Strukturprogramm Nürnberg/Fürth
Arbeitsministerin Haderthauer: "Mit TANDEM bauen wir Langzeitarbeitslosen eine Brücke in den Arbeitsmarkt"
"Mit einem Allzeithoch bei den sozialversicherungspflichtig Beschäftigten von 4,7 Millionen und der geringsten Arbeitslosenquote aller Bundesländer steht Bayern glänzend da. Die sehr gute Arbeitsmarktsituation bietet eine hervorragende Chance, dass nun endlich auch Langzeitarbeitslose stärker vom Aufschwung profitieren. Dazu müssen wir sie stärker in ihren sozialen Zusammenhängen sehen. Denn oftmals ist die Langzeitarbeitslosigkeit bereits seit Jahren 'gewachsen' und innerhalb der Familie 'vererbt'. Statt eines bloßen Stellenangebots ist hier ein ganzheitlicher Ansatz wichtig, der die ganze Familie mit einbindet. Diese Familien brauchen eine intensive und umfassende Betreuung und Begleitung durch die Arbeitsagenturen und Jobcenter, die ihnen eine positive Perspektive geben. Dies umfasst auch die Beratung bei Schulden- und Wohnungsproblemen sowie Betreuungsangebote für Kinder. Genau diesen Ansatz verfolgt unser Projekt TANDEM, in dem die Jobcenter und die Jugendämter der Städte Nürnberg und Fürth Hand in Hand zusammenarbeiten und Familien als Ganzes in den Fokus nehmen", so Bayerns Arbeitsministerin Christine Haderthauer heute in München mit Blick auf die Feierlichkeiten in Fürth zum einjährigen Bestehen der Maßnahme und ergänzte: "Bei meinem Besuch vor Ort im September konnte ich mich selbst überzeugen: Ein Jahr nach Projektstart gibt es schon viele Erfolgsgeschichten, in denen Teilnehmern und ihren Familien passgenau geholfen wurde!"
Das dreijährige Modellprojekt TANDEM ist Teil des von der Bayerischen Staatsregierung aufgelegten Strukturprogramms Nürnberg-Fürth. Das Projekt wurde 2010 in Folge der Quelle-Insolvenz initiiert und wird mit 115 Millionen Euro gefördert. Auf TANDEM selbst entfallen hiervon rund 10 Millionen Euro.