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Europäischer Tag gegen Menschenhandel

Bayerische Sozialministerin Schreyer: Förderung für Fachberatungsstellen aufgestockt

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Zum Europäischen Tag gegen Menschenhandel am 18. Oktober 2019 betont Bayerns Sozialministerin Kerstin Schreyer: „Es ist erschreckend, dass immer noch Frauen wie Ware mitten in Europa, Deutschland und auch Bayern gehandelt werden. Der Handel mit Kindern, jungen Frauen aber auch Männern zur sexuellen Ausbeutung ist leider ein extrem lukratives Geschäft, ähnlich lukrativ wie der Drogen- und der Waffenhandel. Menschenhandel kann wahrlich als moderne Form der Sklaverei bezeichnet werden. Wir müssen diese menschenunwürdigen Taten effektiv bekämpfen und die Opfer bestmöglich unterstützen.“

Um für Opfer von Menschenhandel eine professionelle Beratung und Betreuung zu gewährleisten, fördert das Bayerische Sozialministerium die Fachberatungsstellen Jadwiga und Solwodi bereits seit mehr als 16 Jahren. Für die Jahre 2019 und 2020 wurde die Förderung der Fachberatungsstellen sowie des Wohnprojekts Scheherazade für Opfer von Zwangsverheiratung im Rahmen des Drei-Stufen-Plans zum Gewaltschutz und zur Gewaltprävention der Bayerischen Staatsregierung um 250.000 Euro jährlich auf insgesamt 850.000 Euro pro Jahr aufgestockt.

Darüber hinaus werden auch im Rahmen des umfassenden Gewaltschutz- und Gewaltpräventionskonzepts zusammen mit den beteiligten Ministerien und unter Einbindung fachpraktischer Expertise weitere Verbesserungsmöglichkeiten zugunsten von Opfern von Menschenhandel und Zwangsprostitution ausgelotet. Schreyer dazu: „Ziel wird unter anderem sein, die Sensibilisierungsmaßnahmen sowie die Öffentlichkeitsarbeit weiter zu verstärken. Denn: Menschenhandel sichtbar machen, den Opfern eine Stimme geben – das sind wichtige Handlungsfelder beim Kampf gegen Menschenhandel.“