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München, 11. November 2015 PM 320.15

Bayerischer Integrationspreis 2015 Bayerischer Asylpreis 2015

Erstklassige Beispiele sozialer Integration ausgezeichnet

Integrationspreis-asylpreis 2015
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Die Vorsitzende des Türkisch-Deutschen Vereins zur Integration behinderter Menschen (TIM) e.V. aus Nürnberg, Kamile Erdemir (3.v.li.), Sozialministerin Emilia Müller (2. v.li.), Integrationsbeauftragter Martin Neumeyer (Mitte), die Vorsitzende des Vereins Lernwerkstatt Halle 36 e.V., Verena Stadler (3.v.re.), Landtagspräsidentin Barbara Stamm (2.v.re.) und Vorstandsmitglied der Lernwerkstatt Bernhard Vornehm (re.). | © Bildarchiv Bayerischer Landtag, Foto: Rolf Poss

Landtagspräsidentin Barbara Stamm, Bayerns Integrationsministerin Emilia Müller und der Bayerische Integrationsbeauftragte Martin Neumeyer haben heute bei einer Festveranstaltung im Bayerischen Landtag den Bayerischen Integrationspreis verliehen. Die diesjährige Preisverleihung stand unter dem Motto 'Integration? Ehrensache!'. Mit dem Bayerischen Integrationspreis 2015 wurde der Türkisch-Deutsche Verein zur Integration behinderter Menschen (TIM) e.V. aus Nürnberg ausgezeichnet. Dieser setzte sich gegen 55 Mitbewerber durch. "Wir wissen, dass Integration in Bayern funktioniert und dass sie nur im Miteinander Erfolg hat. Das ehrenamtliche Engagement vor Ort ist dabei ein zentraler Schlüssel", so Integrationsministerin Müller. Bei TIM e.V. setzen sich türkische und deutsche Ehrenamtliche seit 1987 für die gleichberechtigte Teilhabe von älteren Menschen mit Migrationshintergrund sowie Menschen mit Behinderung am sozialen, gesellschaftlichen, kulturellen und wirtschaftlichen Leben ein. "TIM e.V. verkörpert ein gelungenes Beispiel dafür, wie Menschen mit und ohne Migrationshintergrund nachhaltig auf ehrenamtlicher Basis gemeinsam Verantwortung füreinander übernehmen. Dies gebührt unser aller Anerkennung und Wertschätzung", betonte die Ministerin.

Landtagspräsidentin Barbara Stamm fügt hinzu: "Dieser Preis ist ein sichtbares Zeichen nach außen, wie wichtig das Engagement in der Integrationsarbeit und bei der Flüchtlingshilfe ist. Nicht nur die Preisträger, sondern alle Bewerber zeigen, was alles geht, wenn man den Willen dazu hat. Das Engagement all der ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer beweist, dass es in unserer Gesellschaft eine Kultur des Zusammenhalts gibt, auf die wir stolz sein können."

In diesem Jahr wurde auch zum ersten Mal in der Form der Bayerische Asylpreis vom Integrationsbeauftragten der Bayerischen Staatsregierung verliehen. Dieser stand unter dem Motto 'Teilhabe von Flüchtlingen, Asylbewerbern und Geduldeten am Arbeitsmarkt'. Von den insgesamt 21 Bewerbungen hat sich der Verein 'Lernwerkstatt Halle 36 e.V.' aus München durchgesetzt. In dem Projekt werden den unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen mit Unterstützung von Handwerkskammer und Innungen handwerkliche Grundkenntnisse in verschiedenen Gewerken vermittelt. Ziel ist es, die Jugendlichen bei der späteren Berufswahl zu unterstützen, indem sie durch praxisnahe Kurse ihre eigenen Fähigkeiten und Neigungen entdecken.

"Der erste Schritt ins Berufsleben ist für viele junge Menschen meist der erste und wichtigste in ein neues Leben", betont der Bayerische Integrationsbeauftragte Martin Neumeyer. "Das gilt für alle Jugendlichen, ob sie nun aus ihrer Heimat zu uns geflohen sind oder bereits seit Generationen im Freistaat leben. Die Lernwerkstatt Halle 36 ist dabei ein wichtiger Steigbügelhalter. Sie gibt den jungen Flüchtlingen Orientierung und Halt, wenn sie es am dringendsten benötigen. Genau damit leistet sie einen immens wichtigen Beitrag zum Wohle aller. Junge Menschen, die arbeiten, nehmen ihr Leben selbst in die Hand. Das ist gut für sie als Individuen und für uns als Gesellschaft ebenso. Ich freue mich sehr, dass ich den Preis einem so innovativen Projekt überreichen darf!"

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