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Marktplatz der Generationen

Aktuelles

Fachtagung "Marktplatz der Generationen" in Ingolstadt war ein voller Erfolg
 

Am 17. Oktober 2014 veranstaltete das StMAS eine Fachtagung zum Programm "Marktplatz der Generationen". Nach einer aktuellen Laufzeit von zwei Jahren gab die Fachtagung vor rund 200 Teilnehmerinnen und Teilnehmern eine Halbzeitbilanz der beteiligten neun Kommunen.

Der Ehrenamtsbotschafter der Bayerischen Staatsregierung, Markus Sackmann, hob in seiner Begrüßung die Notwendigkeit hervor, die Nah- und Grundversorgung, aber auch die entsprechende soziale Infrastruktur in den kleinen Gemeinden zu sichern und damit älteren Menschen einen Verbleib in ihrer Gemeinde zu ermöglichen. Es ist vorgesehen, das Programm "Marktplatz der Generationen" künftig auf andere Kommunen auszuweiten

Hier finden Sie die Dokumentationen zum Programm.

Die Dokumentationen zum Programm finden sie hier und hier.

 

Marktplatz der Generationen

Die demografische Entwicklung stellt für unsere Gesellschaft eine große Herausforderung dar. Der Leitgedanke der bayerischen Seniorenpolitik orientiert sich am Wunsch der meisten älteren Menschen, möglichst lange in ihrer vertrauten häuslichen Umgebung leben zu können.

Das Konzept „Marktplatz der Generationen“ hat das Ziel, die Nah- und Grundversorgung, aber auch die medizinische, pflegerische und soziale Infrastruktur sowie Dienstleistungen in kleinen Gemeinden zu sichern, neue Wohnkonzepte anzustoßen und damit auch älteren Menschen einen Verbleib in ihrer Gemeinde zu ermöglichen.

Das Angebot richtet sich an kleine Gemeinden (mit bis zu ca. 3.000 Einwohnerinnen und Einwohner), bezieht aber auch entsprechend abgeschlossene Ortsteile größerer Gemeinden mit ein, die mit ähnlichen Problemlagen konfrontiert sind. Insgesamt kann dadurch auch das Gemeindeleben als solches gestärkt werden. Mit einer individuellen und passgenauen Beratung werden kleinere Gemeinden dabei unterstützt , auf ihre jeweilige Situation zugeschnittene Lösungen zu entwickeln und umzusetzen. Die Beratung erstreckt sich auf folgende Module (die dabei genannten Unterpunkte stehen nur exemplarisch für eine Vielzahl möglicher Maßnahmen):

1. Markt

  • Sicherung der Grundversorgung durch Lebensmitteleinzelhandel, Metzger und Bäcker, z.B. in Form eines Dorfladens oder eines Bringdienstes
  • Nutzung von gastronomischen Angeboten, z.B. Mittagstisch für ältere Menschen
  • Integration von weiteren Angeboten, wie z.B. Getränkemarkt, Verkauf von regionalen Produkten, Etablierung eines Wochenmarkts

2. Dienstleistungen

  • Vorhalten von Leistungen der Kommunalverwaltung, z.B. in Form von (stundenweiser) Präsenz und Sprechstunden
  • Integration von Bank-, Post- bzw. Partner-Filialen, bzw. Automaten
  • Etablierung eines Servicezentrums zur Vermittlung unterschiedlicher Dienstleistungen, wie Einkaufshilfen, Babysitter-Dienste
  • Sicherstellung von Mobilität, z.B. in Form von Bürger- oder Flexibussen, Fahr- und Begleitdiensten

3. Gesundheit

  • Sicherstellung der haus- und zahnärztlichen Versorgung (z.B. in Form zeitlich begrenzter Sprechstunden)
  • Integration von Sozialstationen, z.B. durch fixe Außen-Sprechstunden
  • Umsetzung von niedrigschwelligen Betreuungsangeboten, wie z.B. Betreuungsgruppen und ehrenamtliche Helferkreise
  • Angebot von unterstützenden Hilfen, wie z.B. „Essen auf Rädern“, Hausnotruf

4. Gesellschaftliche Teilhabe

  • Schaffen eines offenen Treffpunkts (Multifunktionsraum) für Alle
  • Möglichkeit zu regionalen Kulturveranstaltungen
  • Integration von Bildungsangeboten, z.B. VHS-Kurse, Umgang mit dem Handy/PC
  • Initiierung von Nachbarschaftshilfen, Seniorengenossenschaften, Patenschaften
  • Auf- bzw. Ausbau eines Pools von bürgerschaftlich Engagierten, z.B. für Assistenzleistungen (Ausfüllen von Formularen, Begleitung zum Bankautomaten)

5. Wohnen

Schaffung von neuen ambulanten Wohnformen für ältere Menschen, wie z.B. generationenübergreifende Wohnprojekte oder Seniorenhausgemeinschaften

 

Interessensbekundungsverfahren

Interessierte Gemeinden hatten die Möglichkeit, an einem Interessensbekundungsverfahren teilzunehmen. Insgesamt wurden aus über 70 Bewerbungen folgende neun Gemeinden von einem ressortübergreifenden Vergabeausschuss ausgewählt: 

  • Breitbrunn (Unterfranken)
  • Verwaltungsgemeinschaft Hohenberg an der Eger/Schirnding und Berg (Oberfranken)
  • Burk (Mittelfranken)
  • Bärnau und Waldthurn (Oberpfalz)
  • Mauth (Niederbayern)
  • Todtenweis (Schwaben)
  • Schechen (Oberbayern)

Weiterführende Informationen

Zusätzliche Informationen

audit berufundfamilie

Berufundfamilie Logo

Zertifikat zur Vereinbarkeit von Job und Familie

Mehr Informationen

Koordinationsstelle Wohnen im Alter

Logo Koordinationsstelle Wohnen im Alter- Konzepte, Initiativen und Visionen fürs Alter

Konzepte, Initiativen und Visionen

wohnen-alter-bayern.de

Kuratorium Deutsche Altershilfe (KDA)

Logo Kuratorium Deutsche Altenhilfe

Die KDA-Angebote richten sich an Verantwortliche der Altershilfe und Altenarbeit.

kda.de

Sozial-Fibel

Ein Lexikon über soziale Hilfen, Leistungen und Rechte.

Alle Stichworte von A bis Z