Weltkindertag am 20. September
Familienministerin Haderthauer: "Was unsere Kinder uns wert sind, zeigt sich am Umgang mit ihren Eltern!"
"Was unsere Kinder uns wert sind, zeigt sich am Umgang mit ihren Eltern! Das gilt auch für die Arbeitswelt: Mütter und Väter, die Familienverantwortung leben, verdienen besondere Wertschätzung im Beruf. Dazu gehört, dass Betriebe in der Elternzeit kontinuierlich Kontakt mit ihren Mitarbeitern halten und Fortbildung gerade dann ernst genommen wird. Und dazu gehört auch, dass Teilzeit nach der Babypause nicht zum Abstellgleis wird: Kollegen in Teilzeit verdienen die gleiche Wertschätzung und Aufstiegmöglichkeiten wie Vollzeitkollegen. Entscheidend sind Qualität und Einsatzfreude und nicht die Anzahl von Stunden, in denen der Schreibtischstuhl auf Körpertemperatur gehalten wird. Wenn junge Eltern Familie partnerschaftlich leben wollen und beispielsweise beide ihre Arbeitszeit einige Zeit lang reduzieren, darf das nicht zu einer Abwertung in der Arbeitswelt führen. Wer seiner Familienverantwortung auf diese Weise nachkommt, investiert nicht nur in die gute Entwicklung seiner Kinder sondern bringt auch Managementqualitäten mit an den Arbeitsplatz, die endlich wertgeschätzt werden müssen!", so Bayerns Familienministerin Christine Haderthauer heute in München anlässlich des morgigen Weltkindertages unter dem Motto "Kinder brauchen Zeit".
"Kinder und Eltern wünschen sich mehr Familienzeit. Das hat gerade erst wieder die aktuelle Vorwerkstudie bestätigt: 83 Prozent der Eltern wünschen sich, viel gemeinsame Zeit mit ihren Kindern zu verbringen. Aber nur 28 Prozent geben an, diese Zeit auch tatsächlich aufbringen zu können. Weil der Job Taktgeber Nr. 1 für gemeinsame Familienzeit ist, müssen Tarifvertragsparteien, Betriebsräte und Arbeitgeber bei der Gestaltung der Arbeitsbedingungen bewusst Freiräume schaffen. Vereinbarkeit zwischen Familie und Beruf darf dabei nicht als 'Mütterthema' abgehakt werden. Familienfreundliche Maßnahmen müssen immer auch den Vätern offen stehen - und zwar nicht nur auf dem Papier", betonte die Ministerin und ergänzte: "Damit sich in der Gesellschaft etwas ändert, brauchen wir aber auch mutige Väter, die von den neuen Möglichkeiten Gebrauch machen. Die bayerischen Väter gehen mit gutem Beispiel voran und nehmen bundesweit am häufigsten eine Elternzeit - immerhin schon jeder dritte Vater. Aber auch hier ist noch viel Luft nach oben! Je mehr Männer Zeit für Familie einfordern, umso mehr wird auch die Akzeptanz steigen."