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Radikalisierungsprävention

Sozialministerin Schreyer: „Kinder brauchen Rüstzeug, damit sie gegen Gewalt, Hass und Radikalisierung immun sind“

005.20

„Damit Kinder und Jugendliche gegen extremistische Ansprachen gefestigt sind, brauchen sie das richtige Rüstzeug“, darauf wies Bayerns Sozialministerin Kerstin Schreyer heute hin: „Nicht an jeder Ecke lauern Gefahren für Kinder und Jugendliche. Wir dürfen unsere Augen aber nicht verschließen vor aggressiven und perfiden Anwerbestrategien radikaler Seelenfänger. Deshalb wollen wir Kinder, Jugendliche und Eltern stark machen. Hier helfen uns Projekte wie ‚Kampagnenstark – Für Vielfalt und gegen Extremismus‘ und ein Mutmach-Theaterstück. Ich freue mich, dass wir beide Projekte finanziell unterstützen können. Denn starke Kinder mit klaren Wertvorstellungen sind immun gegen Gewalt, Hass und Radikalisierung.“

Bei dem Projekt „Kampagnenstark – Für Vielfalt und gegen Extremismus“ des Instituts für Medienpädagogik in Forschung und Praxis (JFF) sollen Jugendliche ihr eigenes Online-Handeln kritisch hinterfragen und sich mit den Strategien extremistischer Gruppierungen im Netz auseinandersetzen. Dabei werden erfahrene Trainerinnen und Trainer mit Jugendlichen bayernweit medienpädagogische Angebote starten. Zielgruppe sind schulisch und außerschulisch engagierte junge Menschen zwischen 13 und 22 Jahren aus ganz Bayern. Das Projekt mit einer Laufzeit bis 31.12.2020 erhält eine Förderung von bis zu rund 209.000 Euro.

Das vom Theater EUKITEA entwickelte Theaterstück spricht Kinder und Jugendliche im Alter von 12 bis 15 Jahren an. Interaktiv wird der Frage nachgegangen, warum sich junge Menschen radikalisieren und welchen Reiz radikale Gruppierungen ausüben. Die Zuschauer tauchen behutsam in das Leben eines Jungen ein, der nach Enttäuschungen und Verletzung in der Gruppe „Die Radikalen“ Akzeptanz findet. Doch dann begegnet er einem Mädchen, das ihm einen Weg aus der Radikalität zeigt. Das Theaterstück wird bayernweit im schulischen und außerschulischen Bereich angeboten. Ergänzt wird es durch Workshops, Fortbildungsmodule und Begleitmaterialien. Das Theaterstück wird mit rund 20.000 Euro gefördert.