Bayerisches Staatswappen 25.04.2012 - Pressemitteilung 259.12

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München, 25. April 2012 PM 259.12

Girls'Day und Boys'Day 2012

Familien- und Arbeitsministerin Haderthauer: "Es gibt keinen Beruf, den man nur einem Geschlecht überlassen sollte!"

"Unsere Jugendlichen sind offen für neue Lebensentwürfe. Trotzdem knüpfen viele Ihre Entscheidung für einen Berufsweg weniger an die eigenen Interessen und Fähigkeiten, als vielmehr an gängige Rollenerwartungen. Mädchen und Jungen traut Euch, diesen alten Zopf abzuschneiden - brecht alte Rollenmuster auf! Kreative und spannende Berufe gibt es in allen Bereichen. Entscheidet Euch danach, was euch liegt und Spaß macht und nicht danach, was andere als 'passend' erachten. Ich appelliere auch an alle Eltern, mit Rollenklischees aufzuräumen, damit sie ihren Kindern nicht die Chance nehmen, ihren Traumberuf zu finden", so Bayerns Familien- und Arbeitsministerin Christine Haderthauer heute in München mit Blick auf den Girls'Day und Boys'Day am 26. April.

"Trotz der besseren Schulabschlüsse konzentriert sich weit mehr als die Hälfte der Mädchen auf nur 10 von über 500 angebotenen betrieblichen Ausbildungen. Bei Mädchen mit Migrationshintergrund sind es sogar nur fünf. Und es ist kein einziger naturwissenschaftlich-technischer Beruf darunter. Dabei bieten gerade traditionell männlich besetzte Berufe tolle Chancen für Frauen, auch weil sie im Verhältnis besser bezahlt sind als 'typische Frauenberufe'", betonte Haderthauer und ergänzte: "Bei den Jungs entscheidet sich mehr als die Hälfte für einen von 20 'jungentypischen' Ausbildungsberufen Die Berufe aus dem sozialen, erzieherischen oder pflegerischen Bereich werden dabei komplett ausgeklammert und das nur, weil sie viele Jungs als uncool empfinden. Aber gerade deshalb brauchen wir hier dringend männliche Fachkräfte und Bezugspersonen. Für mich ist klar: Es gibt keinen Beruf, den man nur einem Geschlecht überlassen sollte. Deshalb muss die Gleichwertigkeit beider Geschlechter schon für unsere Kinder und Jugendlichen selbstverständlich sein. Ich rufe alle dazu auf, überkommene Rollenbilder über Bord zu werfen und unseren Kindern und Jugendlichen damit als Vorbild zu dienen. Ich freue mich deshalb schon sehr auf den morgigen Workshop zur geschlechtsspezifischen Berufswahl im Landtag, bei dem ich zum Thema 'Können Mädchen Autos reparieren und Jungs Windeln wechseln' sprechen werde."

Auch auf der Gleichstellungs- und Frauenministerkonferenz (GFMK) am 14./15. Juni 2012 in Nürnberg wird das Thema "Aufbrechen von Rollenbildern" Schwerpunkt sein - siehe www.gleichstellungsministerkonferenz.de.

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