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München, 09. April 2014 PM 095.14

Vorlesestart mit ZDF-Moderator Geisensetter

Familienministerin Müller: "Vorlesen ist wichtig für die Entwicklung unserer Kinder - auch Väter sollen Lesevorbild sein"

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Bayerns Familienministerin Emilia Müller, Moderator und Schauspieler Pierre Geisensetter sowie die Geschäftsführerin "Programme und Projekte der Stiftung Lesen" Sabine Uehlein mit einer Kindergruppe des Hauses für Kinder in der Himbselstraße der Landeshauptstadt München bei der heutigen Vorleseaktion zum Start von „Mein Papa liest vor!“ in Bayern.

Trotz der wichtigen Bildungsfunktion des Lesens und Vorlesens lesen 30 Prozent der Eltern ihren Kindern nicht regelmäßig vor, und wenn, dann sind dies meistens die Mütter. Das vom Bayerischen Familienministerium geförderte Projekt "Mein Papa liest vor!" der Stiftung Lesen will dies ändern. Insbesondere Väter sollen dazu animiert werden, ihren Kindern mehr vorzulesen. Mit einer Vorleseaktion im Haus für Kinder in der Himbselstraße, an der Bayerns Familienministerin Emilia Müller und ZDF-Moderator Pierre Geisensetter teilgenommen haben, ist heute in München der Startschuss für "Mein Papa liest vor!" in Bayern gefallen. "Lesen fördert die Persönlichkeitsentwicklung. Lesen ist der Schlüssel zu Bildung und schulischem Erfolg. Wir können gar nicht früh genug damit anfangen, Interesse an Schrift und Geschichten zu wecken. Und die Lesefreude soll ein Leben lang anhalten. Innovative und nachhaltige Ansätze in der Leseförderung sind deshalb unabdingbar. Daher fördern wir die Umsetzung von 'Mein Papa liest vor!' in Bayern. Ich unterstütze die Initiative als Schirmherrin und freue mich, dass auch Herr Geisensetter als Vater beim Vorlesen mit gutem Beispiel vorangeht. Ich hoffe auf eine rege Beteiligung seitens der Bayerischen Unternehmen und ihrer Mitarbeiter", so heute Bayerns Sozialministerin Emilia Müller.

Das Projekt "Mein Papa liest vor!" funktioniert ganz einfach: Über das firmeneigene Intranet ihres Arbeitgebers erhalten die Mitarbeiter wöchentlich von der Stiftung Lesen eine Geschichte, die sie einfach und kostenlos herunterladen und mit nach Hause nehmen können. Die Geschichten sprechen die unterschiedlichen Interessen von Jungen und Mädchen an und berücksichtigen verschiedene Altersgruppen sowie kulturelle Hintergründe. Ein umfassendes Vorlese-Dossier mit Hintergründen und Tipps zum Vorlesen vermittelt zudem, warum Vorlesen für die Entwicklung der Kinder so wichtig ist.

Dr. Jörg F. Maas, Hauptgeschäftsführer der Stiftung Lesen, ergänzte: "Leseförderung ist nicht nur eine politische, sondern auch eine unternehmerische Aufgabe. Denn schon jetzt steht der deutsche Arbeitsmarkt vor großen Herausforderungen, da 14,5 Prozent der 15-Jährigen in Deutschland Schwierigkeiten beim Lesen und Schreiben haben und ihnen damit eine wichtige Voraussetzung zur Ausbildungsfähigkeit fehlt. Wir rufen daher alle Arbeitgeber auf, über die Teilnahme an 'Mein Papa liest vor!' einen einfachen und effektiven Beitrag zu einer familienfreundlicheren Arbeitskultur und zur Steigerung der Bildungschancen der Kinder ihrer Mitarbeiter zu leisten."

Moderator und Schauspieler Pierre Geisensetter betonte: "Kinder brauchen jedoch Väter, die ihnen vorlesen. Es ist wichtig, dass Männer ihre Rolle als Lesevorbilder bewusster wahrnehmen. Denn allzu oft überlassen Sie das Vorlesen den Müttern. Eltern sind die besten Vorbilder für ihre Kinder und können ihnen durch das Vorlesen helfen, sich zu vielseitig interessierten, aktiven und weltoffenen Menschen zu entwickeln."

In den nächsten Wochen kontaktiert die Stiftung Lesen in Bayern alle Arbeitgeber mit mehr als 100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und stellt ihnen das Projekt vor. Gut 5.000 Unternehmen im Land werden auf diesem Weg aktiv angesprochen. Auch kleinere Unternehmen und Institutionen können an dem kostenlosen Programm teilnehmen und sich bei Interesse unter der E-Mail-Adresse meinpapaliestvor@stiftunglesen.de anmelden. Weitere Informationen zur Stiftung Lesen und zu "Mein Papa liest vor!" erhalten Sie unter www.stiftunglesen.de. Einen Videobeteitrag dazu findet man hier.


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