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Inklusiver Wohnraum für Menschen mit Behinderung

Sozialministerin Schreyer: „Mit einem 400 Millionen Euro schweren Förderprogramm wollen wir zeitgemäße und inklusive Wohnformen schaffen“

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„Wir nehmen Inklusion in allen Lebensbereichen ernst. Das heißt für mich, dass Menschen mit Behinderung in Mitten unserer Gesellschaft wohnen und arbeiten. Damit Menschen mit Behinderung zukünftig besser am öffentlichen Leben teilhaben können, müssen sich große Einrichtungen stärker öffnen. Dazu brauchen wir zeitgemäße und inklusive Wohnformen, in denen Menschen mit und ohne Behinderung individuell und selbstbestimmt leben können“, so Bayerns Sozialministerin Kerstin Schreyer.

Der Freistaat Bayern wird hierzu ein bundesweit einmaliges Sonderinvestitionsprogramm in Höhe von 20 Millionen Euro pro Jahr für 20 Jahre auflegen. Dazu Schreyer: „Die Einrichtungsträger können die Konversion nicht alleine stemmen. Solch ein Umbau geht auch nicht von heute auf morgen. Dafür braucht es Zeit und auch viel Geld. Mit dem Sonderinvestitionsprogramm unterstützen wir die Träger dabei, bestehende Plätze zu modernisieren und neue zu schaffen.“

Das Sozialministerium wird nun bis Mitte nächsten Jahres ein Umsetzungskonzept erarbeiten. „Dazu holen wir die Bezirke, Selbsthilfegruppen und die Verbände mit an den Tisch. Inklusion ist nicht nur eine Chance für die betroffenen Menschen, sie schafft auch eine Gesellschaft des Miteinanders“, so die Ministerin abschließend.

Konversion bedeutet, die großen, sogenannten Komplexeinrichtungen der Behindertenhilfe zu dezentralisieren. Die Einrichtungen sollen mit der vor Ort verfügbaren Infrastruktur (ÖPNV, Einkaufsmöglichkeiten, Freizeit etc.) besser vernetzt werden und sich stärker als bisher öffnen.