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‚Mobiler Lotsenpunkt‘ für obdachlose Menschen

Sozialministerin Schreyer stellt neues Projekt zur Obdachlosenhilfe in München vor

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Ein Bus mit dem deutlich sichtbaren Aufdruck ‚Mobiler Lotsenpunkt‘ ist heute von Pfarrer Rainer Maria Schießler vor dem bayerischen Sozialministerium gesegnet und seiner Bestimmung übergeben worden. Bayerns Sozialministerin Kerstin Schreyer erklärte dabei, welche Aufgabe der ‚Mobile Lotsenpunkt‘ haben wird: „Hilfe für obdachlose Menschen bedeutet in erster Linie: wir können nicht darauf warten, dass die Betroffenen zu uns kommen und uns erzählen, wie sie in diese schwere Krise geraten sind. Hilfe heißt in diesem Fall: dorthin kommen, wo sich die Menschen ohne Obdach aufhalten.“

Ab heute werden zwei erfahrene Sozialpädagoginnen mit dem ‚Mobilen Lotsenpunkt‘ regelmäßig und zuverlässig Orte in München anfahren, die von obdachlosen Menschen aufgesucht werden. Fachlich wird das Projekt von Lotse e.V. betreut. Geschäftsführer Peter Deutsch verspricht sich praktische und schnelle Hilfe: „Unser Name ist Programm, wir möchten mit diesem mobilen und offen zugänglichen Angebot für Menschen, die sich in der besonderen Lebenslage - Wohnungslosigkeit und Obdachlosigkeit - befinden, Informationen, Beratung und Schnittstellenarbeit als einen ergänzenden Mosaikbaustein leisten. Mein Dank richtet sich an Sozialministerin Kerstin Schreyer und an die Tessin-Stiftung für die Realisierung des Projekts.“

Die finanzielle Unterstützung für den ‚Mobilen Lotsenpunkt‘ kommt von der Dr. Ingeborg von Tessin und Marion von Tessin-Stiftung. Der stellvertretende Vorstandsvorsitzende Rupert Hackl erklärt, welche Bedeutung dieses Engagement für die Stiftung hat: „Für unsere Stiftung ist es in Kooperation mit dem Ministerium und Lotse e.V. ein Pilotprojekt mit dem Ziel, einen direkten Beitrag zur Bekämpfung der Obdachlosigkeit zu leisten. Wichtig ist uns vor allem auch der Aspekt, bedürftige und gefährdete Jugendliche in die Gesellschaft einzugliedern und vor einem Abdriften in die Obdachlosigkeit zu bewahren.“

Das Foto zeigt: Pfarrer Rainer Maria Schießler, Sozialministerin Kerstin Schreyer, Vorstandsvorsitzenden Rupert Hackl, Geschäftsführer Peter Deutsch und Mitarbeiterinnen von Lotse e.V.

Fotoquelle. StMAS