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Pressemitteilung

Bayerns Integrationsministerin Emilia Müller besuchte heute in Altötting eine Flüchtlingsklasse zur Wertevermittlung. Die Ministerin erklärte: "Integration kann nur gelingen, wenn alle unabhängig von Herkunft, Glauben und Kultur die in Deutschland geltenden Regeln annehmen und akzeptieren. Dazu gehören selbstverständlich die Werte des Grundgesetzes, wie die Rechtsstaatlichkeit und die Gleichberechtigung von Mann und Frau. Wir legen hierfür mit unseren Kursen zur Wertevermittlung für Asylbewerber den Grundstein. Dadurch ermöglichen wir es ihnen, sich frühzeitig mit unserer Leitkultur und dem Verhalten im öffentlichen Leben in Bayern auseinanderzusetzen."

Der Freistaat Bayern finanziert bereits seit 2013 'Deutschkurse zur sprachlichen Erstorientierung für Asylbewerber'. Allein in diesem Jahr werden an weit über 400 Standorten bayernweit Erstorientierungskurse angeboten. Das Modul 'Werte und Zusammenleben' ist Bestandteil dieser Kurse. Müller führte aus: "Bayern geht mit gutem Beispiel voran. Wir haben schon früh erkannt, dass die Vermittlung von Sprachkompetenz und Werteverständnis die Voraussetzung für eine reelle Chance zur Integration ist. Damit erhalten Flüchtlinge auch tatsächlich Zugang zum Arbeitsmarkt und können am gesellschaftlichen Leben teilnehmen. Wer deutsch spricht, sich an unsere Regeln hält und für seinen Lebensunterhalt selbst sorgen kann, wird sich schnell in seiner neuen Heimat zurechtfinden."

Anna Engel-Köhler, vorsitzende Geschäftsführerin des Projektträgers Berufliche Fortbildungszentren der Bayerischen Wirtschaft (bfz) gGmbH ergänzte: "Unsere Erfahrungen mit über 9.000 Kursteilnehmern bestätigen, dass es unabdingbar ist, die hier geltenden Werte und Normen zu kennen. Nur so kann man in unserer Gesellschaft ankommen und beruflich Fuß fassen. Das bfz bietet seit 2013 Deutschkurse zur sprachlichen Erstorientierung an."

Bayern engagiert sich in hohem Maße für die Integration der Zuwanderer. Die Ministerin forderte jedoch nachdrücklich die unerlässliche Unterstützung durch den Bund. Dieser ist für die Bereitstellung und Durchführung von flächendeckenden Sprach- und Orientierungskursen auch für Asylbewerber zuständig. "Der Bund wird seiner Verantwortung bislang nicht gerecht. Deshalb geht der Freistaat mit seinen Sprach- und Wertekursen in Vorleistung. Jetzt muss der Bund endlich seiner Verpflichtung nachkommen und dringend ausreichend Kapazitäten und finanzielle Mittel bereitstellen. Nur so kann die Integration der Bleibeberechtigten gelingen.", erläuterte Müller abschließend.