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München, 08. Oktober 2015 PM 270.15

Fachtagung mit den bayerischen Jugendämtern: "Wie kann das Wohl der Kinder am besten geschützt werden?"

Familienministerin Müller würdigt die Arbeit der bayerischen Jugendämter

Die meisten Eltern sorgen liebevoll für ihre Kinder und achten darauf, dass sie gewaltfrei aufwachsen und sich bestmöglich entwickeln können. Sie sind die besten Garanten für eine positive und gesunde Entwicklung ihrer Kinder. Beim Kinderschutz geht es daher vorrangig darum, Eltern möglichst frühzeitig in ihren Erziehungskompetenzen zu stärken und sie zu unterstützen, damit sie ihrer Erziehungsverantwortung auch in belastenden Lebenssituationen gerecht werden können. Neben der Unterstützung der Eltern bei der Erziehung ihrer Kinder hat das Jugendamt aber auch die Aufgabe, Kinder und Jugendliche vor Gefahren für ihr Wohl zu schützen. "Das Elternrecht endet dort, wo Eltern das Kindeswohl gefährden oder trotz Unterstützung nicht in der Lage sind, das Kindeswohl sicherzustellen" so Bayerns Familienministerin Emilia Müller anlässlich der Fachtagung zum Schutz des Kindeswohls, die das Bayerische Familienministerium heute gemeinsam mit dem Landesjugendamt in Augsburg veranstaltet.

Die bayerischen Jugendämter haben im Jahr 2014 mehr als 15.000 Gefährdungseinschätzungen für Kinder und Jugendliche vorgenommen. Das bedeutet eine Zunahme um rund 2,5 Prozent gegenüber dem Jahr 2012, in dem Daten zur Gefährdungseinschätzung erstmals statistisch erfasst worden sind. "Mit der Umsetzung des Schutzauftrags sind für das Jugendamt in jedem Einzelfall schwierige und sensible Abwägungsprozesse zwischen Elternrecht und Kindeswohl verbunden. Ich spreche allen Fachkräften der Jugendämter, die solche Entscheidungen in diesem anspruchsvollen und auch persönlich belastenden Arbeitsfeld tagtäglich treffen müssen, meine Anerkennung und meinen Respekt aus", so die Ministerin.

Ziel der Fachtagung ist es, die Verfahren zur Umsetzung des Schutzauftrags gemäß § 8a SGB VIII im fachlichen Austausch mit den bayerischen Jugendämtern zu optimieren, die interdisziplinäre Zusammenarbeit in diesem Bereich weiter zu stärken und damit auch das Bayerische Gesamtkonzept zum Kinderschutz (www.kinderschutz.bayern.de) weiterzuentwickeln. An der Fachtagung nehmen über 100 Kinderschutzfachkräfte der bayerischen Jugendämter sowie Vertreter der Familiengerichte und der Ärzteschaft teil.

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