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100 Tage als Familien- und Sozialministerin

Sozialministerin Schreyer zieht Zwischenbilanz

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Bayerns Sozialministerin Kerstin Schreyer hat heute anlässlich ihrer ersten 100 Tage im Amt Bilanz gezogen und die Schwerpunkte für die nächsten Wochen und Monate präsentiert.

Im Rahmen ihrer ersten ‚Münchener Rede zur Familien- und Sozialpolitik‘ sagte sie: „Ich habe nach wie vor großen Respekt vor der Aufgabe und freue mich, dass ich als Familien- und Sozialministerin einiges bewegen kann. Ich habe 10 Jahre als Sozialpädagogin und Familientherapeutin gearbeitet. Deshalb verstehe ich Menschen, die in Notlagen sind, sehr gut. In den ersten 100 Tagen haben wir eine ganze Menge auf den Weg gebracht, und wir haben noch einiges vor!“

Zu den bereits umgesetzten Themen gehören unter anderem die Einführung des Bayerischen Familiengeldes, die Verbesserungen am Psychisch-Kranken-Hilfegesetz und die Vorstellung des Drei-Punkte-Plans zur Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und die Weiterbildung.

„Die Familienpolitik liegt mir besonders am Herzen. Familien sind das Fundament unserer Gesellschaft, sie verdienen ganz besondere Wertschätzung. Deshalb führen wir das Bayerische Familiengeld ein.“ Das Familiengeld beträgt 250 Euro pro Monat und Kind (ab dem 3. Kind 300 Euro) und wird ab 1. September an alle Eltern von ein- und zweijährigen Kindern ausbezahlt. „Das ist echte Wahlfreiheit. Der Freistaat unterstützt jede Familie, egal, wie sie ihr Leben gestalten will. Das gibt es nur in Bayern“, so die Ministerin.

Das neue Psychisch-Kranken-Hilfe-Gesetz beinhaltet viele Hilfen für die Betroffenen. „Mit dem im Landtag befindlichen Gesetz halten wir die Balance zwischen individueller Therapie, besseren Hilfen und Schutz vor Selbst und Fremdgefährdung“, so die Ministerin.

Letzte Woche hat Schreyer ihren Drei-Stufen-Plan zum Schutz von Frauen vor Gewalt im Landtag vorgestellt. Er beinhaltet Sofortmaßnahmen, eine mittelfristig steigende Förderung zur Schaffung neuer Plätze und langfristig ein neues Gewaltschutzkonzept, das passgenaue Hilfe anbietet.

Beim Thema Arbeitsmarkt liegt der Schwerpunkt klar auf der Weiterbildung. Die Lage am bayerischen Arbeitsmarkt ist hervorragend. „Wir wollen, dass das so bleibt. Dafür sind Bildung und Weiterbildung das A und O. Ich bin deshalb sehr froh, dass wir vor zwei Wochen den Pakt für berufliche Weiterbildung mit den Wirtschaftsverbänden und Gewerkschaften unterzeichnen konnten. Denn nur gemeinsam kann man viel erreichen.“ Im nächsten Jahr will die Ministerin außerdem Weiterbildungsschecks einführen und mit bis zu 500 Euro Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in kleinen und mittleren Unternehmen unterstützen.

Weitere Themen für die nächsten Wochen und Monate sind die Inklusion von Menschen mit Behinderung, die Seniorenpolitik sowie die Bekämpfung der Obdachlosigkeit.

Die gesamte ‚Münchner Rede zur Sozialpolitik‘ finden Sie auf unserer Internetseite.

Weitere Bilder der Veranstaltung finden Sie in unserer Mediathek.

Staatsministerin Kerstin Schreyer während ihrer ersten ‚Münchener Rede zur Familien- und Sozialpolitik‘

Foto: StMAS/Alexander Göttert