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Umsetzung des Gesamtkonzepts zur Gewaltprävention

Sozialministerin Schreyer: „108.000 Euro für den Aufbau einer schwäbischen Beratungsstelle für gewaltbetroffene Männer“

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Über 80 Prozent der Opfer von häuslicher Gewalt sind Frauen. Es gibt aber auch Männer, die aufgrund häuslicher oder sexualisierter Gewalt traumatisiert sind. Sie erhalten nun spezielle Unterstützung.

Bayerns Sozialministerin Kerstin Schreyer teilt dazu mit: „Der Kreisverband Augsburg der Arbeiterwohlfahrt e.V. unterstützt seit über drei Jahrzehnten in der Anlaufstelle „via – Wege aus der Gewalt“ gewaltbetroffene Frauen in Augsburg. Nun wird das Angebot um eine Anlauf-, Beratungs- und Interventionsstelle für Männer, die von häuslicher und/oder sexualisierter Gewalt betroffen sind, erweitert. Die Anlaufstelle ,via‘ soll die telefonische und persönliche Anlaufstelle werden, bei der die Betroffenen hochprofessionelle Beratung und Unterstützung bekommen, um die schwierige Lebenssituation als Opfer von häuslicher und/oder sexualisierter Gewalt bewältigen zu können. Ich freue mich, dass wir dieses Angebot mit rund 108.000 Euro unterstützen können.“

Die Bayerische Staatsregierung stellt im Rahmen der dritten Stufe des Drei-Stufen-Plans zum Gewaltschutz und zur Gewaltprävention vier Millionen Euro jährlich zur Verfügung, die schwerpunktmäßig für den Schutz und die Prävention von häuslicher und/oder sexualisierter Gewalt gegen Männer vorgesehen sind.

„Entscheidend ist, dass wir uns bei dem Thema Gewaltschutz und Gewaltprävention im Rahmen des beschlossenen Gesamtkonzepts breit aufstellen. Jede und jeder, der von Gewalt betroffen ist, braucht Unterstützung. Eine wichtige Zielgruppe sind Männer, die Opfer häuslicher und/oder sexualisierter Gewalt geworden sind. Für sie standen bisher nur sehr begrenzt Angebote zur Verfügung“, so die Ministerin.