Bayerisches Staatswappen 29.02.2016 - Pressemitteilung 070.16

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München, 29. Februar 2016 PM 070.16

Bayern barrierefrei

Sozialstaatssekretär Hintersberger: "Ein Museum frei von Barrieren - wie Menschen mit Behinderung Kultur erleben können"

Das alte Ägypten fasziniert viele Menschen, aber nicht allen fällt der Besuch in einem Museum leicht. Um so beeindruckender ist, was das Ägyptische Museum in München auf die Beine gestellt hat, um für alle Besucher erlebbar zu sein: "Ein derart umfassendes und durchdachtes System, diese alte Hochkultur auch für Menschen mit Behinderung erlebbar zu machen, verdient unseren höchsten Respekt. Ich freue mich deshalb sehr, heute das Signet 'Bayern barrierefrei - Wir sind dabei!' der Direktorin des Ägyptischen Museums, Dr. Sylvia Schoske, überreichen zu können", so Bayerns Sozialstaatssekretär Johannes Hintersberger.

Das Museum ist nicht nur für Rollstuhlfahrer mühelos erreichbar, es bietet auch spezielle Führungen für Menschen mit Hör- oder Sehbehinderung an, bei denen z.B. geeignete Exponate angefasst und ertastet werden können. Auch für Besucher mit psychischen Erkrankungen sind auf ihre Bedürfnisse zugeschnittene Führungen entwickelt worden. Schon seit letztem Jahr trägt das Museum das Gütesiegel "Reisen für alle". Diese einheitliche Zertifizierung ermöglicht es Touristinnen und Touristen, barrierefreie Angebote zu erkennen, die einem einheitlichen Qualitätsstandard unterliegen. Dr. Sylvia Schoske über die Bedeutung von Barrierefreiheit: "Barrierefreiheit beginnt im Kopf, umfasst neben technischen Voraussetzungen (wie Fahrstuhl oder Induktionsanlage) auch Serviceleistungen (z.B. Ausleihe von Rollstuhl und Rollator) und die Erschließung der Inhalte (Brailleschrift, Gebärdendolmetscher, Texte in Leichter Sprache) - und ist vor allem ein nie abgeschlossener Prozess!"

Der Freistaat investiert im Doppelhaushalt 2015/2016 rund 221 Millionen Euro in den Abbau von Barrieren in Bayern. "Wir wissen aber natürlich auch, dass der Staat alleine nicht Alles erreichen kann. Wir sind auf starke Partner angewiesen - Partner, die unsere Idee der Barrierefreiheit unterstützen. Denn ein barrierefreies Bayern ist für die ganze Gesellschaft ein Gewinn - für Eltern mit dem Kinderwagen genauso wie für Senioren, die vielleicht nicht mehr ganz so leicht vorankommen", so Hintersberger.


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