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Berufsorientierung in Oberfranken

Arbeitsministerin Kerstin Schreyer verleiht Preise für Berufsorientierung – ein Preisträger ist aus Coburg

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Die Entscheidung, welche berufliche Laufbahn man einschlägt, ist eine wichtige Weichenstellung für das weitere Leben. Einige Jugendliche haben schon in der Schulzeit klare Vorstellungen, aber viele sind noch unentschlossen. Hier kommt die Berufsorientierung ins Spiel. Sie stellt Ausbildungsberufe vor, zeigt, welche Voraussetzungen erforderlich sind, wie sich der Beruf darstellt und welche Entwicklungen möglich sind. Gemeinsam mit den Wirtschaftsverbänden hat Bayerns Arbeitsministerin Kerstin Schreyer heute zwölf besonders gelungene Beispiele von regionalen Initiativen zur Berufsorientierung ausgezeichnet: „Damit sich die Jugendlichen ein Bild von ihrem angestrebten Beruf machen können, sind nicht nur theoretische Informationen notwendig, sondern auch praktische. Das weckt Interesse und erleichtert die Entscheidung. Es beugt auch Enttäuschungen über einen vermeintlichen Traumberuf vor und hilft Ausbildungsabbrüche zu vermeiden. Wie das gut gelingen kann, zeigen die Preisträger aus ganz Bayern. Ich freue mich, dass ich heute die ejott – Evangelische Jugend im Dekanat Coburg für ihre besonders gelungenen Maßnahmen auszeichnen kann.

„Die Berufsorientierung im Handwerk funktioniert am besten, wenn Schulen eng mit Kammern, Innungen, Kreishandwerkerschaften und Verbänden zusammenarbeiten. Je aufgeschlossener die Schulen sind, desto einfacher fällt es uns, das richtige Angebot bereitzustellen und mehr junge Leute für eine duale Berufsausbildung zu gewinnen“, betont der Präsident des Bayerischen Handwerkstages (BHT), Franz Xaver Peteranderl.

Dr. Thomas Kürn, Bereichsleiter Berufliche Bildung bei der IHK München und Jurymitglied für den Bayerischen Industrie- und Handelskammertag (BIHK): "Eine passgenaue Berufsorientierung legt den Grundstein für erfolgreiche berufliche Karrieren. Das ist sowohl im Interesse der Jugendlichen, wie auch unserer Unternehmen, die heute mehr denn je auf qualifizierten Fachkräftenachwuchs angewiesen sind. Deshalb ist es wichtig, Best-Practice-Beispiele zur Berufsorientierung sichtbar zu machen und zur Nachahmung anzuregen."

 

Bertram Brossardt, Hauptgeschäftsführer der vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V., erklärte im Vorfeld der Preisverleihung: „Eine frühzeitige, am Talent und Arbeitsmarkt orientierte berufliche Orientierung junger Menschen ebnet den Weg in eine passgenaue und erfolgreiche Beschäftigung. Sie hilft, Fehlentscheidungen in Bezug auf die berufliche Laufbahn so weit wie möglich zu verringern. Über die schulische Berufsorientierung hinaus engagieren sich zahlreiche Akteure mit vielfältigen Maßnahmen, Projekten und Angeboten vor Ort für die Berufsorientierung. Alle Akteure haben gemeinsam, dass sie Berufsorientierung als gesamtgesellschaftliche Aufgabe sehen und sich diesem Thema zielgerichtet auch mit großem Engagement annehmen. Dieses regionale Engagement ist aus Sicht der vbw sehr zu begrüßen. Den zwölf Preisträgern aus ganz Bayern gratulieren wir herzlich.“

Die ejott – Evangelische Jugend im Dekanat Coburg wird für ihre Maßnahmen an zwei Mittelschulen ausgezeichnet. Den Jugendlichen, die ihre Schulpflicht bereits erfüllt haben, wird der Qualifizierte Abschluss in Kombination mit Berufserfahrung ermöglicht. Die Jugendlichen gehen an drei Tagen pro Woche in die Schule und an den anderen zwei Tagen absolvieren sie Praktika in Unternehmen vor Ort. Nach einem halben Jahr wechseln sie zu einem anderen Unternehmen und haben so die Möglichkeit, zwei Berufe kennen zu lernen.

Die Bayerische Staatsregierung hat mit dem Bayerischen Handwerkstag (BHT), dem Bayerischer Industrie- und Handelskammertag und der vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. erstmals insgesamt zwölf Preise für besonders gelungene Berufsorientierungsveranstaltungen und -maßnahmen ausgelobt. Bewerben konnten sich Veranstalter oder Aussteller mit Sitz in Bayern, zum Beispiel Schulen, Bildungsstätten, kirchliche Organisationen, private Veranstalter, Kommunen, Unternehmen, Arbeitnehmerorganisationen oder Wirtschaftsorganisationen. Jeder Preisträger erhält einen Geldpreis in Höhe von 4.000 Euro und ein Kunstobjekt.

Die Fotos der Preisübergabe stehen in der Mediathek zum Download bereit.

Staatsministerin Kerstin Schreyer, Isabell Grella, Vertreterin der vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e.V., Dr. Thomas Kürn, Vertreter der BIHK und Christian Golisch, Vertreter des BHT mit den Preisträgern

Fotoquelle: Bischof&Broel/StMAS