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Kooperation Kindergarten - Grundschule

Kooperation Kindergarten - Grundschule

Kinder sind hoch motiviert, wenn sie in die Schule kommen, und meistern den Eintritt in diesen neuen Lebensabschnitt in der Regel gut. Insbesondere wenn sie auf vielfältige Erfahrungen und Kompetenzen aus ihrer Zeit in der Tageseinrichtung zurückgreifen können. Aufgabe der Tageseinrichtungen ist es daher, die Kinder langfristig und durch angemessene, zielgerichtete Bildung und Erziehung auf den Übergang vorzubereiten. Aufgabe der Schule ist es, Lehrplan und Unterrichtsangebote so differenziert auszugestalten, dass jedem Kind die bestmögliche Förderung nach seinem Entwicklungsstand zuteil werden kann. Um diesen Transitionsprozess erfolgreich zu gestalten, bedarf es des regelmäßigen Dialogs und der Abstimmung zwischen Tageseinrichtungen und Schulen.

Gesetzliche Verankerung

Der Auftrag der Kindertageseinrichtungen und der Schule zur Zusammenarbeit ist gesetzlich verankert in:

Unverändert gültig zur Umsetzung des Auftrags ist die gemeinsame Bekanntmachung vom 29. Juni 1998

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Kooperationsmodell "Gemeinsam Lernchancen nutzen"

Im Herbst 2003 wurde ergänzend das Kooperationsmodell "Gemeinsam Lernchancen nutzen" erarbeitet und eingeführt:

  • Jede Kindertageseinrichtung und jede Grundschule hat eine Kooperationsbeauftragte oder einen Kooperationsbeauftragten bestellt.
  • Darüber hinaus sind auf Schulamtsebene bzw. Jugendamtsebene Kooperationsbeauftragte bestellt: 120 Grundschullehrerinnen und Grundschullehrer auf Schulseite. Auf Seiten des Jugendamts übernimmt die Aufgabe die Fachberatung des Jugendamts.
  • Kooperationsmodell „Gemeinsam Lernchancen nutzen“

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Themenübergreifende Bildungs- und Erziehungsperspektiven

Im 2005 eingeführten Bildungs- und Erziehungsplan für Kinder bis zur Einschulung enthält der Abschnitt "Themenübergreifende Bildungs- und Erziehungsperspektiven" Ausführungen zu den Übergängen von Kindern und zur Frage der Konsistenz im Bildungsverlauf (Transitionen). Im Kapitel 6.1 des Plans sind jeweils Leitgedanken, Ziele und Anregungen zur gemeinsamen Übergangsbewältigung und Begleitung praxisnah dargelegt. 

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Vorkurs "Deutsch 240"

In Bezug auf sprachliche Integration und Verbesserung der Teilhabechancen ist das im Schuljahr 2001/02 erstmals eingeführte und im Schuljahr 2008/09 auf einen Umfang von 240 Stunden erweiterte Vorkurskonzept "Deutsch 240" in wesentlicher Beitrag zum Gelingen von Transitionsprozessen, insbesondere für Kinder mit Migrationshintergrund. In Vorkursen werden Kinder in Kooperation von Kindergarten (und Kindertageseinrichtungen für Kinder, die Kinder im Vorschulalter aufnehmen) und Grundschule in den letzten eineinhalb Jahren vor Schulbeginn beim Erwerb der deutschen Sprache unterstützt.

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Bayerische  Bildungsleitlinien (BayBL)

Nachhaltige Bildung setzt voraus, an allen Bildungsorten Kontinuität und Anschlussfähigkeit in den Bildungsprozessen des Kindes herzustellen und Brüche im Bildungsverlauf zu vermeiden. Die Bayerischen Bildungsleitlinien ebnen dafür den Weg, indem sie die Basis schaffen für einen konstruktiven Austausch aller Bildungsorte und so der Praxis ermöglichen, noch besser aneinander anzuknüpfen. Die Bayerischen Bildungsleitlinien verstehen sich zugleich als Grundlage für die Umsetzung des Bayerischen Bildungs- und Erziehungsplans, auf dessen Basis sie entstanden sind.

 

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Arbeitskreise zur Intensivierung

Zur Intensivierung der Kooperation von Kindertageseinrichtung und Grundschule wurden des Weiteren folgende interne Arbeitskreise gebildet und Fortbildungskampagnen gestartet:

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Informationsaustausch und Datenschutz

Informationsbögen ermöglichen zeitnahe, individuelle Fördermaßnahmen

Eltern und pädagogische Kräfte in der Kindertageseinrichtung kennen das Kind zum Zeitpunkt der Einschulung am besten. Damit dieses Wissen im Einschulungsverfahren Berücksichtigung findet, sollen die Informationen auf einem Bogen festgehalten und der Grundschule übermittelt werden. Die individuellen Kompetenzen der Kinder stehen hierbei im Vordergrund. Die Grundschulen werden mit dem Informationsbogen in die Lage versetzt, individuelle Fördermaßnahmen der Kinder nahtlos und ohne zeitliche Verzögerung weiterzuführen und einzelne Kompetenzbereiche im Rahmen des Einschulungsverfahrens intensiver zu beobachten, um gegebenenfalls entsprechende Maßnahmen einzuleiten.

Datenschutz besonderes Anliegen der Staatsregierung

Der Bayerischen Staatsregierung ist es ein besonderes Anliegen, dass nicht nur die pädagogischen Ansätze von Kindertageseinrichtung und Grundschule aufeinander abgestimmt sind, sondern dass Informationen (Daten) über die einzelnen Kinder zwischen beiden Institutionen unter Berücksichtigung der datenschutzrechtlichen Vorgaben übermittelt und ausgetauscht werden. Hierbei werden die Interessen der Kindertageseinrichtungen und der Grundschulen, der Kinder und der Eltern gleichermaßen berücksichtigt.
Dies gilt auch für die Übermittlung von Informationen von Schulvorbereitenden Einrichtungen (SVE) an die Förderschulen und Grundschulen.

Bogen "Informationen für die Grundschule" verpflichtend

Zum Kindergarten- und Schuljahr 2008/2009 wurde der Bogen "Informationen für die Grundschule" verpflichtend eingeführt. Der Einsatz des Bogens, den Familien- und Kultusministerium entwickelt haben, hat die Zusammenarbeit zwischen Kindertageseinrichtungen und Grundschulen erheblich erleichtert.
Andere, zum Teil selbst entwickelte Bögen, sind aus datenschutzrechtlichen Gründen nicht zugelassen. Die pädagogischen Fachkräfte der Kindertageseinrichtung sind angehalten, den Bogen zusammen mit den Eltern auszufüllen. Den Informationsbogen erhalten die Eltern zur Vorlage bei der Schuleinschreibung. Das Ausfüllen des Bogens sowie die Vorlage bei der Schuleinschreibung sind für die Eltern freiwillig.

Materialien

Auf der Seite Datenschutz im Bereich Service finden Sie einen Formulierungsvorschlag für die pädagogische Konzeption, einen Mustervordruck für die Einwilligungserklärung der Eltern (mehrsprachig), einen Bogen "Informationen für die Grundschule" (mehrsprachig), Erläuterungen für Eltern (mehrsprachig) und Erläuterungen zum Bogen "Informationen für die Grundschule" für pädagogische Fachkräfte.

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Zusätzliche Informationen

audit berufundfamilie

Berufundfamilie Logo

Zertifikat zur Vereinbarkeit von Job und Familie

Mehr Informationen

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Broschüren rund um das Thema Kinderbetreuung

Deckblatt Broschüre Umweltbildung

Im Bayerischen Verwaltungs­portal finden Sie Bro­schür­en und Falt­blät­ter rund um das Thema Kin­der­be­treu­ung.

verwaltungsportal.de

Staatsinstitut für Frühpädagogik

Logo Staatsinstitut für Frühpädagogik - IFP

Das Staatsinstitut für Frühpädagogik (IFP) in Bayern befasst sich mit Fragen der Bildung, Erziehung und Betreuung von Kindern in Tageseinrichtungen.

ifp.bayern.de

Sozial-Fibel

Ein Lexikon über soziale Hilfen, Leistungen und Rechte.

Alle Stichworte von A bis Z