staatsinstituts für Frühpädagogik (IFP),
  • des Staatsinstituts für Schulqualität und Bildungsforschung (ISB),
  • der Akademie für Lehrerfortbildung und Personalführung (ALP),
  • des Bayerischen Staatsministeriums für Arbeit und Sozialordnung Familie und Frauen (StMAS) und
  • des Bayerischen Staatsministeriums für Unterricht und Kultus (StMUK).

Veranstalter

Die Veranstalter waren die Verbände, die im Fachausschuss „Tageseinrichtungen für Kinder“ der Landesarbeitsgemeinschaft der freien Wohlfahrtspflege in Bayern (LAG FW) vertreten sind (Arbeiterwohlfahrt Landesverband Bayern e.V., Bayerisches Rotes Kreuz, Landesgeschäftsstelle, Verband katholischer Kindertageseinrichtung Bayern e.V., Evangelischer KITA-Verband Bayern e.V. und Paritätischer Wohlfahrtsverband Landesverband Bayern e.V.). Die Federführung hatte der Paritätische Wohlfahrtsverband LV Bayern.

nach oben

Kooperation

Die Kampagne wurde aufgrund ihrer großen Erfahrung in Zusammenhang mit der Durchführung von Fortbildungskampagnen in Kooperation mit den bayerischen Landratsämtern und kreisfreien Städten, die für den organisatorischen Ablauf vor Ort verantwortlich sind, durchgeführt.

Kosten

Eine Teilnahmegebühr wurde nicht erhoben. Evtl. Reisekosten hatten die Träger, Schulen oder Teilnehmer selbst zu tragen.

nach oben

Evaluation der Kampagne

Das Staatsinstitut für Frühpädagogik (IFP) führte in Kooperation mit dem Staatsinstitut für Schulqualität und Bildungsforschung (ISB) eine begleitende Evaluation durch.

Abschlussbericht zur wissenschaftlichen Begleitung des Staatsinstituts für Frühpädagogik

nach oben

Förderung

Die Veranstaltungen wurden gefördert aus Mitteln des Bayerischen Staatsministeriums für Arbeit und Sozialordnung, Familie und Frauen.
 

Zusätzliche Informationen

Bayerische Bildungs-leitlinien

Titelseite Baybl

Gemeinsam Verantwortung tragen.

Broschüre bestellen

audit berufundfamilie

Berufundfamilie Logo

Zertifikat zur Vereinbarkeit von Job und Familie

Mehr Informationen

Newsletter Kinder­bildung/-betreuung

Hier können sie den Newsletter abonnieren oder einzelne Newsletter rund um das Thema Kinderbildung und -betreuung einsehen.

Zum Newsletter

Broschüren rund um das Thema Kinderbetreuung

Deckblatt Broschüre Umweltbildung

Im Bayerischen Verwaltungs­portal finden Sie Bro­schür­en und Falt­blät­ter rund um das Thema Kin­der­be­treu­ung.

verwaltungsportal.de

Staatsinstitut für Frühpädagogik

Logo Staatsinstitut für Frühpädagogik - IFP

Das Staatsinstitut für Frühpädagogik (IFP) in Bayern befasst sich mit Fragen der Bildung, Erziehung und Betreuung von Kindern in Tageseinrichtungen.

ifp.bayern.de

Sozial-Fibel

Ein Lexikon über soziale Hilfen, Leistungen und Rechte.

Alle Stichworte von A bis Z