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München, 29. April 2016 PM 133.16

Bayerisch-Böhmische Partnerschaft

Sozialstaatssekretär Hintersberger: "Die gegenseitigen starken Beziehungen Bayerns und Böhmens gilt es fortzusetzen und an die Jugend weiterzugeben. Deutsche Minderheit in Tschechien ist wichtiger Partner bei diesem Dialog"

"Reichenberg/Liberec in Tschechien und Augsburg in Bayern erfüllen die Partnerschaft, die sie verbindet, mit viel Leben und sind Musterbeispiele für ein enges grenzüberschreitendes Miteinander", betonten sowohl Bayerns Sozialstaatssekretär Johannes Hintersberger als auch der Reichenberger Oberbürgermeister Tibor Batthyány beim ihrem Gespräch am 27. April 2016 im Reichenberger Rathaus. Am Gespräch nahm auch der Sprecher der Sudetendeutschen Volksgruppe Bernd Posselt teil. Sie erörterten verschiedene Beispiele der Zusammenarbeit und betonten, wie wichtig gerade der Austausch unter den Schulen ist. "Wir müssen die Jugend zusammenführen - das ist ein Schlüssel für den künftigen Erfolg beider Länder. Gemeinsame Kulturveranstaltungen, der Sport und Praktika im jeweils anderen Land können zum engeren Miteinander wesentlich beitragen", hob Hintersberger hervor. Die hohe Bedeutung der frühen Vernetzung von schulischer und beruflicher Ausbildung war ebenso Thema des Gesprächs zwischen Hintersberger, Batthyány und Posselt wie die durch die Sudetendeutschen über Jahrhunderte geprägte Geschichte Reichenbergs. Alle Gesprächsteilnehmer sahen im bayerisch-tschechischen Kulturabkommen eine gute Grundlage für eine Intensivierung der kulturellen Kooperationen.

Gemeinsam mit dem Sprecher der Volksgruppe besuchte der Staatssekretär auch das Begegnungszentrum der Deutschen Minderheit in Reichenberg und die 'Galerie Verständnis' in Gablonz-Reinowitz. Hintersberger zeigte sich beeindruckt von der Arbeit, die die Vertreter der deutschen Minderheit und des Heimatkreises in beiden Einrichtungen beschrieben: "Die Deutsche Minderheit ist ein wichtiger Partner im Dialog zwischen Bayern und Tschechien. Hier wird Kultur- und Geschichtsbewusstsein auf der Grundlage von Wahrheit und Gerechtigkeit lebendig gehalten. Das ist die tragfähige Basis für unsere Gespräche und ein friedliches Miteinander."

Mit Blick auf Reichenberg, Gablonz und Neudek erklärte der Staatssekretär: "Ich begrüße es sehr, dass in vielen tschechischen Kommunen die Kooperation mit den Sudetendeutschen inzwischen sehr gut gelingt." Gemeinsam mit dem Oberbürgermeister von Nejdek/Neudek, Vertretern der deutschen Minderheit und dem Neudeker Heimatkreis "Glück auf" legte Hintersberger einen Kranz am Neudeker Kreuzweg nieder und gedachte der Opfer von Flucht und Vertreibung. Der Kreuzweg aus dem 19. Jahrhundert war vor einigen Jahren auch dank der Unterstützung der Ortsgruppe Augsburg-Hochzoll der Sudetendeutschen Landsmannschaft renoviert worden.

Im Balthasar-Neumann Haus in Eger traf der Staatssekretär Vertreter der Egerländer, der deutschen Minderheit und der Stadt Eger und betonte: "Einrichtungen wie dieses Haus sind wichtige Orte, um sudetendeutsche Kultur und Schicksal einer breiten Öffentlichkeit zu präsentieren und die Erinnerungskultur zu pflegen." Hintersberger dankte den Egerländern für ihr Engagement im und für das Balthasar-Neumann-Haus: "Ihnen ist es nicht nur hervorragend gelungen, sich in Eger bestens zu verorten, sondern auch zahlreiche Brücken zu bauen. Das ist Arbeit für eine gute Zukunft des Egerlandes, Ihrer Heimat".

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