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Beschäftigung für Menschen mit seelischen Erkrankungen

Sozialministerin Schreyer startet Pilotprojekt im eigenen Haus

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Sechs Menschen mit schweren seelischen Erkrankungen sind ab sofort im Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales tätig. Sie werden im Rahmen des Pilotprojekts nach ihren Möglichkeiten und Fähigkeiten eingesetzt und von zwei Betreuern begleitet. Bayerns Sozialministerin Kerstin Schreyer, selbst Sozialpädagogin und Familientherapeutin, hat dieses Projekt persönlich ins Leben gerufen: „Die Menschen, die jetzt zu uns kommen, sind seelisch so stark beeinträchtigt, dass sie nur wenige Stunden in der Woche einer Tätigkeit nachgehen können. Sie werden bei uns eine sinnvolle Beschäftigung und Anerkennung für ihre Leistung erfahren.“

Stark beeinträchtigte Menschen, insbesondere mit psychiatrischer Diagnose, haben wegen ihres Krankheitsbildes in der Regel keine Chance, einer Beschäftigung nachzugehen. Sie erhalten oft noch nicht einmal eine Gelegenheit, sich zu erproben und zu beweisen. Diese möchte ihnen das Sozialministerium bieten. Das Projekt wird in Zusammenarbeit mit der Caritas verwirklicht. Es ist erfreulich, dass das Ministerium Beschäftigungsplätze schafft. Mit diesem Inklusionsprojekt setzt das Ministerium ein positives Signal. Es könnte ein Modell für weitere Behörden im Öffentlichen Dienst sein“, erklärt Gabriele Stark-Angermeier, Vorstandsmitglied für Altenhilfe, Soziale Dienste und Personal im Caritasverband der Erzdiözese München und Freising.

Die sechs Teilnehmerinnen und Teilnehmer an dem Pilotprojekt ergänzen eine beträchtliche Zahl von Menschen mit Behinderung, die bereits im Sozialministerium tätig sind. Die Quote des Hauses liegt bei 13,9 Prozent und damit deutlich höher als die gesetzlich geforderten 5 Prozent.

Das Foto zeigt Sozialministerin Kerstin Schreyer mit Gabriele Stark-Angermeier, Vorstandsmitglied für Altenhilfe, Soziale Dienst und Personal im Caritasverband der Erzdiözese München und Freising

Fotoquelle: StMAS