Bayerisches Staatswappen 16.03.2016 - Pressemitteilung 088.16

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München, 16. März 2016 PM 088.16

Equal Pay Day 2016

Sozialministerin Müller: "Wir sind erst zufrieden, wenn der Equal Pay Day auf den ersten Januar fällt"

Noch immer verdienen Frauen weniger als Männer. Der Gender Pay Gap beträgt derzeit 21 Prozent, wie die heute veröffentlichten Zahlen des Statistischen Bundesamtes belegen. "Der Equal Pay Day fällt dieses Jahr auf den 19. März. Zwar ist die Lohnlücke im Vergleich zum Vorjahr um einen Prozentpunkt zurückgegangen. Allerdings arbeiten Frauen damit nach wie vor 77 Tage umsonst. Das ist keinesfalls zu akzeptieren", so die Frauenbeauftragte der Bayerischen Staatsregierung, Bayerns Sozialministerin Emilia Müller.

Gerade Berufe im sozialen Bereich, die weit überwiegend von Frauen ausgeübt werden, sind oft schlechter bewertet und bezahlt als vermeintlich typische Männerberufe. Deshalb steht der diesjährige Equal Pay Day unter dem Motto 'Berufe mit Zukunft: Was ist meine Arbeit wert?'. Sozialministerin Müller betonte: "Jede Arbeit ist wertvoll. Insbesondere im Hinblick auf den demografischen Wandel müssen wir den Wert sozialer Berufe erkennen. Die in diesem Bereich tätigen Menschen leisten einen sehr wertvollen Beitrag für unsere Gesellschaft. Deshalb kämpfen wir weiterhin für Entgeltgleichheit. Wir sind erst zufrieden, wenn der Equal Pay Day auf den ersten Januar fällt."

Bereits seit 2008 ist der Equal Pay Day in Deutschland zur festen Institution geworden. Er markiert symbolisch den Zeitraum, in dem Frauen bei gleichem Stundenlohn unentgeltlich arbeiten, während ihre männlichen Kollegen bereits entlohnt werden. In diesem Jahr sind es 77 Tage. Die Gründe für die Lohnlücke sind unterschiedlich: Zum einen fehlen Frauen in bestimmten höher bezahlten Berufen, insbesondere in den naturwissenschaftlich-technischen Branchen. Zum anderen unterbrechen sie ihre Erwerbstätigkeit häufiger als Männer, um Kinder zu erziehen oder Angehörige zu pflegen. "Auch wenn sich so rund zwei Drittel der Lohnlücke erklären lassen, offenbaren sich dadurch strukturelle Unterschiede. Das darf man nicht klein reden", so die Ministerin abschließend.


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