
Anzahl der Pflegebedürftigen nimmt stark zu
Bereits heute gibt es in Deutschland etwa 2,4 Millionen Pflegebedürftige. Bis zum Jahr 2050 wird sich diese Zahl Prognosen zufolge nahezu verdoppelt haben. Gleichzeitig wird die Zahl der Beitragszahler, die die Leistungen der Pflegeversicherung finanzieren müssen, sinken. Ob sich mit steigender Lebenserwartung der Eintritt der Pflegebedürftigkeit, also die Pflegefallwahrscheinlichkeit, nach hinten verschieben wird, lässt sich derzeit nicht verlässlich sagen. Es steigt das Risikos, an Demenz zu erkranken. Fast jede zweite Frau und nahezu jeder dritter Mann müssen künftig damit rechnen, im Alter dement zu werden.
Das Thema Pflege geht uns alle an.
Demographische Entwicklung erfordert mehr Pflegekräfte
Die Gesellschaftsstrukturen ändern sich. In den letzten Jahrzehnten hat die Anzahl der Großfamilien massiv abgenommen, die Zahl der Ein-Personen-Haushalte steigt hingegen stetig an. Immer mehr Frauen sind erwerbstätig und haben somit weniger Zeit für die Pflege von Angehörigen. Die erhöhte Mobilität tut ihr Übriges, um die Pflege durch Angehörige zu erschweren. Schon heute stehen den Pflegeeinrichtungen nicht mehr ausreichend qualifizierte Pflegekräfte zur Verfügung. Die demographische Entwicklung fordert von uns allen – Politik und Gesellschaft und jedem Einzelnen – eine Auseinandersetzung mit dem Thema Alter und Pflegebedürftigkeit.
Altenpflege-Azubi Lisa berichtet.