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Umsetzung des Gesamtkonzepts zur Gewaltprävention

Sozialministerin Schreyer: „83.000 Euro für bayernweite Online- und Telefonberatung für queere* Männer“

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Das „Schwule Kommunikations- und Kulturzentrum – SUB e.V.“ in München steht seit über drei Jahrzehnten für niedrigschwellige Beratung, Unterstützung und Hilfe für schwule, bisexuelle und Trans*Männer und ist über die Stadtgrenzen hinaus bekannt. Mit finanzieller Unterstützung des Bayerischen Sozialministeriums wird jetzt das Angebot ausgeweitet.

„Entscheidend ist, dass wir uns bei dem Thema Gewaltschutz und Gewaltprävention im Rahmen des beschlossenen Gesamtkonzepts breit aufstellen. Jede und jeder, der von Gewalt betroffen ist, braucht Unterstützung. Eine wichtige Zielgruppe sind Männer, die Opfer häuslicher und/oder sexualisierter Gewalt geworden sind. Für sie standen bisher nur sehr begrenzt Angebote zur Verfügung. Besonderer Bedarf besteht dabei auch für queere* Männer“, so Bayerns Sozialministerin Kerstin Schreyer.

„Das ‚Schwule Kommunikations- und Kulturzentrum e.V.‘ wird künftig ein bayernweites Online-Hilfe-Angebot und ein Beratungstelefon für queere* Männer, die Opfer von häuslicher und/oder sexualisierter Gewalt wurden, anbieten. Damit wird auch die Zielgruppe in ländlichen Regionen Bayerns erreicht. Es nimmt damit nicht nur bayernweit, sondern auch bundesweit eine Vorreiterrolle ein. Ich freue mich, dass wir dieses Angebot mit 83.000 Euro unterstützen können“, teilt die Ministerin mit.

Die Bayerische Staatsregierung stellt im Rahmen der dritten Stufe des Drei-Stufen-Plans zum Gewaltschutz und zur Gewaltprävention vier Millionen Euro jährlich zur Verfügung, die schwerpunktmäßig für den Schutz und die Prävention von häuslicher und/oder sexualisierter Gewalt gegen Männer vorgesehen sind.