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München, 30. Juni 2016 PM 220.16

Bekämpfung Langzeitarbeitslosigkeit

Arbeitsministerin Müller: "Langzeitarbeitslosen eine reelle Chance auf Rückkehr in den Arbeitsmarkt geben - Förderung der Modellprojekte geht weiter"

Die beiden Modellprojekte 'Perspektiven für Familien' in Nürnberg und 'Tandem' in Fürth gehen bei der Bekämpfung von Langzeitarbeitslosigkeit seit 2010 mit großem Erfolg neue Wege. Bayerns Arbeitsministerin Emilia Müller zog heute Bilanz: "Langzeitarbeitslosigkeit betrifft die ganze Familie. Deshalb setzen wir bei den beiden Modellprojekten auf den ganzheitlichen Ansatz. Dabei beziehen wir die Familienangehörigen, insbesondere die Kinder mit in die Förderung ein. Maßnahmen des Jugendamtes und der Jobcenter werden passgenau aufeinander abgestimmt. In der zweiten Projektphase seit Juli 2013 konnten so über 45 bzw. 50 Prozent der Teilnehmer wieder in den Arbeitsmarkt integriert werden. Das sind herausragende Ergebnisse. Sie zeigen, der ganzheitliche Ansatz ist der richtige Weg, um Langzeitarbeitslosigkeit nachhaltig zu bekämpfen. Auch der Verwaltungsrat der Bundesagentur für Arbeit bewertet dies positiv und hat erst jüngst eine entsprechende Vorgehensweise einstimmig empfohlen."

Die Förderung der Modellprojekte durch den Freistaat Bayern war bis 30. Juni 2016 befristet. Arbeitsministerin Müller: "Ich freue mich, dass wir die Städte Nürnberg und Fürth noch bis Ende des Jahres 2016 weiter unterstützen können. Unsere Forderung an den Bund bleibt aber bestehen, diesen ganzheitlichen Ansatz in die Regelstrukturen der Arbeitsförderung und Grundsicherung zu überführen. Gleichzeitig ist es aber auch notwendig, hierfür zusätzliche Mittel zur Verfügung zu stellen. Denn nur so kann die Integration Langzeitarbeitsloser in den ersten Arbeitsmarkt gelingen." Aktuell sind in Deutschland rund eine Million Menschen von Langzeitarbeitslosigkeit betroffen, in Bayern mehr als 62.000.

Die Modellprojekte starteten im Juli 2010 als Teil des von der Bayerischen Staatsregierung aufgelegten Strukturprogramms Nürnberg/Fürth. Die insgesamt mit 10 Mio. Euro dotierten arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen werden nun bis Ende 2016 fortgeführt. Sie richten sich an Familien, die Arbeitslosengeld II beziehen. Qualifizierung, Beschäftigung und familienunterstützende Angebote schaffen für die Teilnehmenden neue Perspektiven.

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