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Hilfsangebote für gewaltbetroffene Frauen und ihre Kinder in Bayern

Sozialministerin Schreyer: „Modellhafte Förderung von Second-stage-Projekten steht in den Startlöchern“

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Bayerns Sozialministerin Kerstin Schreyer hat heute die modellhafte Förderung sogenannter Second-stage Projekte als nächsten Schritt der Weiterentwicklung der Hilfsangebote für gewaltbetroffene Frauen und ihre Kinder verkündet: „Mir geht es hier darum, Frauen und ihren Kindern einen dauerhaften Übergang in ein selbstbestimmtes und gewaltfreies Leben zu ermöglichen. Keine Frau soll nach einem Frauenhausaufenthalt gezwungen sein, zum gewalttätigen Partner zurückzukehren, nur, weil sie keinen bezahlbaren Anschlusswohnraum findet. Der Weg aus dem Frauenhaus ist zudem oft nur schrittweise machbar, wenn eine Frau sich noch nicht in der Lage fühlt, ganz ohne psychosoziale Betreuung auszukommen.“

Die modellhaften Second-stage Projekte richten sich an gewaltbetroffene Frauen und ihre Kinder, die den hohen Schutz eines Frauenhauses und die intensive Betreuung, die dort geleistet wird, nicht oder nicht mehr benötigen. In den Modellprojekten soll geprüft werden, wie und unter welchen Bedingungen Frauen und deren Kindern der Weg aus dem Frauenhaus möglichst gut gelingt und inwieweit niedrigschwelligere Alternativen hier sinnvoll sind. Elemente sind die Unterstützung bei der Suche nach einer geeigneten Wohnung ebenso wie die gezielte begleitende Beratung der Frauen. Dem Sozialministerium liegen zwischenzeitlich 17 Projektanträge in einer Gesamthöhe von rund 1,9 Millionen Euro vor, die mit der Freien Wohlfahrtspflege Bayern diskutiert und abgestimmt wurden.

„Alle diese innovativen Konzepte aus ganz Bayern werden demnächst grünes Licht für den Start erhalten. Die konzeptionell unterschiedlichen und regional gut verteilten Projekte bieten eine gute Grundlage um zu erproben, ob und unter welchen Bedingungen es fachlich sinnvoll ist, das bisherige Hilfesystem um einen weiteren Baustein zu ergänzen“, so Schreyer abschließend.