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Gesellschaftliche Teilhabe

Drei Teilnehmer während eines Rollstuhlrennens

Für ein Leben in der Mitte der Gesellschaft

Im Zentrum bayerischer Behindertenpolitik steht der Paradigmenwechsel von der Fürsorge und Versorgung hin zur gleichberechtigten Teilhabe für Menschen mit Behinderung am Leben in der Gesellschaft.

Selbstbestimmung, Teilhabe und Inklusion

Im Vordergrund stehen die Gedanken der Selbstbestimmung, Teilhabe und Inklusion mit dem Ziel, Menschen mit Behinderung ein Leben in der Mitte der Gesellschaft zu ermöglichen. Nicht mehr der behinderte Mensch hat sich an die gesellschaftlichen Gegebenheiten, sondern die Gesellschaft hat sich an die Belange des behinderten Menschen anzupassen.

Der Anspruch auf die eigene Selbstbestimmung muss die Selbstbestimmung anderer respektieren und hängt eng mit dem Vermögen zusammen, für sich und andere Verantwortung zu tragen. Je schwerer eine Behinderung ist, desto mehr wird allerdings stellvertretendes Entscheiden und "fremdverantwortliches" Handeln erforderlich sein. Das Ziel „Selbstbestimmung“ umfasst dann den Auftrag, bei allem Handeln die Betroffenen jeweils einzubeziehen. Leitbild ist die Unterstützung von Menschen mit Behinderung, nicht mehr Fürsorge, Versorgung und Betreuung.

Mögliche Zielkonflikte

Die Ziele der Teilhabe, Selbstbestimmung und Inklusion können in einem Zielkonflikt zueinander stehen. So kann die Inklusion mit dem Ziel der Teilhabe kollidieren, wenn beispielsweise die Schließung der Werkstätten für behinderte Menschen als „inklusionsfeindliche Sondereinrichtungen“ nicht zu einer Teilhabe am allgemeinen Arbeitsmarkt führt, weil dieser bei realistischer Betrachtungsweise für viele in Werkstätten Beschäftigte verschlossen bleibt, Menschen mit Behinderung auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt eben keinen Arbeitsplatz finden. Ein Zielkonflikt zwischen Inklusion und Selbstbestimmung kann beispielsweise auftreten, wenn ein behinderter Mensch sich in einem Wohnheim für Menschen mit Behinderung besser aufgehoben sieht oder wenn Eltern in einer Förderschule eine bessere und zukunftsgesichertere Bildung oder nachhaltigere Vorbereitung ihres Kindes auf eine (spätere) Teilhabe in der Gesellschaft sehen als in Regelschulen.

Das langfristige Ziel einer inklusiven Gesellschaft

Langfristig wollen wir eine inklusive Gesellschaft für Menschen mit Behinderung, die deren selbstbestimmte Teilhabe an allen Aspekten des Lebens sicherstellt.
 

Zusätzliche Informationen

audit berufundfamilie

Berufundfamilie Logo

Zertifikat zur Vereinbarkeit von Job und Familie

Mehr Informationen

Antrag auf Feststellung einer Behinderung nach dem SGB IX

Logo Zentrum Bayern Familie und Soziales

zbfs.bayern.de

Frühgeborenen-Nachsorge

Logo Harlekin

harlekin-nachsorge.de

Selbsthilfe LAG Bayern

Logo Selbsthilfe LAG Bayern

lagh-bayern.de

Netzwerkfrauen Bayern

Logo Netzwerk Frauen

netzwerkfrauen-bayern.de

Selbsthilfekoordination Bayern e.V.

Logo Seko

seko-bayern.de

Miteinander - Zukunft Inklusion

Miteinander-zukunft-inklusion

Inklusion in Bayern: Alle sind dabei - mit und ohne Behinderung!

Broschüre (DIN lang), 12 Seiten, September 2015