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München, 10. April 2016 PM 113.16

'Ein-Euro-Jobs' für Asylbewerber

Sozialministerin Müller: "Durch über 9.000 'Ein-Euro-Jobs' führen wir Asylbewerber früh an unsere Arbeitswelt heran"

Im Freistaat gab es von August 2015 bis Januar 2016 9.157 'Ein-Euro-Jobs' für Asylbewerber. Bayerns Sozialministerin Emilia Müller zeigte sich damit sehr zufrieden: "Asylbewerber müssen ebenso wie Hartz IV Empfänger 'Ein-Euro-Jobs' annehmen. Sie fegen dann beispielsweise den Hof in der Erstaufnahmeeinrichtung, räumen Schnee oder helfen dem Hausmeister. Das spart nicht nur Geld, sondern hilft auch den Asylbewerbern. Sie lernen früh wichtige Werte wie Pünktlichkeit, Verantwortlichkeit und Gewissenhaftigkeit kennen, auf die es in unserer Arbeitswelt ankommt. Für die geleistete Arbeit erhalten sie noch ein wenig Geld. Gleichzeitig geben die Asylbewerber der Gesellschaft etwas zurück. Das schafft Akzeptanz in der Bevölkerung für die Hilfe, die wir den Asylbewerbern zukommen lassen."

Asylbewerbern kann ein sogenannter 'Ein-Euro-Job', also eine verpflichtende Arbeitsgelegenheit zugewiesen werden. Lehnen sie diesen ohne wichtigen Grund ab, werden ihre Leistungen gekürzt. "Sanktionen für Unwillige sind wichtig, um die Balance in der gesamtgesellschaftlichen Akzeptanz zu erhalten. Asylbewerber werden hier nicht anders behandelt als deutsche Hartz IV Empfänger", so die Ministerin und weiter: "Allerdings sind die meisten Asylbewerber froh, wenn sie bereits die Zeit ihres Aufenthalts in den Erstaufnahmeeinrichtungen sinnvoll nutzen und so einen Beitrag zum Gemeinwesen leisten können. Deshalb wollen wir die 'Ein-Euro-Jobs' auch weiter ausbauen."

'Ein-Euro-Jobs' sind keine Arbeitsverhältnisse. Sie müssen wettbewerbsneutrale, zusätzliche und gemeinnützliche Arbeiten sein, die einen Umfang von 20 Stunden pro Woche nicht überschreiten. Mögliche Einsatzfelder sind Arbeiten in Erstaufnahmeeinrichtungen oder anderen Unterkünften zu deren Aufrechterhaltung und Betrieb oder bei kommunalen und gemeinnützigen Trägern (z. B. Landschaftspflege, Umweltschutz, Wegebau). Die Asylbewerber erhalten eine Entschädigung in Höhe von 1,05 Euro pro Stunde.

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